Vom Benedicite bis zum Gracias – Die Tischzucht der Clara Hätzlerin

Burgundischer Schreiber (Portät von Jean Miélot, Sekretär, Kopierer und Übersetzer von Herzog Philipp (III.) dem Guten von Burgund, von einer Kopie seiner Zusammenstellung der Miracles de Notre Dame ANMERKUNG: Tatsächlich weder ein Mönch! trotz eines Domherr/Kanon? von Lille Kathedrale [Frankreich].), 15. Jahrhundert. Das Bild ist sehr detailliert in der Wiedergabe der Einrichung, dem Material des Schreibers, Ausrüstung und Tätigkeit.

Sie war keine Schriftstellerin, keine Dichterin, die Clara Hätzlerin, die uns das Liederbuch überliefert hat aus dem die nachfolgende Tischzucht stammt. Sie war eine Kopistin und damit war sie und ist sie bis heute eine ganz besondere Frau, denn wir kennen keine andere Frau, die als bezahlte Schreiberin arbeitete und nicht, wie vielfach vermutet wurde, Nonne war.
Allerdings wissen wir, abgesehen von ihrer Einzigartigkeit auch nicht viel über sie. Weder ihr Geburts- noch ihr Sterbedatum sind wirklich bekannt. Gemutmaßt wird, dass sie um das Jahr 1430 in Augsburg geboren wurde und dort vermutlich auch um das Jahr 1476 starb. “Vom Benedicite bis zum Gracias – Die Tischzucht der Clara Hätzlerin” weiterlesen

Kultur-News KW 46-2018

Zitat: Jede Taschenuhr ist ein memento mori

Digitales

 

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Zettelkasten #47

“In Silber kleidet sich’s, in Gold,
in Perl’ und Diamant, wenn ihr wollt;
es geht, doch geht es nicht auf Füßen,
und wenn es steht, wird dich’s verdrießen;
es spricht nicht leicht, doch deutet’s fein,
es hat zwei goldene Fingerlein,
und wenn es auf Verlangen dir
laut, was es weiß, allzeit bekennt,
so ist schon vornehm Tier,
es ist gleichsam ein Repetent.
Kurz, wer’s erfand, der hat ein Tüchtiges
in dieses Ding hinein
geheimnisset und ließ Wichtiges
der Menschheit angedeihn.”

Eduard Mörike (1804-1875), deutscher Lyriker

Eduard Möriker ein Gedicht über die Uhr
Eduard Mörike – ein Gedicht über die Uhr