Vom Benedicite bis zum Gracias – Die Tischzucht der Clara Hätzlerin

Burgundischer Schreiber (Portät von Jean Miélot, Sekretär, Kopierer und Übersetzer von Herzog Philipp (III.) dem Guten von Burgund, von einer Kopie seiner Zusammenstellung der Miracles de Notre Dame ANMERKUNG: Tatsächlich weder ein Mönch! trotz eines Domherr/Kanon? von Lille Kathedrale [Frankreich].), 15. Jahrhundert. Das Bild ist sehr detailliert in der Wiedergabe der Einrichung, dem Material des Schreibers, Ausrüstung und Tätigkeit.

Sie war keine Schriftstellerin, keine Dichterin, die Clara Hätzlerin, die uns das Liederbuch überliefert hat aus dem die nachfolgende Tischzucht stammt. Sie war eine Kopistin und damit war sie und ist sie bis heute eine ganz besondere Frau, denn wir kennen keine andere Frau, die als bezahlte Schreiberin arbeitete und nicht, wie vielfach vermutet wurde, Nonne war.
Allerdings wissen wir, abgesehen von ihrer Einzigartigkeit auch nicht viel über sie. Weder ihr Geburts- noch ihr Sterbedatum sind wirklich bekannt. Gemutmaßt wird, dass sie um das Jahr 1430 in Augsburg geboren wurde und dort vermutlich auch um das Jahr 1476 starb. “Vom Benedicite bis zum Gracias – Die Tischzucht der Clara Hätzlerin” weiterlesen

Vom Unterricht und vom Gespött – #Tischzuchten

Tischzucht Jakob Köbel Bild erste Seite

Jacob Köbel

Die Tischzucht des Jakob Köbel soll uns in diesem Beitrag interessieren.

Die Schreibweisen seines Nachnamens sind fast unzählbar, so findet man ihn als Kobel, Kobelius, Kobelin und Kobilinus und der Vorname Jacob oder Jacobus wird wahlweise auch mit ‚k‘ geschrieben – Jakob.

Gemeint aber ist immer jener Stadtschreiber aus Oppenheim, der etwa um 1462 in Heidelberg geboren wurde: Jakob Köbel. Auch er ist wieder eine jener historischen Gestalten, von denen zwar viel Schriftliches überliefert ist aber von deren Leben im Grunde fast nichts bekannt ist. Sein Geburtsdatum ist geschätzt, der Geburtsort durchaus belegt und so richtig fassbar wird er im Jahr 1494, als er Stadtschreiber von Oppenheim wurde. “Vom Unterricht und vom Gespött – #Tischzuchten” weiterlesen

Von Grobianen und von Narren – Sebastian Brant #Tischzucht

Titelseite "Narrenschiff" von Sebastian Brant in dem auch eine Tischzucht enthalten ist

Wir haben uns mit den Tischzuchten ein wenig weiter bewegt und sind bei Sebastian Brant gelandet. Es geht hinein ins 15. bzw. 16. Jahrhundert und wir verlassen so langsam das Mittelalter.

Aber es gibt immer noch Tischzuchten und sie sind immer noch sehr lang und ausführlich. Wir sehen also: all die Tischzuchten des Mittelalters haben offenbar nicht viel geholfen, noch immer herrscht der “Grobianismus” vor und die Tischsitten sind nicht wirklich fein.
Sollten Sie gerade etwas essen, dann würde ich auch vorschlagen die nachfolgende Tischzucht nicht unbedingt direkt zu lesen, es sei denn Sie haben einen hartgesottenen Magen. “Von Grobianen und von Narren – Sebastian Brant #Tischzucht” weiterlesen

Von Brotessern und Bohnen aus Lotus – Zu Tisch im Alten Ägypten

Brotesser im Alten Ägypten, Brot

Wie sah es aus, das Essen im Alten Ägypten?

Ägypten – da hat jeder sofort Bilder im Kopf, es sind die Bilder von Pharaonen und von Pyramiden, von Gold und von Steinen, aber eigentlich waren es weder Gold noch Steine, die die altägyptische Kultur möglich machten, es war etwas ganz anderes, es war ein Lebensmittel, um genau zu sein war es Brot!

Brot ernährte die Tausenden von Arbeiter, die die Pyramiden bauten und ohne die sie nie möglich geworden wären und Brot ernährte auch alle anderen Ägypter, was sie dann irgendwie beinahe zu den Vorfahren der Deutschen macht, denen man ja heute nachsagt, dass sie das Volk des Brotes seien. “Von Brotessern und Bohnen aus Lotus – Zu Tisch im Alten Ägypten” weiterlesen