Kultur-News KW 14-2020

Digitalisierung

  • Freier Zugriff auf lizensierte elektronische Ressourcen für Kunsthistoriker*innen via FID-Lizenzen. Es bräuchte mehr solcher Angebote. via blog.arthistoricum.net.
  • Hinweise zur digitalen Lehre gibt es inzwischen auch vom Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft. via historicum.net.
  • Was haben ein jahrtausendealtes Verbrechen und Augmented Reality miteinander zu tun? Auf „Stadthochzwei“ gibt es eine neue Blogserie zu diesem Thema und Informationen zur Entwicklung einer AR-Anwendung.

Zettelkasten #22
Zettelkasten #22 Karl May

Museen

  • Insight Museum während Corona: Das Restauratoren-Blog hat mal nachgefragt, wie es eigentlich Restauratoren jetzt so ergeht und was sie machen. Erste Antworten gibt es in Teil 1 einer geplanten Serie.
  • „Bernhard August von Lindenau war Astronom, Politiker und Kunstsammler. Seiner Stiftung verdankt das Lindenau-Museum eine weltberühmte Sammlung, die vor allem Kunst der Antike und der Renaissance umfasst.“ Auf seinem Blog stellt das Museum nun ein prachtvolles Buch aus dem Jahr 1753 vor: “The emperor of China’s palace at Pekin, and his principal gardens, as well in Tartary, as at Pekin, Gehol, and the adjacent countries. With the temples, pleasure-houses, artificial mountains, rocks, lakes, &c. As disposed in different Parts of those royal gardens. With an exact Elevation of the Great Mogul’s superb throne.”
  • Wer nicht ins Museum kann, der bekommt das Museum jetzt einfach geliefert, zumindest die der Museumslandschaft Hessen-Kassel. Das Projekt „kultur & co“ liefert über InstagramFacebookYouTube und unter www.museum-kassel.de.
  • Über „Aktuelle Möglichkeiten der Online-Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke durch Museen“ informiert der Deutsche Museumsbund.
  • Die Provenienzforschung ist und bleibt ein wichtiges Thema in Museen, doch fällt auf, dass die Quellen zu Frauen noch spärlicher und lückenhafter sind, als die Quellen es gemeinhin eh schon sind. Ein Beispiel, wie die Arbeit gerade an solchen Objekten aussieht, die mit Frauen zu tun haben, liefert das Blog der Staatlichen Museen Berlin.
  • Die Veranstaltungsmanagerin Isabel Schwab berichtet auf dem Blog des Landesmuseums Stuttgart über ihren durch Corona schlagartig veränderten Arbeitsalltag und über digitale Wege im Museum.

Zettelkasten #53 “Kunst ist die Unterschrift der Zivilisation” Beverly Sills (1929-2007) amerikanische Opernsängerin – New York

Ausstellungen

  • Burg Posterstein hat seine Ausstellung „Landschaft nach der Wismut“ ja Corona-bedingt ins Internet verlegt. Auf dem Blog gibt es nun dazu ein Interview mit dem Fotografen Karl-Heinz Rothenberger.
  • „Vor knapp zwei Wochen, am 17.03.2020, hätte unsere neue Wechselausstellung „Von der Isar nach Jerusalem – Gabriella Rosenthal (1913-1975) – Zeichnungen“ eröffnet werden sollen. Stattdessen wurde ein paar Tage vorher das Jüdische Museum München geschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus im öffentlichen Raum einzudämmen. Was bedeutet das nun für die Ausstellung?“ – Antworten und Pläne finden sich auf dem Blog des Jüdischen Museums München.
  • „Das Historische Museum Frankfurt widmet in seiner aufgrund der aktuellen Lage noch nicht eröffneten Sonderausstellung „Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850“ einen Themenbereich auch dem sogenannten Bild der „Neuen Frau“ der 1920er Jahre“. Mehr dazu gibt es aktuell auf dem Blog des Historischen Museums Frankfurt und zwar im Rahmen der Erika-Mann-Vernetzungsaktion.
  • „In Zeiten der Corona-Pandemie verschiebt sich der Museumsalltag mehr und mehr ins Digitale und fordert das Museumsteam immer wieder zu kreativen Lösungen heraus. Am letzten Mittwoch sollte die Eröffnung der Ausstellung „#neuland: Ich wir & die Digitalisierung“ stattfinden. Aufgrund der aktuellen Situation war an eine klassische Eröffnung nicht zu denken.“ Und was macht man dann? Das berichtet Caroline Dörr bei „lebenx0“.

Bibliotheken / Archive

  • Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation, das Museum für Kommunikation Berlin, das Museum für Kommunikation Frankfurt, das Museum für Kommunikation Nürnberg und die Sammlungen und das Archiv für Philatelie öffnen ihre Bibliotheken und Archive digital. via lebenx0.

Geschichte

  • Wer kennt sie nicht, die berühmte „Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter“, verfasst von Ferdinand Gregorovius, einem Preußen, den es nach Rom verschlagen hatte. Bei L.I.S.A. findet sich nun ein Audio, das zum einen eine Lesung aus Briefen von Gregorovius enthält und zum anderen eine Einführung in das Editionsprojekt „Ferdinand Gregorovius. Poesie und Wissenschaft. Gesammelte deutsche und italienische Briefe“.
  • Höher, schneller, weiter – vom Postreiter bis zur elektronischen Post erzählt Anjuli Speiker die Geschichte der Post und der Kommunikation anhand der Dauerausstellung im Museum für Kommunikation in Frankfurt.

Archäologie

  • Das Land Baden-Württemberg fördert ein neues Digital-Lehrprojekt am Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Freiburg mit 400.000 Euro. Bei der digitalen Lehre sollen auch digitale Techniken wie Augmented Reality zum Einsatz kommen. via idw.
  • Wie sah Pergamon eigentlich wohl im Jahr 200 n. Chr. aus? Wo standen welche Gebäude, wo trafen sich die Menschen? Dazu gibt es nun bei L.I.S.A. einen Film.
  • Auch ägyptische Geschichte bzw. Archäologie wird in Zeiten von Corona zunehmend digital. Das Antiken- und Tourismusministerium hat eine Initiative mit dem Titel „Experience Egypt from Home. Stay Home. Stay Safe“ angekündigt. via Blog.Selket.

Lesenswert

  • Wenn die Corona-Krise zur Buch-Krise wird und Amazon eben keine Bücher mehr ausliefert. Die Zeit widmet sich in einem längeren Artikel der Verlagskrise, die durch Corona eingetreten ist.
  • In diesem konkreten Fall: hörenswert! Wer sich für Oper interessiert und schon immer einmal wissen wollte, wie sich denn die so zu Beginn des 20. Jahrhunderts angehört hat, der sollte unbedingt im in der Österreichischen Mediathek, bzw. dem audiovisuellen Archiv des Technischen Museum Wien stöbern gehen. Da nämlich gibt es das Hofopernensemble der Ära Mahler zu hören.
  • Was macht eigentlich die Corona-Pandemie mit der Kulturbranche und ist dies der Moment für die Digitalisierung? – Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Beitrag auf Kultur hoch N.
  • Im 49. Nicht-Newsletter beschäftigt man sich bei musermeku mit dem musealen Selfie-Hype und mit Twitter-Poesie.

In eigener Sache

Die Liste der Museen, die inzwischen #Closedbutopen sind wächst und wächst immer weiter. Auch die Vielfalt der Angebote wird zunehmend größer und reicht von 3D-Rundgängen über Kuratorenführungen bis hin zu Bastelbögen und Memory-Spielen. Da wird wohl hoffentlich für jeden etwas dabei sein.

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