Rückblick – Ausblick und die Suche nach den eigenen Worten

Sechs Wochen etwa ist es her seit ich zuletzt auf meinem Kulturblog etwas veröffentlicht habe. Eine lange Zeit … eine lange Zeit zumindest für mich, denn normalerweise (so weiß der geneigte Leser dieses Blogs) gibt es wöchentlich zumindest die Kultur-News; oftmals aber auch noch neue Artikel oder zumindest ein kleines Zitat im Zettelkasten.

Nun aber war ich sprachlos, wortlos, tonlos.

 

Der Jahreswechsel aber gibt mir Anlass wieder nach Worten zu suchen, nach Worten für ein Jahr, dass poetisch begann mit einem Sonntagsspaziergang durch ein Stückchen Weltliteratur und das schöne und spannende Momente brachte besonders mit Blogparaden wie dem #perlenfischen (wozu mir gleich 2 Texte einfielen), dem #HohenzollernWalk und dem #KultBlick. So hätte das Jahr gerne weitergehen können, doch wie so oft habe ich die Rechnung ohne Murphy gemacht.

Murphy, der mich für Wochen nahezu sprachlos machte, der für Situationen sorgte, die meinen Kopf und mich so in Anspruch nahmen, dass für Worte, zumindest für geschriebene, kein Raum mehr war.

Nur ein kurzer Text floss aus dem Stift auf das Papier, ein persönlicher, den ich erst gar nicht veröffentlichen wollte und von dem ich auch nicht weiß, ob er wirklich lange auf diesem Blog stehen wird, der aber auch irgendwie einmal raus muss und der vielleicht dem ein oder anderen auch hilft, denn zumindest mir hat es geholfen zu wissen, dass ich mit diesen Gefühlen und diesen Gedanken eben nicht alleine bin:

Gerade eben war es noch die furchtbare Geschichte der Anderen, diese Geschichte, die man hört, die betroffen macht und traurig, die bewegt, die Geschichte, die man mit der Einleitung „XY ist ja auch gerade in einer schrecklichen Lage…“ einem Freund erzählt und die dann auch bei allen anderen für Betroffenheit sorgt und plötzlich …

… plötzlich ist genau das die eigene Geschichte

… plötzlich wird das eigene Leben surreal

… plötzlich steht man in einem Alptraum

… plötzlich ist das eigene Leben nicht mehr da

… plötzlich ist man Betroffener oder in meinem Fall „Angehörige“.

Das ist der Moment wo das, was man bisher als Leben kannte verschwindet.

Es ist der Moment wo von einer Sekunde zur anderen alles anders wird.

Es ist der Moment in dem man plötzlich ohne Vorbereitung, ohne zu wissen, wie das geht, in eine Rolle geworfen wird.

Eine Rolle, die bestimmt wird von Sorge, von Verantwortung, von Geduld, von Mitgefühl und manches Mal auch von Wut, von Verzweiflung, von Ungeduld und dem Wunsch einfach weglaufen zu wollen.

Eine Rolle, die immer wieder einen Satz beinhaltet: „Ich will mein Leben zurück!“

Sechs Wochen lang habe ich es nicht geschafft mir mein Leben zurückzuholen. Jetzt allerdings werde ich es versuchen. Mal schauen wie erfolgreich ich dabei sein werde.

Es gibt viele Dinge, die ich in diesem neuen Jahr 2018 gerne auf „Kultur – Geschichte(n) – Digital“ machen möchte:

  • mehr größere Texte etwa, vor allem zu kulturgeschichtlichen Themen, aber auch die ein oder andere Biographie
  • mehr Ideen zumindest in den #Zettelkasten stecken
  • ein wenig die Graphik des Blogs und das Design aufhübschen
  • die Technik des Blogs verbessern
  • die Kultur-News endlich wieder wöchentlich veröffentlichen!
  • vielleicht einen Newsletter installieren
  • vielleicht doch mal wieder einen FB-Account eröffnen, denn das FB-Chaos ist völlig in den Hintergrund getreten in den letzten Wochen und ich habe mich nicht mehr darum gekümmert
  • und und und

Wenn ich darüber nachdenke, dann fallen mir noch viele Dinge ein. Jetzt aber werde ich erst einmal mit ganz kleinen Schritten versuchen mich wieder ans Tageslicht zu arbeiten. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.

Promovierte Historikerin mit Faible für die höfische und die digitale Welt / Bloggerin aus Leidenschaft fürs Schreiben und Geschichtenerzählen

http://hofordnung.hypotheses.org/

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