Sophie von Hatzfeldt – die „rote Gräfin“

Sophie von Hatzfeldt

Vor inzwischen 198 Jahren feierte ein 17-jähriges Mädchen, das als eine der skandalösesten Frauen ihrer Epoche in die Geschichte eingehen sollte, nur wenige Kilometer von meinem Zuhause entfernt ihr Hochzeit. Ihr Name: Sophie von Hatzfeldt (1805-1881), geboren als Sophie Josepha Ernestine von Hatzfeldt.
Der Ort ihrer Hochzeitsfeier: Schloss Kalkum, heute im Norden Düsseldorfs gelegen, damals dem Amt Angermund zugehörig.
Falls Sie in der Einleitung darüber gestolpert sein sollten, dass da zweimal der gleiche Nachname steht: das ist durchaus korrekt, denn, wie in jenen Jahren nicht ganz ungewöhnlich, blieb die Hochzeit in der Familie und das aus dynastischen Gründen. Ein Majoratsstreit (also ein Erbstreit) führte dazu, dass die geborene Gräfin von Hatzfeldt-Trachenberg mit dem „sardanapalischen Wüstling“[1] Fürsten Edmund von Hatzfeldt-Wildenburg (1796-1874) vermählt wurde.

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„Kurtisane“, Freundin, Fernsehstar – Charlotte Sophie von Bentinck

Charlotte Sophie Bentinck

Die Monacensia hat zur Blogparade #femaleheritage  aufgerufen und da bin ich natürlich gerne dabei und steuere etwas dazu bei, dass die Geschichte von Frauen in den Vordergrund gerückt wird und präsenter wird.

Als ich die ersten Sätze las, die die Monacensia zu dieser Blogparade geschrieben hat, da musste ich nicht lange überlegen, denn dort fragte man „Was fällt Euch spontan zu Frauen und Erinnerungskultur ein? An welche prägenden Frauen erinnert Ihr Euch? Welche weibliche Persönlichkeit ist vergessen und sollte Eurer Meinung nach wieder aktiv erinnert werden?“

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Von Haselmäusen und Pfauenfedern – Esskultur im antiken Rom

Kochen Rom #foodMW

Wenn Sie an römische Feste, an die Esskultur im antiken Rom und an die Mahlzeiten der alten Römer denken, denken Sie dann auch zuerst an Orgien? Wenn das so ist, dann sind Sie wohl den Bildern und Szenen in opulenten historischen Monumentalfilmen erlegen und benutzen das Wort Orgie in einer Bedeutung, die es ursprünglich gar nicht hatte.

Also war eigentlich alles ganz anders?

Ja – und ein klein wenig auch Nein – aber lassen Sie uns die Geschichte einfach mal der Reihe nach betrachten.

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Von blutig bis luxuriös – Esskultur in Sparta

Trinkschale mit Symposion-Motiv

Esskultur in Sparta?

Über das Essen in Sparta hat man ja selten Gutes gehört. In aller Regel fällt den meisten wohl nur eins ein: Blutsuppe. Und wenn es um die spartanischen Tischsitten geht, dann kann man sich kaum vorstellen, dass die besonders gepflegt und ausgeprägt gewesen sein sollen.

Aber, wie so oft trügt der erste Eindruck und an so mancher Mär ist am Ende nicht viel dran – wobei das mit der Blutsuppe durchaus stimmt, aber alles andere war erstaunlich anders, als man meinen sollte.

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