Kultur-News KW 41-2019

Museum Keltenwelt am Glauberg

Digitales

  • Wikipedia läuft Gefahr zugrunde zu gehen, denn Cliquen beherrschen sie und ziehen die Fäden. So der Tenor eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung. Aus eigenem Erleben kann ich dem nicht widersprechen und entsinne mich an ein zwei Jahre währendes Hickhack über eine Formulierung, wobei die Fakten eigentlich nicht zu diskutieren waren. Es wäre wirklich schade, wenn das Projekt Wikipedia (zumindest die deutsche Version) enden würde nur weil Administratoren ihren Job falsch verstehen. Eine grundsätzliche Veränderung der Strukturen täte wohl not.
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Kultur-News KW 40-2019

Digitales

  • „Das Research Center Sanssouci (RECS) hat in Kooperation mit perspectivia.net, der Publikationsplattform der Max Weber Stiftung, und dem Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft der Universität Potsdam (UP) die Online-Edition der Briefe Markgräfin Wilhelmines von Bayreuth von ihrer Reise nach Frankreich und Italien gelauncht. Die Edition ist ab sofort bei perspectivia.net frei verfügbar. https://quellen.perspectivia.net/de/wilhelmine/start. Mehr Informationen über die Online-Edition gibt es bei recs.hypotheses.
  • Goodbye Open Access sagt nun Public History Weekly und wird künftig Geld kosten – ob der Weg der richtige ist wird die Zukunft zeigen.

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Kultur-News KW 39-2019

Rattenmumie

Digitales

  • Wikipedia hat noch einen weiten Weg vor sich. Vor allem in Sachen Frauenbeteiligung sieht es bei Wikipedia weltweit eher düster aus. Nicht nur, dass in der deutschen Wikipedia nur 15 Prozent aller Biographien einer Frau gewidmet sind (in der englischsprachigen 18 Prozent), Frauen sind auch in der Zunft der Wikipedianer unterrepräsentiert, so Jimmy Wales, Wikipedia-Gründer, in einem ORF-Interview.
  • „Das Projekt OPERAS-P (Open Scholarly Communication in the European Research Area for Social Sciences and Humanities – Preparation) wird die europäische Forschungsinfrastruktur für eine offene wissenschaftliche Kommunikation in den Sozial- und Geisteswissenschaften (OPERAS) beim Aufbau und der Entwicklung ihrer Dienste unterstützen.“ Die Koordination übernimmt die Max Weber Stiftung. via idw.
  • „Open Memory Box“ heißt das Projekt – der Inhalt: 415 Stunden digitalisiertes 8mm Filmmaterial aus den Zeiten der DDR. 150 Familien in 102 verschiedenen Orten zwischen 1947 und 1990. Das Ergebnis: ein unverstellter Blick in den Alltag der Menschen in der ehemaligen DDR. via heise.de.
  • „WISSENSCHAFTLICHE WEBSEITEN #EINLEITUNG — Laura Niebling über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Wissenschaft im Internet.“ via Mediastudies.
  • Der erste Teil wurde gleich mit veröffentlicht unter der Überschrift: „WISSENSCHAFTLICHE WEBSEITEN #1 — Laura Niebling über existenzielle Fragen und das Verhältnis der Wissenschaft zum Internet.“ via Mediastudies.

Museum

  • Noch nicht eröffnet und schon ein großer Auftritt – das LVR-Museum MiQua und eine mittelalterliche Handschrift. Mehr dazu auf dem MiQua-Blog.

Ausstellungen

  • Das Frankfurter Stadtlabor arbeitet an einer neuen Ausstellung, die ab November zu sehen sein wird und ruft dazu auf die eigene Geschichte hier zu teilen und sie zum Teil des kulturellen Gedächtnisses werden zu lassen. Unter dem Titel „Kein Leben von der Stange“ geht es um Migrationsgeschichten in Deutschland. Mehr dazu gibt es auf dem Blog des Historischen Museums Frankfurt.
  • Marlene Hofmann berichtet auf ihrem Blog über eine Ausstellung, die sie für den Heimatverein Göpfersdorf gestaltete und wie sie Geschichte multimedial lebendig werden ließ.
  • In der vergangenen Woche hatte bereits Tanja Praske 11 Ausstellungen in München für den kommenden Herbst besprochen. Nun legt das Blog Museumsperlen nach und präsentiert „ganz schön schräg – skurrile und spannende Herbstausstellungen in Bayern“.
  • Das Bayerische Hauptstaatsarchiv zeigt anlässlich des Weltkindertages vom 24. September bis 7. November eine Ausstellung mit dem Titel „Fabrikkinderarbeit in Bayern im 19. Jahrhundert“. „Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2017/2020 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet.“ Infos zur Ausstellung finden sich bei „Augias.Net“. Mit Kinderarbeit im 19. Jahrhundert beschäftigt sich hier auf dem Blog auch ein Beitrag zur Textilindustrie.
  • „Ab diesem Freitag, 27. September 2019, zeigt die Staatsgalerie Stuttgart die Ausstellung „Jerg Ratgebs Meisterwerk. 500 Jahre Herrenberger Altar“. Der einstmals in der Stiftskirche in Herrenberg aufgestellte Hochaltar ist ein geradezu monumentales Werk: Er ist stattliche 4 Meter hoch und 6,8 Meter breit.“ Mehr zur Ausstellung gibt es auf dem Blog des Landesmuseums Stuttgart.

Johann Gustav Droysen
Johann Gustav Droysen Foto: unbekannt, vor 1868 [Public Domain] via Wikimedia Commons

Geschichte

  • Geschichte lernen mit Chatbots! Kristin Oswald berichtet über ihren Selbstversuch mit „Hier kommt Alex“, einem Projekt von RadioEins. Ihr Fazit fällt grundsätzlich positiv aus, allerdings mit dem ein oder anderen „Aber“.
  • Kaiserinnen mit blauen Flecken – Katrin Keller berichtet auf ihrem Blog „Kaiserin und Reich“ über Patenschaften, Reisen und Familientreffen im 17. Jahrhundert im Hause Habsburg.
  • Wollte Leonardo da Vinci jemals seine Werke in gedruckter Form veröffentlichen? – der Medieval manuscripts blog wirft diese spannende Frage auf.
  • Antia Wiersma beschäftigt sich, ausgehend von der Resolution des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschlands, mit der Frage, ob die Geschichtswissenschaft eine politische oder aber eine apolitische Wissenschaft ist. via Blog Historikerverband.
  • Ergänzt wird dieser Beitrag durch einen Tagungsbericht zur Podiumsdiskussion »(Un-)Politisch? Eine Diskussion über die Herausforderungen der Geschichtswissenschaft heute« vom 14. Februar 2019 in Berlin, verfasst von Jakob Saß.
  • Abschließend gibt es noch eine Stellungnahme von Eva Schlotheuber, der Vorsitzenden des Verbandes zur Resolution und den auf sie folgenden Diskussionen.
  • Passend zum Oktoberfest widmet sich das Schlösserblog-Bayern der Geschichte dahinter. Genauer gesagt geht es um den Ort des Oktoberfests – die Theresienwiese. Im Fokus des Beitrags von Nina Gramüller steht die Namenspatronin: Therese von Sachsen-Hildburghausen.

Archäologie

  • Die Archäologie kann nicht nur die Vergangenheit erhellen und verstehbar machen, auch in Sachen Klimawandel und dessen Folgen ist sie eine hilfreiche Disziplin. via Tagesspiegel.
  • Sonst wird sie immer nur geschrumpft, da ist es erfreulich zu hören, wenn es auch mal einen Ausbau gibt – einen Ausbau der archäologischen Forschung. Die Universität Trier erhält drei neue Professuren und ein neuer Forschungsverbund entsteht mit Fokus auf antike Metropolen und antike Schifffahrt. via Volksfreund.
  • Es grenzt an eine Sensation: In Krefeld-Gellep, auf dem Gelände des ehemaligen römischen Kastells Gelduba mit dem größten erschlossenen Gräberfeld nördlich der Alpen soll im kommenden Jahr ein archäologischer Landschaftspark nach Xantener Vorbild entstehen. via RP-Online.
  • Trinkfläschchen für Babys und Kleinkinder sind beileibe keine neuzeitliche Erfindung. Schon um 800 v. Chr. gab es sie und offenbar waren sie beliebt. via Zeit.de.

Griechisches Symposion, Fresko von 475 v. Chr.
Griechisches Symposion, Fresko von 475 v. Chr. [Public Domain] via wikimedia Commons

Lesenswert

  • Der Musermeku Nicht-Newsletter Nr. 43 ist da und beschäftigt sich mit der Frage, warum Storytelling für Museen wichtig und erfolgversprechend ist und wie es geschehen kann, das eine Kunst-App zu erfolgreich ist.
  • Christian Henner-Fehr hat sich von Anke von Heyl inspirieren lassen und beschäftigt sich aktuell auf seinem Kulturmanagement-Blog mit Ziel- und Bedarfsgruppen im Kulturbereich. Basis dafür ist auch hier die Persona-Methode.
  • Das Deutsche Uhrenmuseum Furtwangen geht auf seinem Blog „immer dem Ticken nach“: „Auf fast 320 km verläuft die Deutsche Uhrenstraße durch den Schwarzwald und die östlich angrenzende Baar. Mit Höhenlagen von 250 m bis 1100 m eröffnen sich dabei immer wieder großartige Aussichten. Ob als Uhrenexperte oder mit dem Mountainbike: Auf dieser Strecke haben alle die Möglichkeit, Uhrengeschichte zu erfahren.“

In eigener Sache

Eine ereignisreiche und spannende Woche liegt hinter mir und auch auf diesem Blog hat sich eine Menge getan. Stück für Stück wird das Blog ein klein wenig umstrukturiert, um es benutzerfreundlicher zu machen und Stück für Stück wird es auch weiter vervollständigt.

Einen ersten Schritt stellen die wirklich langen und ausführlichen Beiträge zu den drei Kernthemen „Kultur“, „Geschichte(n)“ und „Digitalisierung“ dar. Der Beitrag zum Kernthema „Kultur“ ging schon vor einer Weile online, nun folgte der Beitrag zum Thema „Geschichte(n)“. Die Digitalisierung wird bis Ende dieses Jahres folgen.

Außerdem gibt es einen neuen Beitrag zur Esskultur, diesmal ging es ins antike Griechenland.

Last but not least habe ich meine Teilnahme beim #PestQuest im LWL-Museum für Archäologie in Herne verbloggt. Ein Blick in die Ausstellung „Pest – eine Spurensuche“.


Beitragsbild:
aufgenommen beim #PestQuest – Social Media Walk anlässlich der Ausstellung “Pest – eine Spurensuche” im LWL-Museum für Archäologie in Herne
Foto: A. Kircher-Kannemann

Kultur-News KW 38-2019

Schloss Benrath

Digitales

  • „Digitalisierung mit Augenmaß“ fordert Eckhart Arnold, Leiter des Referats für IT und Digital Humanities der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und erklärt, „Warum Digitale Lexikalische Systeme nicht halten, was sie versprechen“ am Beispiel des Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache. via dhmuc.hypotheses.
  • iRights hat eine Liste zusammengestellt, die sich freien Bildungsmaterialien beschäftigt. Es geht um Fragen wie „Wofür braucht es frei lizenzierte Bildungsmaterialien? Wie lassen sich „Open Educational Resources“ (OER) auffinden, nutzen und erstellen? Welche rechtlichen Fragen werfen sie auf?“.
  • Wieder einmal DSGVO: der Bundesrat hat ein neues Gesetz gebilligt, das eine Anpassung von insgesamt 154 einzelnen Gesetzen an die DSGVO vorsieht. Das Gesetz sieht insgesamt vor, dass die Rechte von Nutzern zugunsten von Anbietern eingeschränkt werden. Ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter etwa wird nun erst ab einer Betriebsgröße von 20 Mitarbeitern notwendig sein. via heise.de.
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