Kultur-News KW 01-2021

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Vorab:
Allen ein Frohes Neues Jahr!
Starten wir in ein hoffentlich gesundes und glückliches 2021!

Digitalisierung

  • Jörn Brunotte ruft zu einer neuen Blogparade auf. Thema: #museumsforfuture!
    In der Blogparade soll es um folgende Fragestellungen gehen: „Heute wissen wir, die Pandemie ist nicht vorbei, im Gegenteil! Wie steht es jetzt um die Kultur, und die Museen? Mein jetziger Aufruf zur neuen Blogparade stellt sich die Frage: Wie soll es weitergehen? Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht! Was habt Ihr im letzten halben Jahr für einschneidende Erfahrungen gemacht? Was war Euch besonders wichtig? Und was steht bei Euch jetzt an? Was sind die wichtigsten Maßnahmen und Entscheidungen für die Zukunft? Was sind Eure Prioritäten in Hinblick auf Digitalisierung, Vermittlung, Sammlung …“.
  • 128 Handschriften aus dem Kloster Heilsbronn sind nun online. via Archivalia.
  • Die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, die Erik Spiekermann Foundation gGmbH, die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin und die Staatsbibliothek Berlin können nun im Rahmen des Förderprogramms zur Digitalisierung von Kulturgut des Landes Berlin (digiS) Berlins typographisches Kulturerbe digitalisieren. via Staatsbibliothek Berlin.
  • Corona hat weltweit die Digitalisierung auch im Kultursektor, vor allem auch bei Museen beflügelt. Neben den digitalen Angeboten ganz analog bestehender Museen, die immer weiter ausgebaut werden, wie etwa Online-Führungen und 360°-Rundgänge, gibt es inzwischen auch immer mehr Museen, die nur digital existieren. Musermeku hat sich einige dieser rein virtuell existierenden Museen einmal genauer angeschaut.

Museen

  • Das Neanderthal-Museum hat – wenn auch mit einer kleinen hektischen Einlage – seine Online-Führungen gestartet. Mehr zum Start der Lockdown-Kommunikation gibt es auf dem Blog des Museums.
  • Die Neue Nationalgalerie ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Dabei achtet man auf eine sorgfältige Rekonstruktion. Mehr zu den Sanierungsarbeiten gibt es auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.
  • Auch 2021 gibt es wieder neue Museen – auch in Deutschland und das vor allem in Frankfurt am Main und Umgebung. Eines von ihnen setzt voll auf Romantik. via Monopol Magazin. Mehr zur Planung des Romantik-Museums gibt es auf der Website.
  • Das zweite wird sich ebenfalls in Frankfurt a. M. befinden: Die Macher von Deutschlands erstem Museum für Elektronische Musik hoffen, dass sie im Frühsommer endlich die Türen aufsperren können. via Zeit.de.
  • Getragen von einem privaten Verein – dem Jugendstilverein – wird es nahe Frankfurt, in Bad Nauheim, voraussichtlich ab Frühjahr das “Jugendstilforum” geben. Basis des neuen Museums, das sich im historischen Ambiente des Sprudelhofs von Bad Nauheim befinden wird, ist eine gut 2.500 Objekte umfassende Privatsammlung. Die Sammlung umfasst vor allem Grafik, sowie Exponate aus Metall, Glas und Keramik, die zeitlich vom Jugendstil bis hin zum Bauhaus reichen.
    Darüber hinaus werden im Museum in Badehaus 3 auch Dauerausstellungen zur Geschichte des Bad Nauheimer Jugendstilensembles zu sehen sein, das zu den größten Europas zählt sowie zur Bade- und Bäderkultur.
    Einen ersten Einblick in die Sammlung erhält man auf dem YouTube-Kanal des Sammlers.
  • Aus der Not eine Tugend machen – das versucht man nun auch im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster und bietet neben Online-Führungen auch viele andere digitale Angebote an. via Antenne Münster.
  • In Darmstadt hofft man weiter, dass man im Sommer 2021 endlich in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wird. Es wäre der Mathildenhöhe – diesem einzigartigen Ort des Jugendstil – zu wünschen. via Monopol Magazin.
  • Unter der Überschrift „Krise ist Veränderung“ wirft Roland Nachtigäller, künstlerischer Direktor des Museums Marta Herford, einen Blick zurück auf das Corona-Jahr 2020 und die Rolle der Museen.
  • „Viele Objekte in den Beständen des Deutschen Schifffahrtsmuseums / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) stammen aus der Zeit des Kaiserreichs. Welche Rolle sie innerhalb der Kolonialgeschichte spielten, ist oftmals ungeklärt. In seiner Rolle als Forschungsmuseum fragt das DSM auch nach der Herkunft seiner eigenen Museumsobjekte.“ via IDW.
  • Es geht also doch: das Frankfurter Städel Museums und die Liebieghaus Skulpturensammlung weiten ihr Angebot von bezahlten Online-Führungen aufgrund der hohen Nachfrage aus. via Monopol-Magazin.

Ausstellungen

  • „Zum weltweiten Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 eröffnete das „Holocaust and the United Outreach Programme“ der Vereinten Nationen und das Museum Zentrum für verfolgte Künste Solingen die mehrsprachige Online-Ausstellung „Sieben Orte in Deutschland“ auf www.7Places.org.“ Auch das MiQua ist dabei unter https://cologne.7places.org/. Mehr zur Ausstellung und zur Beteiligung des MiQua gibt es auf dem MiQua-Blog.
  • Digital geht es auch bei der Burg Posterstein weiter: Die Postersteiner Weihnachtskrippen-Sammlung wird digital. Wie aus der Adventskalender-Aktion eine digitale Präsentation wird und wie die Aktion ankam ist auf dem Blog von Burg Posterstein nachzulesen.
  • Stonehenge kommt nach Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt nach Herne. Das Archäologische Museum Herne steckt gerade mitten in den Vorbereitungen zur neuen Sonderausstellung „Stonehenge“. via WAZ.
  • Der Blog des Sauerland-Museums wirft einen Blick auf das Jahr 2021 und auf die Ausstellungen, die hoffentlich dort zu sehen sein werden.

Bibliotheken / Archive

  • Beinahe unvorstellbar und dennoch leider wahr: „Der Franziskanerorden hat die rund 150.000 Bände umfassende Fuldaer Klosterbibliothek an ein Antiquariat verscherbelt“. Mehr zu diesem ungeheuerlichen Vorgang auf dem Blog Kulturgut.

Geschichte

  • Achim Landwehr, die Zeit und die Geschichte. Ein interessantes Interview zu Fragen der Zeit und der Geschichte gibt es bei L.I.S.A.
  • Verschwörungstheorien sind ja in unseren Tagen wieder ganz groß in Mode. Doch Verschwörungstheorien sind eigentlich so alt wie die Menschheit. Die Historiker Marcel Bubert, Wolram Drews und André Krischer vom Exzellenzcluster “Religion und Politik” der Uni Münster bei L.I.S.A. über die Historie der Verschwörungstheorien.

Archäologie

  • China und Persien – so fern und offenbar doch so nah, denn ca. 1400 Jahre alte Grabfunde belegen enge Verbindungen zwischen den beiden Ländern. via Südwest Presse.
  • Die Römer und ihr Essverhalten sind ja immer wieder ein gern genommenes Thema (auch hier auf diesem Blog). Der neueste Fund eines römischen Imbisses in Pompeji verrät nun noch mehr über das alltägliche Essen der römischen Bevölkerung. via Wissenschaft.de.
  • In Dresden werden sich Archäologen nun auf die Such nach der Geschichte des Zwingers begeben. via Sächsische Zeitung.
  • Der Antrag des „nassen Limes“ auf Aufnahme in das UNESCO-Welterbe läuft bis dato nach Plan. via Zeit.de.

Lesenswert

  • „Chance 2021? Oder das Ende kultureller Institutionen, wie wir sie kennen?“ – Der Tagesspiegel mahnt langfristige Lösungen für den Kulturbereich an, der auch zum Bildungsangebot gehört.
  • Ein beinah musealer Kunstrundgang in Corona-Zeiten mitten im Lockdown – geht nicht? Doch das geht und zwar in Duisburg, denn hier gibt es die Kunst an der frischen Luft. via Westfälischer Anzeiger.
  • Fenster auf und lüften! – In Zeiten von Corona eine der häufigsten Forderungen, die man am Tag so zu hören bekommt. Der Blog der Staatlichen Museen Berlin zeigt zehn Kunstwerke zum Thema.
  • Archäologen haben jetzt die wahrscheinlich älteste Burgkapelle des Mittelrheins gefunden. Aus Quellen wusste man bereits von der Existenz dieser Kapelle. Nun kamen Überreste auf der Burg Sterrenberg zum Vorschein. via Zeit.de.
  • „Kultur ist mehr als ein Sahnehäubchen“ – in einem Interview mit der KuPoGe geht die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen, Angela Dorn, auf die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Gesellschaft ein.
  • Im Lindenau-Museum dreht sich aktuell alles um den Himmel, egal ob blau oder gülden.
  • Russische Schriftsteller*innen in Baden-Württemberg? – Ja, ich habe auch gestutzt, aber offenbar gab es gar nicht so wenige davon. Andrea Hahn verrät mehr über diese Menschen und ihre Beweggründe Baden-Württemberg zu besuchen.