Kultur-News KW 20-2019

Adelbert von Chamisso Bild aus "Leben und Briefe des Adelbert von Chamisso", hg. v. Julius Eduard Hitzig, Leipzig 1839

Digitales

  • 37.000 neue Datensätze über die Herrschafts- und Adelsgeschichte, die bislang nur über handschriftliche Findmittel zu recherchieren waren, sind nun online zugänglich über das Archivportal für den Südwesten und bald auch über das Archivportal-D.

 

  • Die Universität Heidelberg hat ein Digitalisierungsprojekt zur eigenen Universitätsgeschichte gestartet. „Gründungsdokumente der Universität Heidelberg sowie weitere bedeutsame Schriftstücke aus dem Bestand des Universitätsarchivs zu erschließen und zu digitalisieren ist Ziel eines Kooperationsprojektes, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert wird. An dem Verbundvorhaben sind auch die Archive der Universitäten Freiburg, Hohenheim, Stuttgart und Tübingen beteiligt. Gemeinsam wollen sie einheitliche Standards entwickeln, um Dokumente zur Universitätsgeschichte online zugänglich zu machen. Die Arbeiten in Heidelberg werden mit rund 120.000 Euro gefördert.“

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Kultur-News KW 19-2019

Augmented Reality im Goethe-Museum Düsseldorf

Digitales

  • Wie die Badische Zeitung berichtet, wollen Freiburgs Museen ihr Bestände in den nächsten 10 Jahren digitalisieren, denn die Ausstellungen zeigen nur einen Bruchteil der tatsächlich vorhandenen Exponate. Unklar sind dabei allerdings die Kosten.

 

  • Es ist 2019 und wir schreiben das Fontane-Jahr. 200 Jahre wäre der Schriftsteller in diesem Jahr geworden. Passend dazu gibt es eine App zu seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg. WDR 2 hat in den Sonntagsfragen dazu einen Beitrag.

 

  • KI – Künstliche Intelligenz und Kunst und Kultur – passt das zusammen? Macht das Sinn und vor allem: wird das überhaupt genutzt? Dieser Frage geht Indra Heinrich auf dem Blog der Staatsbibliothek Berlin nach. „Künstliche Intelligenz in Kunst und Kultur“ heißt ihr Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2019.

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Kultur-News KW 18-2019

Augmented Reality im Goethe-Museum Düsseldorf

Digitales

  • Am 30. April startete eine neue Blogparade: #DHMDemokratie. Veranstaltet wird auch diese Blogparade wieder vom Deutschen Historischen Museum. Anlass ist die Ausstellung „Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie“, die noch bis zum 22. September 2019 läuft. Die Blogparade läuft noch bis zum 28. Mai, also Tastaturen entstaubt und Bleistifte gespitzt, denn Demokratie geht uns alle an.

 

  • Ein Grund zum Jubeln! „CC Search soll die Suche nach frei verwendbaren Bildern unkomplizierter machen. Über 300 Millionen Bilder aus verschiedenen Datenbanken sind durchsuchbar.“ berichtete jetzt t3n. Die Suchmaschine selbst ist hier zu erreichen: https://search.creativecommons.org/

 

  • Ein Grund zu feiern! Aktuell befinden sich in der Digitalen Sammlung der SLUB Dresden über 100.000 Titel und mehr als 1,8 Millionen grafische Medien.

 

  • Auch die UB Heidelberg digitalisiert kräftig weiter und stellte nun 100 griechische Handschriften aus der Bibliotheca Palatina online.

 

  • Wenn Mensch mit Kameras durch ein altehrwürdiges Opernhaus laufen, dann ist wohl wieder einmal ein Instawalk. #Opernhauswalk hieß es im Opernhaus in Bayreuth. Das Ergebnis findet sich natürlich auf Instagram und auch auf dem Blog der Bayerischen Schlösserverwaltung.

 

  • Ein beeindruckendes Projekt auf Instagram: „Eva -Based on a true story. In memory of the 6 million Jews murdered in the Holocaust.“ Der Instagram-Account basiert auf der Lebensgeschichte von Éva Heyman, geboren am 13. Februar 1931 in Rumänien, gestorben am 17. Oktober 1944 in Auschwitz-Birkenau. Es stellt sich die Frage: Was wäre gewesen, wenn es Instagram und Co. damals wirklich schon gegeben hätte?

 

 

 

Museum

  • Was ist eigentlich Kommunikation, wie kann man über Kommunikation kommunizieren und vor allem: wie kann man sie darstellen? Lisa Begeisterung hat die Museen für Kommunikation in Frankfurt und Berlin besucht.

 

  • Das Online-Migrationsmuseum feiert Geburtstag: Es wird bereits 10 Jahre alt! Aus diesem Grund widmete heise.de dem Museum einen Beitrag.

 

  • Ein kleiner Moselort, der Geschichte schrieb und ein Europäisches Museum. Die Saarbrücker Zeitung über Schengen und das Einkaufen von Backwaren. Übrigens Schengen, da war auch was mit Goethe.

 

  • Rin inne Kartoffel … raus ausse Kartoffel, wie man so schön bei uns sagt oder man könnte es auch eine Geschichte aus Schilda nennen: Das Bistum Würzburg schließt das Museum für christliche Frühzeit in Karlburg, das erst im April 2017 eröffnet wurde.

 

 

Ausstellungen

  • „Eine Stadt isst …“ aber was eigentlich und vor allem: Ist essen nur Nahrungsaufnahme oder doch vielleicht vielmehr? Andrea Hahn hat die Ausstellung „Eine Stadt isst“ in Ludwigsburg besucht und stellt fest, dass Essen viel mehr ist: vor allem ganz viel Kultur und Geschichte drumherum.

 

 

  • Das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg zeigt vom 2. Mai bis 30. Juni eine Ausstellung unter dem Titel: „Wenn ich wieder zurückkomme…“. Die Ausstellung ist ein sehr persönlicher Blick auf den 1. Weltkrieg und reiht sich um das Skizzenbuch des Aschaffenburger Künstlers Wendelin Großmann (1894 bis 1969).

 

 

 

Bibliotheken/Archive

  • Wenn jemand zum Bundesfreiwilligendienst in ein Archiv geht, dann hat er eine Menge zu erzählen und auch eine Menge zu erklären. Was so alles, das erzählt Charlotte Heß auf dem Blog des Stadt- und Stiftsarchivs Aschaffenburg.

 

 

 

Geschichte

  • Der 1. Mai fiel in diesem Jahr unglücklich auf einen Mittwoch, also kein Brückentag und langes Wochenende für alle mit 5-Tage Woche. Doch was feiern wir eigentlich am 1. Mai? Wie entstand dieser Feiertag und wie sah er früher aus? Diesen Fragen ging das Blog der Staatlichen Museen Berlin einmal nach.

 

  • War Hatschepsut nicht alleine? – Gemeinhin gilt Hatschepsut als einzige Frau, die Ägypten als Pharaonin regiert hat, aber vielleicht war sie eben doch nicht die einzige. Das zumindest legen einige neue Thesen von Ägyptolog*innen und Historiker*innen nahe, wie jetzt der Standard.at berichtet.

 

 

Archäologie

  • Ein Friedhof aus dem Alten Reich wurde südöstlich des Gizeh-Plateaus entdeckt. Das älteste Grab stammt aus der 5. Dynastie, etwa 2500 Jahre v. Chr.

 

 

Lesenswert

  • Der „Nicht-Newsletter“ von musermeku ist diesmal viral – es geht um Instagram, Museen und eine Kamera im Spiegel.

 

  • Fitness-Tracker sind im Trend aber keinesfalls eine neue Erfindung. Was so modern klingt gab es, wenn auch in einfacherer Form, bereits im 19. Jahrhundert. Damals hieß die Erfindung: Pedometer. Auf dem Blog des Deutschen Uhrenmuseums gibt es die Geschichte dieser Erfindung.

 

  • Viele Menschen waren traurig, entsetzt und emotional betroffen, als Notre Dame in Paris brannte. Viele andere Menschen konnten das überhaupt nicht verstehen und sagten, man solle sich doch lieber um wichtigere Themen kümmern. Doch warum haben Baudenkmäler für viele Menschen einen so hohen Stellenwert? Warum wird ihr Verlust betrauert wie der Verlust eines Menschen? Der Architekturhistoriker Werner Oechslin unternimmt in der NZZ einen Erklärungsversuch.

 

Der Umgang der Herberge im Archäologischen Park Xanten – ein Platz zum Verweilen
Foto: A. Kircher-Kannemann

 

In eigener Sache

Ich blicke zurück auf meine 1. #Kulturwoche. Die Idee zur Kulturwoche wurde abends auf der Couch geboren bei einem Glas Rotwein … mein Mann hatte eine Woche Urlaub, wegfahren ging gerade nicht und ich wollte doch noch unbedingt ins APX und ins Goethe-Museum … warum also nicht all das verbinden und eine Woche sozusagen „Kultur-Urlaub“ vor der Haustüre machen?

Hier die Stationen:

In dieser Kulturwoche habe ich so viele interessante und spannende Gespräche geführt, habe so viel erlebt, gesehen und gelernt, so viel Input erhalten, dass dies garantiert nicht die letzte Kulturwoche gewesen sein wird, denn Kultur – dass habe ich spätestens jetzt wieder erfahren – ist so vielfältig, dass man sich ihr beinahe aus unendlich vielen Blickwinkeln nähern kann und immer neues entdeckt.

Schon jetzt habe ich so viele neue Ideen gesammelt, dass die Kulturwoche wahrscheinlich zu einer mehr oder minder regelmäßigen Veranstaltung auf diesem Blog wird und wer weiß, vielleicht möchte mir ja auch einmal jemand Gesellschaft leisten?!

 

Beitragsbild: Augmented Reality im Goethe-Museum Düsseldorf
Foto: A. Kircher-Kannemann

Kultur-News KW 17-2019

Digitales

  • Anlässlich des vor Kurzem eröffneten „Digitalen Kunsthalle“ des ZDF wirft Angelika Schoder bei „musermeku“ einen Blick auf andere Angebote aus dem Bereich Virtual Reality.

 

  • KI – Künstliche Intelligenz ist nicht nur ein wichtiges Schlagwort der Wirtschaft. Die Künstliche Intelligenz kann auch helfen alte Texte zu entziffern und sie mittels OCR zugänglich zu machen. Clemens Neudecker erläutert auf dem Blog der Staatsbibliothek Berlin die Chancen von KI für die Digitalisierung.
  • In Sachen OCR gibt es nun OCR4all. Das Programm „setzt digitalisierte historische Drucke mit einer Fehlerquote von weniger als einem Prozent in computerlesbaren Text um. Und es bietet eine grafische Benutzeroberfläche, für deren Bedienung kein Informatik-Fachwissen nötig ist.“

 

  • Für alle, die sich etwas intensiver mit Digital Humanities beschäftigen möchten, gibt es nun ein MOOC der Harvard University.

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