Von blankem Zeug und vom Humpiren – Wallensteins Tischzucht

Reiterbild Wallensteins, Kupferstich ohne Jahresangabe. Plattengröße des Originals 35, 3 x 26,6 cm Inschrift (nach Auflösung der Abkürzungen): ALBERTUS DEI GRATIA DUX FRIDLANDIAE SACRAE CAESAREAE MAIESTATIS CONSILIARIUS BELLICUS, CAMERARIUS, SUPREMUS COLONELLUS PRAGENSIS ET EIUSDEM MILITIAE GENERALIS

Eine Tischzucht von Wallenstein? Etwa der Wallenstein, jener General aus dem Dreißigjährigen Krieg. Jener Mann, der der Nachwelt einmal als Held und einmal als skrupelloser Karrierist und Kriegsunternehmer gilt?

Ja, genau dieser Wallenstein, der eigentlich Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein bzw. auf Tschechisch Albrecht Václav Eusebius z Valdštejna hieß, hat uns neben vielen Geschichten rund um sein Leben auch eine Tischzucht hinterlassen. Wobei diese Tischzucht eigentlich auch wieder gar nicht von ihm stammt, sondern von Erzherzog Ferdinand. Jener Ferdinand, geboren am 13. Juli 1608 in Graz war von Geburt Erzherzog von Österreich und seit dem Tod seines Bruders Johann Karl im Jahr 1619 auch designierter Thronfolger seines Vaters Ferdinand II. (1578-1637), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. „Von blankem Zeug und vom Humpiren – Wallensteins Tischzucht“ weiterlesen

Kultur-News KW 08-2019

Kölner Dom unfertig ca. 1824

Digitales

  • EU-Urheberrechtsreform: Die EU-Staaten und ja, auch die Bundesregierung gehört dazu, haben diesen „ganz tollen“ Gesetzentwurf bestätigt und mir fällt dazu langsam nichts mehr ein.

Hier noch eine Analyse von Friedhelm Greis bei Golem.

 

  • Es war einmal … so fangen viele hässliche Geschichten an, so auch die von Pixabay. Waren sie nicht schön, die Zeit, wo man dort Bilder unter einer CCO-Lizenz finden konnte? – Seit dem 1. Januar ist das Geschichte und war einmal, denn Pixabay hat sich eigene Lizenzen gestrickt. iRights erklärt die neuen Lizenzen und die Fallstricke.

„Kultur-News KW 08-2019“ weiterlesen

Kultur-News KW 07-2019

Stundenbuch Hg. v. Berry

Digitales

  • Es gibt eine Einigung beim EU-Urheberrecht, zumindest zunächst mal. Wie das Parlament dann entscheiden wird, wird sich zeigen. Es sollen also Uploadfilter kommen und Nachrichtensuchmaschinen dürfen künftig zwar noch einzelne Worte anzeigen, aber keine Überschriften und keine ganzen Sätze. Und nein: ich kommentiere das jetzt nicht mehr.

Zu dieser Einigung ein wirklich großartiger Artikel auf Spiegel Online von Sascha Lobo.

Nicht ganz so drastisch, aber genauso eindrücklich klingt es bei Tobias Weidemann auf t3n.

Und Dirk von Gehlen beschreibt die Problematik mit dem Bild eines Swimming-Pools und den Wahrnehmungsverschiebungen zwischen Schwimmern und Nicht-Schwimmern.

„Kultur-News KW 07-2019“ weiterlesen

Von groben Sitten und unhöflichen Gebärden – die Tischzucht des Caspar Scheidt

Caspar Scheidt Grobianus Tischzucht

Caspar Scheidt oder auch Kaspar Scheid, manchmal auch Scheyt, der Schreibweisen gibt es so einige, wie so oft bei Namen der Frühen Neuzeit und des Mittelalters.

Wir sind inzwischen in der Mitte des 16. Jahrhunderts angekommen mit den Tischzuchten und eigentlich sollte man meinen, dass man nun über die Autoren der Texte doch einiges sagen kann und zumindest ihre Lebensdaten kennt und ein wenig über ihren Lebensweg erzählen kann (bei Hans Sachs etwa war dies ja auch so, ebenso bei Konrad Bollstatter und Clara Hätzlerin). Aber es ist weit gefehlt, wenn man meint, dass dies für alle Autoren jener Zeit Gültigkeit hat. Auch in der Mitte des 16. Jahrhunderts gibt es durchaus noch Menschen, die zwar eine ganze Zahl von Texten hinterließen aber selbst mit ihrer Biographie ein mehr oder minder großes Rätsel darstellen. „Von groben Sitten und unhöflichen Gebärden – die Tischzucht des Caspar Scheidt“ weiterlesen