Kultur-News KW 36-2020

Digitalisierung

  • „Das bisherige Programm „Erschließung und Digitalisierung“ der Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird ab sofort auf die Förderung von Digitalisierung und Erschließung aller potenziell für die Forschung relevanten Objekte erweitert. Anträge im neu akzentuierten Programm können ab sofort eingereicht werden.“ via Museumsbund.
  • Bilder prägen das Geschichtsbild der Menschen; doch Urheberrechtsprobleme verhindern die Zugänglichmachung von Bildern und prägen so ebenfalls das Geschichtsbild. iRights stellt Paul Klimpels Aufsatz „Recht und Geschichtsbild“ vor, der sich mit dem unterschiedlichen Umgang mit Urheber- und Nutzungsrechten in Deutschland, Großbritannien und den USA beschäftigt.
  • Der „Tag des offenen Denkmals“ wird digital! Corona-bedingt findet dieser den Denkmalen gewidmete Tag in diesem Jahr erstmals nur virtuell statt. Auf der Website heißt es dazu: „Menschen engagieren sich im Jahresverlauf tatkräftig für den Erhalt von Denkmalen, als Eigentümer, Architekten und Handwerker, Fachleute oder Förderer. Einmal im Jahr rückt dieses Engagement beim Tag des offenen Denkmals in den Fokus. Das wollen wir trotz der Corona-Pandemie ermöglichen und Handlungssicherheit geben, ganz ohne Gefahr für die Beteiligten. Wir sind fest davon überzeugt, gerade in Krisenzeiten geben uns Kultur und unsere Geschichte halt. Begeben Sie sich also auf eine virtuelle Reise durch unsere faszinierende Denkmallandschaft und erleben Sie Denkmale aus der ganzen Republik.“

Museen

  • ‚Die Sammlung eines modernen Museums muss vollumfänglich rechtmäßig erworben sein‘ – Provenienzforschung an Frankfurter Museen – das Interview dazu bei Frankfurt.Live.
  • Auch eine neu erschienene Studie zeigt, dass die Corona-Pandemie gezeigt hat wie wichtig Digitalisierung im Kultursektor und speziell für Museen ist: „Um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Museen in Europa abzubilden, hat das Netzwerk Europäischer Museumsorganisationen – NEMO eine Umfrage durchgeführt. Vom 24. März bis 30. April 2020 haben knapp 1.000 Museen in 48 Ländern an der Umfrage teilgenommen, die meisten davon aus Europa.“ via Museumsbund.
  • Hilfe in Corona-Zeiten: Düsseldorfer Museen kaufen Werke aus Galerien an, um sie zu unterstützen, dies berichtet aktuell RP-Online.
  • Der Deutsche Museumsbund bittet um Teilnahme an einer Umfrage: „Die Europäische Kommission führt aktuell eine öffentliche Konsultation zur Bewertung der digitalen Transformation des Kulturerbesektors durch. Das Netzwerk Europäischer Museumsorganisationen (NEMO) hat mit weiteren europäischen Organisationen des Kulturerbes eine Stellungnahme verfasst, die über die Beantwortung der öffentlichen Konsultation hinaus, wichtige Aspekte in die laufenden Diskussion einbringen möchte.“
  • Brandenburgische Museen zwischen Homeoffice, Kurzarbeit und Entlassungen – eine Umfrage unter den Brandenburgischen Museen ergab, dass immerhin 38 Prozent finanzielle Unterstützung beantragen mussten. Via Museen-Brandenburg.de
  • „Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin wird sein zentrales Ausstellungsgebäude, das Zeughaus Unter den Linden, für eine Sanierung und Neugestaltung voraussichtlich von Mitte 2021 und Ende 2025 schließen.“ via Monopol-Magazin.
  • Kostenpflichtige App statt Audioguide – Corona und die Folgen im Hofgarten von Veitshöchheim. „Mit der neuen App »Gartenführer Veitshöchheim« lässt sich der Rokokogarten ab sofort bei einem spannenden Hörspaziergang entdecken. Bei dem Rundgang mit 18 Stationen erfahren Gartenfreunde über einen Audioguide Hintergründe zur Geschichte, Idee und Gestaltung des Hofgartens.
    Im Apple App Store sind die Apps »Gartenführer Veitshöchheim« und auf Englisch »Garden Guide Veitshöchheim« für 2,29 Euro und bei Google Play für 1,99 Euro erhältlich.“ heißt es dazu im Newsletter.
  • „Mit der digitalen Lehr- und Lernplattform www.museana.de hat das Archäologische Museum Hamburg – gemeinsam mit seinem medienpädagogischen Partner Promedia Maassen – ein völlig neues Angebot entwickelt, mit dem Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler die Themen des Museums entdecken und fächerübergreifend und bildungsplanbezogen in den Unterricht einbinden können.“ Mehr erfährt man auf Hamburg.de.

Ausstellungen

  • „Wenn viele kreative Menschen zusammen an einem Projekt arbeiten, sind Diskussionen vorprogrammiert – könnte man meinen. Die Volontär*innen der Staatlichen Museen zu Berlin und des Musikinstrumenten Museum zeigen mit ihrer Schau “STATUS MACHT BEWEGUNG”, wie interdisziplinäre und einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit geht.“ Ein Interview auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.
  • Ein „Webb-Game“ der besonderen Art stellt Angelika Schoder bei Musermeku vor: der britische Künstler Thomas Webb vereint hier Spiel mit Nostalgie und digitalem Ausstellungsort.
  • Kulturtussi Anke von Heyl stellt die Ausstellung „B.D. *** MEMORIAL FOR ***E.S.“ von Brigitte Dunkel in der artothek Raum für junge Kunst in Köln vor.
  • Lukas Boch und Anna Klara Falke stellen auf dem Blog „Gespielt“ bei Hypotheses die Ausstellung „Wohlauf lasst uns einen Turm und eine Stadt bauen – Babel in der Bibel“ im Bibelmuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vor in der auch gespielt werden darf.
  • Wenn ein Museum, ein Pop-Up-Store und Fashion sich treffen, dann passiert Neues und Einmaliges, wie jetzt in Stuttgart zur Landesausstellung „Fashion?! Was Mode zu Mode macht“. Mehr zur Aktion und zur Ausstellung gibt es aktuell auf dem Blog des Landesmuseums Stuttgart.
  • „Die Bibel als Sprach- und Kulturgut“ ist der Titel einer Ausstellung in der Niederösterreichischen Landesbibliothek St. Pölten, die vom 25. September bis 30. Oktober 2020 dort zu sehen sein wird. via VÖBBlog.

Bibliotheken / Archive

  • Maximilian Speck von Sternburg und seine Erben“ heißt eine Ausstellung des Sächsischen Staatsarchivs Leipzig. Nun hat das Archiv die zu Ehren des Wollhändlers und Kunstsammlers des frühen 19. Jahrhunderts online gestellt.

Geschichte

  • Das Blog des Jüdischen Museums München stellt Zeichnungen von Gabriella Rosenthal aus der Reihe „Palestine People“ vor. Es sind Geschichten, die das Leben schrieb von Elefanten und Passierscheinen.
  • Eine neue Podcast-Reihe von Studierenden der Uni Osnabrück: „Justus Möser, seine Ideen und Gedanken aus der Sicht der heutigen jungen Generation.“ via Osnabrücker Geschichtsblog.
  • Das Blog des Stadtmuseums Duisburg beschäftigt sich im neuesten Beitrag mit Staaten, die keine mehr sind und den Vorbereitungen auf eine neue Ausstellung.
  • 3D und eine Art der virtuellen Realität im 18. Jahrhundert, damit beschäftigt sich ein Beitrag auf dem Europeana-Blog.
  • „Ob die Pest, die Cholera oder aktuell Covid-19: Seuchen sind Teil der Menschheitsgeschichte. Schon lange bevor es Impfungen gab oder Mikroskope zur Untersuchung von Erregern mussten Gesellschaften Bewältigungsstrategien entwickeln. Diese betrachtet die Broschüre „Entfernte Zeiten so nah: Pandemien und Krisen“, die der Exzellenzcluster „ROOTS – Social, Environmental, and Cultural Connectivity in Past Societies“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) herausgibt, und damit eine Reihe mit historisch-archäologischen Beiträgen zu aktuellen Themen eröffnet.“ via IDW.

Archäologie

  • Ein 4.000 Jahre altes menschliches Skelett, der erste Rheinländer und wie man ihn konserviert. Ein Arbeitsbericht von Susanne Domke auf dem Blog des LVR-Landesmuseums Bonn.
  • „Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten. Das zeigen der Marburger Physiker und Informatiker Dr. Michael Thrun und mexikanische Fachleute für Archäologie am Beispiel von Obsidianwerkstücken, die bei Ausgrabungen geborgen wurden. Das Team veröffentlichte seine Ergebnisse im Fachmagazin IEEE Access.“ via IDW.
  • „Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt. Archäologen der Goethe-Universität Frankfurt und der Ludwig-Maximilians-Universität München analysierten nun erneut verschiedenste Daten zur Rekonstruktion von Fundort und Begleitumständen der Funde. Im Ergebnis muss die Scheibe in die Eisenzeit datiert werden und ist damit rund 1000 Jahre jünger ist als bisher angenommen. Damit sind alle bisherigen astronomischen Interpretationen hinfällig.“ via IDW.

Metz - Lothringen Blick auf Kathedrale Saint Etienne und Temple Neuf
Metz – Lothringen mit dem Temple Neuf und der Kathedrale Saint Etienne – Foto: A. Kircher-Kannemann

Lesenswert

  • Lustwandeln im Park, genauer im Schlosspark, das liebten nicht nur die Könige und Fürsten vor zwei- oder dreihundert Jahren, das lieben wir auch noch heute. Doch, sahen ihre Parks damals so aus wie wir sie heute vorfinden? Oder sind Parks auch Räume im Wandel? Gabriele Ehberger schaut in ihrem Beitrag auf dem Schlösserblog Bayern in den Schlosspark Rosenau und auf den Wandel der Gehölzbestände.
  • „Wenn einem das Glück die vier Buchstaben zeigt…“ dann geht es ein wenig um Corona, ein wenig mehr um eine Ausstellung und ganz viel darum, dass aus einem Unglück manchmal auch ein Glück erwachsen kann. Was es mit dieser doch ein wenig skurril anmutenden Einleitung so auf sich hat, das kann man auf dem Museenblog Nürnberg nachlesen.
  • Denkt man an Kanäle und Brücken, dann denkt man gemeinhin an Venedig, doch es gibt auch noch so einige andere Städte, die die Anmutung eines Klein-Venedig oder auch eines Venedigs des Nordens haben. Mir persönlich fällt da immer zuerst Metz ein. Bei Europeana hat man noch ein paar mehr Städte aufgestöbert auf die diese Beschreibung passt.
  • n diesem Fall: ansehenswert! In der neuen Serie “Who’s Who?” stellt Kultur in Karlsruhe zahlreiche Karlsruher Kultureinrichtungen in kurzen Videoportraits vor. Den Anfang machte das Badische Landesmuseum in einem Video:

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