Dr. Anja Kircher-Kannemann – Expertise & Zusammenarbeit
Als Historikerin, Kuratorin und Autorin arbeite ich an der Schnittstelle von historischer Forschung, Museums- und Ausstellungspraxis sowie analoger und digitaler Geschichtsvermittlung.
Je nach Projekt kann daraus eine wissenschaftliche Recherche entstehen, ein Ausstellungskonzept, ein Vortrag, eine Publikation oder ein digitales Vermittlungsformat. Häufig beginnt die Arbeit aber zunächst mit einer historischen Frage: Was wissen wir eigentlich? Welche Quellen und Objekte gibt es? Wie ist der aktuelle Forschungsstand? Und wie lässt sich daraus eine Geschichte entwickeln, die wissenschaftlich belastbar und zugleich gut vermittelbar ist?
Ich arbeite projektbezogen mit Museen und Sammlungen, Kultureinrichtungen, Kommunen, Archiven, Verlagen und anderen Partner:innen zusammen.
Inhaltsverzeichnis
Historische Forschung und wissenschaftliche Beratung
Am Anfang guter Geschichtsvermittlung steht für mich die Recherche.
Ich übernehme historische und kulturhistorische Recherchen, erschließe Quellen und Literatur, ordne vorhandenes Material ein und entwickle daraus tragfähige historische Fragestellungen und Narrative.
Meine inhaltlichen Schwerpunkte liegen insbesondere in der:
- Kulturgeschichte der Moderne um 1900,
- Kur-, Bäder- und Tourismusgeschichte,
- materiellen Kultur und Alltagsgeschichte,
- Geschichte von Jugendstil, Kunstgewerbe und Design,
- Hof- und Residenzgeschichte,
- Landes- und Regionalgeschichte.
Dabei kann es ebenso um ein einzelnes Objekt oder eine Person gehen wie um die historische Einordnung eines Gebäudes, einer Sammlung, eines Ortes oder eines größeren Themenkomplexes.
Ausstellungskonzeption und kuratorische Beratung
Ausstellungen gehören seit vielen Jahren zu meiner Arbeit.
Ich entwickle kulturhistorische Ausstellungskonzepte, recherchiere Themen und Objekte, erarbeite inhaltliche Dramaturgien und unterstütze Museen bei der Frage, wie aus Forschung eine Ausstellung wird.
Dabei interessieren mich besonders die Beziehungen zwischen Objekten, Menschen, Räumen und historischen Zusammenhängen. Exponate sind für mich nicht bloß Illustrationen eines bereits fertigen Textes, sondern historische Quellen mit eigenen Geschichten.
Je nach Projekt umfasst meine Arbeit beispielsweise:
- Themen- und Ausstellungskonzeption,
- historische Recherche,
- Objekt- und Sammlungsrecherche,
- Entwicklung von Raum- und Erzählstrukturen,
- Ausstellungstexte und Objekttexte,
- Vermittlungskonzepte,
- wissenschaftliche und kuratorische Beratung.
Analoge und digitale Geschichtsvermittlung
Analoge und digitale Vermittlung sind für mich keine Gegensätze.
Eine Ausstellung im Museum eröffnet andere Möglichkeiten als eine Website, eine digitale Sammlung oder ein virtuelles Museum. Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Formate einzusetzen, sondern für Thema, Inhalte und Zielgruppe die richtigen zu finden.
Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit digitaler Kulturvermittlung und OpenGLAM sowie mit der Frage, wie historische und museale Inhalte im digitalen Raum sinnvoll erschlossen, publiziert und vermittelt werden können.
Dazu gehören unter anderem:
- digitale Ausstellungskonzepte,
- virtuelle Museen,
- digitale Sammlungen und deren Erschließung,
- Websites und historische Fachportale,
- Blogs und andere langfristige Publikationsformate,
- digitale Vermittlungsangebote,
- redaktionelle und inhaltliche Webkonzepte,
- Strategien für die Verbindung analoger und digitaler Angebote.
Social Media kann dabei ein Bestandteil sein – aber niemals Selbstzweck. Gute digitale Geschichtsvermittlung beginnt für mich mit guten Inhalten.
Publikationen, Redaktion und historische Texte
Ich schreibe wissenschaftliche und kulturhistorische Texte für unterschiedliche Formate und Zielgruppen.
Dazu gehören Fachbeiträge und Handbuchartikel ebenso wie Ausstellungstexte, Broschüren, historische Essays, Webpublikationen und Texte für ein breiteres kulturhistorisch interessiertes Publikum.
Besonders wichtig ist mir dabei die Verbindung von wissenschaftlicher Genauigkeit und gutem Erzählen.
Historische Zusammenhänge dürfen verständlich sein, ohne banal zu werden. Umgekehrt muss ein wissenschaftlich fundierter Text nicht zwangsläufig in einer Sprache geschrieben sein, die nur innerhalb der eigenen Fachdisziplin funktioniert.
Auch bei bestehenden Texten und Publikationsprojekten übernehme ich historische Prüfung, konzeptionelle Beratung und redaktionelle Überarbeitung.
Vorträge und fachlicher Austausch
Zu meinen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten halte ich Vorträge und beteilige mich an Tagungen, Workshops und anderen Fachveranstaltungen.
Mögliche Themen reichen von der Kulturgeschichte der Moderne um 1900, Jugendstil und materieller Kultur über Kur- und Bädergeschichte bis zu Museen, digitaler Kulturvermittlung, virtuellen Museen und OpenGLAM.
Darüber hinaus interessiere ich mich ausdrücklich für Projekte, bei denen aus einem ersten fachlichen Austausch neue Forschungs-, Ausstellungs- oder Publikationsideen entstehen.
Zusammenarbeit
Nicht jedes interessante Projekt passt von Anfang an in eine fertige Kategorie.
Manchmal gibt es eine Sammlung, aber noch keine Geschichte. Einen historischen Bestand, der neu erschlossen werden soll. Eine Ausstellungsidee, die fachlich geschärft werden muss. Einen Ort, dessen Geschichte digital zugänglich werden soll. Oder eine Forschungsfrage, aus der erst im Gespräch ein Projekt entsteht.
Gerade solche Vorhaben finde ich besonders spannend.
Wenn Sie an einem historischen, musealen oder kulturwissenschaftlichen Projekt arbeiten und eine Zusammenarbeit sinnvoll sein könnte, freue ich mich über eine Anfrage.
Historisch forschen. Kuratorisch denken. Analog und digital vermitteln.
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3. November 2018