Zettelkasten #17

Carlyle: Bücher

“Alles, was die Menschheit getan,
gedacht, erlangt hat oder gewesen ist,
es liegt wie in zauberartiger Erhaltung
in den Blättern der Bücher aufbewahrt.”

Thomas Carlyle

Zettelkasten #16

Joachim Fernau "Rosen für Apoll"

Joachim Fernau: Rosen für Apoll:

“Ein großer Augenblick. Führwahr!
Der größere aber, der unvergleichlich größere, kam erst jetzt: Solon ging nach hause, packte die Koffer und verließ, um nicht gefragt werden zu können, Athen.
Und hier nun, meine Freunde, wollen wir uns nicht länger beherrschen, sondern gestehen, daß uns der blasse Neid packt.
Nicht jede Zeit – das wissen wir – kann einen Solon haben, aber jede Zeit hat Koffer.”

 

 

Kultur-News KW 07-2018

Theodor Mommsen

Digitales

  • Es gibt einfach Sachen, die sterben nicht aus, auch dann nicht, wenn ihnen mindestens 1.000 mal der Tod bescheinigt wird. Eine solche Sache sind GIFs, diese mehr oder minder witzigen bewegten Bilder, die so manchem seit Beginn des PC-Zeitalters den Nerv rauben. Angelika Schoder erklärt ihren Sinn für Museen und wie man sie erstellt:
    https://musermeku.org/2018/02/14/gif-erstellen-fuer-museen/

 

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Zettelkasten #15

Theodor Mommsen
Theodor Mommsen um 1890 über den herrschenden Antisemitismus

 

Theodor Mommsen an H. Bahr, nach: P. W. Massing, Vorgeschichte des politischen Antisemitismus, Frankfurt 1959, S. 177; s. Hans Ulrich WEHLER, Das Deutsche Kaiserreich 1871-1918, S. 113f.

“Sie täuschen sich, wenn Sie glauben, daß ich da was richten kann. Sie täuschen sich, wenn Sie glauben, daß man da überhaupt mit Vernunft etwas machen kann. Es ist alles umsonst. Was ich Ihnen sagen könnte …, das sind doch immer nur Gründe, logische und sittliche Argumente. Darauf hört doch kein Antisemit. Die hören nur auf den eigenen Haß und den eigenen Neid, auf die schändlichsten Instinkte … gegen den Pöbel gibt es keinen Schutz – ob es nun der Pöbel auf der Straße oder der Pöbel im Salon ist, das macht keinen Unterschied. Kanaille bleibt Kanaille, und der Antisemitismus ist die Gesinnung der Kanaille. Er ist wie eine schauerliche Epidemie, wie die Cholera – man kann ihn weder erklären noch heilen, Man muß geduldig warten, bis sich das Gift von selber auflöst und seine Kraft verliert.”

(um 1890, über den von Bismarck geschürten Antisemitismus)