Von blutig bis luxuriös – Esskultur in Sparta

Trinkschale mit Symposion-Motiv

Esskultur in Sparta?

Über das Essen in Sparta hat man ja selten Gutes gehört. In aller Regel fällt den meisten wohl nur eins ein: Blutsuppe. Und wenn es um die spartanischen Tischsitten geht, dann kann man sich kaum vorstellen, dass die besonders gepflegt und ausgeprägt gewesen sein sollen.

Aber, wie so oft trügt der erste Eindruck und an so mancher Mär ist am Ende nicht viel dran – wobei das mit der Blutsuppe durchaus stimmt, aber alles andere war erstaunlich anders, als man meinen sollte.

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Das Universum, das Brot und ein Schwur auf Trauben – Esskultur im antiken Griechenland

Griechisches Symposion, Fresko von 475 v. Chr.

Griechenland – eine Welt aus Inseln und auch ein bisschen Festland, eine Welt aus spartanischer Einfachheit, aus attischer Demokratie und dem Überfluss des Meeres. Eine Welt zwischen minoischen Stieren und echten Helden, die jahrelang über die Meere schipperten, weil sie sich ein bisschen verfahren hatten oder einfach mal mit einer riesigen Armee bis nach Indien liefen, einfach weil sie sich für die Größten hielten.

Aber auch eine Welt in der selbst solche Helden etwas essen mussten. Sie waren halt keine Götter und selbst die brauchten ja ein wenig Nektar und Ambrosia.

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Von Laren, Servietten und feinen Weinen – die Tischzucht des François Le Goullon

Francois Le Goullon "Der neue Apicius"

Es schließt sich ein Kreis und viele Fäden laufen zusammen in der letzten Tischzucht von François Le Goullon.

Lassen Sie mich raten, wenn Sie nicht gerade aus Weimar kommen, dann haben Sie den Namen François Le Goullon noch nie gehört. – Keine Sorge, das ging mir bis vor Kurzem ganz ähnlich und deswegen war ich umso erstaunter, als ich begann mich mit diesem Mann und seinen Werken zu beschäftigen, denn irgendwie hätte ich wohl schon vor Jahren eigentlich über ihn stolpern müssen oder sollen. Bin ich aber nicht.

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Über Wirte, Gäste und den Knigge – die Tischzucht des Adolph Freiherr von Knigge

Adolph Freiherr Knigge (1752-1796)

Wir sind angekommen bei der, zumindest für Deutsche, bekanntesten Tischzucht überhaupt: dem Knigge, benannt nach Adolph Freiherr von Knigge. Dabei ist „der Knigge“ als solcher viel mehr als eine Tischzucht, er ist eine Benimmregel, die im Grunde alle Bereiche des Lebens umfasst und dazu gehört eben auch das Benehmen bei Tisch.

 

Adolph Freiherr von Knigge – adeliger Spross mit trauriger Kindheit

Der Mann, der hinter dieser umfangreichen Benimmregel steckt war „ein Spross der uradligen niedersächsischen, allerdings verarmten Adelsfamilie Knigge“, wie es bei Wikipedia heißt. Trotz der eher armen Verhältnisse wuchs der a. 16. Oktober 1752 geborene „Spross“ natürlich standesgemäß auf und wurde auch so erzogen, wie es sich für adelige Verhältnisse im 18. Jahrhundert gehörte, zumindest bis zu seinem 14. Lebensjahr. Danach allerdings gestaltete sich sein Leben doch eher kompliziert. Seine Mutter war gestorben, als er 11 Jahre alt war und mit 14 verlor er seinen Vater. Da war das „normale“ Leben eines adeligen Knaben erst einmal vorbei, denn anstelle von Geld und Gut erbte er nur Schulden. Das Anwesen der Familie in Bredenbeck fiel an die Gläubiger und Adolph blieb einzig eine eher magere jährliche Rente von 500 Reichstalern. „Über Wirte, Gäste und den Knigge – die Tischzucht des Adolph Freiherr von Knigge“ weiterlesen