Von Vielfraßen und höfischem Brauch – Tischzucht aus Bollstatters Spruchsammlung

Wir sind noch einmal in Augsburg und wir sind bei einem Kollegen von Clara Hätzlerin, mit deren Tischzucht wir uns ja schon beschäftigt haben.

Der Mann, der uns die folgende Tischzucht überliefert hat hieß Konrad. Man kennt ihn als Konrad Müller, aber auch als Konrad Bollstatter. Geboren wurde er um das Jahr 1420 bis etwa 1430, so genau weiß man das nicht (aber das kennen wir ja auch schon). Sein Geburtsort war Oettingen, eine kleine Gemeinde in Bayern, die heute zum Landkreis Donau-Ries gehört, im Regierungsbezirk Schwaben. “Von Vielfraßen und höfischem Brauch – Tischzucht aus Bollstatters Spruchsammlung” weiterlesen

Gesäuerte Milch und edles Bier – Zu Tisch in Mesopotamien

Brot

Esskultur in Mesopotamien? – Wo liegt Mesopotamien überhaupt? – Gab es irgendwelche Großreiche in Mesopotamien? – Wieso eigentlich Mesopotamien?

Das sind sicherlich nur ein paar Fragen, die einem so durch den Kopf schießen, wenn man sich die Überschrift dieses Beitrags durchliest. Offen gestanden habe ich mich auch gefragt, was es denn wohl so mit der Esskultur in Mesopotamien auf sich haben könnte und wenn ich ganz furchtbar ehrlich bin, dann musste ich auch kurz überlegen, um die Geographie im Kopf klar zu bekommen und mir ins Gedächtnis zu rufen mit welchen (Groß-)Reichen wir es denn in diesem Landstrich so zu tun haben. “Gesäuerte Milch und edles Bier – Zu Tisch in Mesopotamien” weiterlesen

Vom Unterricht und vom Gespött – #Tischzuchten

Tischzucht Jakob Köbel Bild erste Seite

Jacob Köbel

Die Tischzucht des Jakob Köbel soll uns in diesem Beitrag interessieren.

Die Schreibweisen seines Nachnamens sind fast unzählbar, so findet man ihn als Kobel, Kobelius, Kobelin und Kobilinus und der Vorname Jacob oder Jacobus wird wahlweise auch mit ‚k‘ geschrieben – Jakob.

Gemeint aber ist immer jener Stadtschreiber aus Oppenheim, der etwa um 1462 in Heidelberg geboren wurde: Jakob Köbel. Auch er ist wieder eine jener historischen Gestalten, von denen zwar viel Schriftliches überliefert ist aber von deren Leben im Grunde fast nichts bekannt ist. Sein Geburtsdatum ist geschätzt, der Geburtsort durchaus belegt und so richtig fassbar wird er im Jahr 1494, als er Stadtschreiber von Oppenheim wurde. “Vom Unterricht und vom Gespött – #Tischzuchten” weiterlesen

Von Grobianen und von Narren – Sebastian Brant #Tischzucht

Titelseite "Narrenschiff" von Sebastian Brant in dem auch eine Tischzucht enthalten ist

Wir haben uns mit den Tischzuchten ein wenig weiter bewegt und sind bei Sebastian Brant gelandet. Es geht hinein ins 15. bzw. 16. Jahrhundert und wir verlassen so langsam das Mittelalter.

Aber es gibt immer noch Tischzuchten und sie sind immer noch sehr lang und ausführlich. Wir sehen also: all die Tischzuchten des Mittelalters haben offenbar nicht viel geholfen, noch immer herrscht der “Grobianismus” vor und die Tischsitten sind nicht wirklich fein.
Sollten Sie gerade etwas essen, dann würde ich auch vorschlagen die nachfolgende Tischzucht nicht unbedingt direkt zu lesen, es sei denn Sie haben einen hartgesottenen Magen. “Von Grobianen und von Narren – Sebastian Brant #Tischzucht” weiterlesen