Gelduba – „Abenteuer Großgrabung“

Arbeit der Archäologen

Sonderausstellung im Museum Burg Linn – Krefeld

[Pressekonferenz / Werbung]

Gelduba, werden die meisten von Ihnen wahrscheinlich fragen, wo das denn sei und vor allem was das sei?

Gelduba ist der heutige Krefelder Ortsteil Gellep und viel mehr. Gelduba ist ein Schlachtfeld des Bataveraufstandes im Jahr 69 n. Chr. Gleichzeitig war Gelduba ein römischer vicus – ein Dorf und auch ein römisches Kastell. Noch bekannter aber: Gelduba ist auch das größte archäologisch erschlossene Gräberfeld nördlich der Alpen mit rund 6.500 Gräbern, die von der Eisenzeit bis hinein ins 8. Jahrhundert reichen.

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Gelduba oder die Römer zwischen gestern und morgen – 3. #Kulturwoche: Donnerstag

Kastell Gelduba - Krefeld Gellep

Um Christi Geburt war es – wobei, das wusste damals noch niemand – da siedelten sich ein paar wenige Menschen aus dem Römischen Reich an dessen äußerster Grenze an.
Einen kleinen „vicus“ haben sie gebaut an einem ziemlich großen Fluss, der die Grenze des Reiches war – Limes nannte man die.
„Siser“ [1] wuchs hier gut und das war gut, denn „siser“ war in Rom ausgesprochen beliebt, vor allem bei den Reichen, vor allem beim Kaiser. So beliebt war ihr „siser“, dass sogar dieser weit entfernt lebende berühmte Literat und Naturwissenschaftler namens Plinius über sie schrieb.[2] Das war doch was. Woanders hätte man soviel Ruhm und Aufmerksamkeit wohl nicht bekommen. Man hatte sich also offenbar den richtigen Platz zum Siedeln ausgesucht und hatte ein gutes Leben vor sich.

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Jagdschloss – Museum Burg Linn – Museums-Tipp

Burg Linn und Jagdschloss - Mittelalter trifft Frühneuzeit in Krefeld

Nach dem Rundgang durch das Museum von Burg Linn und die eigentliche mittelalterliche Burg nähern wir uns nun der Frühneuzeit und Neuzeit.
Wir gehen heraus aus dem Burghof, über die Brücke hinab in Richtung auf das Rasenoval, das die ehemalige Vorburg prägt.
Zur Rechten steht das Gebäude, das wir uns nun anschauen wollen: das Jagdschloss. Eigentlich ist eher ein Schlösschen und wenn man es genau nimmt, dann ist es eigentlich nicht mal das. Der Ursprung dieses Gebäudes reicht zurück bis ins 15. Jahrhundert, ins Jahr 1488, um genau zu sein. Errichtet wurde es damals als Brau- und Backhaus für die Burg und sah gänzlich anders aus als heute. 1707 dann, zur Zeit der Kölner Erzbischöfe, wurde das in die Jahre gekommene Haus zum Amtssitz des Kurkölnischen Amtmannes umgebaut. Man hatte auch wenig andere Möglichkeiten, denn die Burg war im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs weitgehend einem Brand zum Opfer gefallen.
Kurfürst Clemens August war es, der das Gebäude dann erneut umbauen ließ, denn wenn er einmal zur Jagd in Linn weilte, dann wollte der Herr auch annähernd standesgemäß wohnen. Immerhin hatte er schon Schlösser wie Augustusburg und Falkenlust bauen lassen, da konnte er ja hier nicht in einer Kellnerei nächtigen.
Mit dem Einmarsch der Franzosen im Jahr 1794 hatte die Kölner Herrlichkeit hier aber ein Ende und das Jagdschloss verfiel für zwölf Jahre in einen mehr oder minder tiefen Dornröschenschlaf. 1806 kamen neue Besitzer und damit neues Leben in das alte Jagdschloss. Wer diese neuen Besitzer waren, das kann man noch heute dem Dachreiter entnehmen: Ihn zieren zwei bronzene Greifen, die Wappentiere der Familie „de Greiff“.


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