Kultur-News KW 15-2020

Digitalisierung

  • „Weisheit als Haltung (Attitude of wisdom): Um in Krisensituation reagieren zu können, ist es wichtig, sich der Voreingenommenheit und der Begrenztheit der eigenen Überzeugungen und Erfahrungen bewusst zu sein. Diese Haltung kann dabei helfen, dass man in schwierigen Situationen erkennt, alles ganz anders machen zu müssen, als man es bisher getan hat, dass bisheriges Wissen und Kompetenzen auf einmal nichts mehr wert sein können.“ – Christian Holst über Hoffnungen und Enttäuschungen in Sachen Digitalisierung im Kultursektor in Zeiten von Corona.
  • „Ein Zusammenschluss von Vertreter*innen aus Wissenschaft, Recht und Wirtschaft will rechtliche Hürden bei der Bekämpfung der Coronapandemie abbauen – mit einer neuen, auf die Krise zugeschnittenen Open-Content-Lizenz. Forschung und Industrie können damit Patente und Urheberrechte befristet freigeben.“ via i-Rights.
Postkarte 1909 Ostern
Postkarte “Fröhliche Ostern” aus dem Jahr 1909

Museen

  • Monika Hagedorn-Saupe im Interview bei museum4punkt0 über Museen, Digitalisierung und Wünsche: „Ich würde mir auch wünschen, dass das Viele, was bereits heute möglich ist, auch umgesetzt werden könnte und nicht wegen knapper Ressourcen Wunschtraum bleibt.“
  • Das Jüdische Museum München liefert einen zweiten Blick hinter die Kulissen bzw. einen Blick ins Home-Office der Mitarbeiter*innen.
  • Eine Sammlung der digitalen Angebote der Münchener Museen gibt es auf dem Blog Museumsperlen.

Ausstellungen

  • Die Ausstellung „Raffael in Berlin“ zum 500. Todestag des Renaissance-Künstler liegt zwar momentan aufgrund von Corona auf Eis, aber das Blog der Staatlichen Museen Berlin widmet diesem einzigartigen Künstler immerhin einen längeren Blogbeitrag und den Katalog zur Ausstellung gibt es aktuell als PDF-Download.
  • Das Blog des Stadtmuseums Duisburg wirft einen Blick auf die Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“ des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, die eigentlich in Duisburg hätte eröffnet werden sollen, wäre da nicht die Corona Pandemie gekommen.

Bibliotheken / Archive

  • Auch das Deutsche Literaturarchiv Marbach geht nun den digitalen Weg: auf YouTube finden sich Videos mit Lesungen und auf der Website plant man einen Einblick in den Ausstellungsaufbau und ein digitales Begleitprogramm zu #MeinHölderlin. Ab dem 20. April soll es zudem buchbare virtuelle Führungen geben. Pressemitteilung DLA-Marbach.
  • „Die Maus Mitza wagt zusammen mit dem Archivgespenst Ferdi einen Blick in die eigene Familiengeschichte. Der Geist erklärt ihr, wie man im Archiv nach seinen eigenen Vorfahren suchen kann, welche alten Dokumente man dafür anschauen muss – und auch, welche romantischen Entdeckungen man dann machen kann!“ – Eine szenische Lesung auf YouTube vorgestellt vom Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg.

Geschichte

  • Eine Spiegelgalerie und ein König, der Ludwig XIV. ein Denkmal setzte. Jan Braun auf dem Schlösserblog Bayern über ein „Kunstwerk aus dem 19. Jahrhundert und eine Reise zu seinem großen Vorbild“.
  • Das Blog des LVR-Landesmuseums Bonn entführt uns in dieser Woche ins Mittelalter. In zwei Blogbeiträgen geht es um das Alltagsleben im Mittelalter zum einen um den Alltag auf Burgen und dann um Handwerker und Essen.
  • Und für alle, die weniger in der Zeit und dafür mehr in die „Ferne“ reisen möchten gibt es auch „Ein Tag in den Niederlanden“.

Zettelkasten #9 Martin Luther
Zettelkasten #9 Martin Luther

Archäologie

  • „Die Tripolye-Gesellschaften spielen eine wichtige Rolle für die europäische Geschichte. Auf dem Gebiet der heutigen Ukraine, Rumäniens und Moldawiens legten sie in ihrer Spätphase in der Zeit von 4.100 bis 3.500 vor Christus die ersten proto-urbanen, also frühstädtischen, Siedlungen an. Archäologische Funde zeugen von einer intensiven Agrarwirtschaft auf den fruchtbaren Lössböden, einem hohen Maß an sozialer Organisation und handwerklichen Aktivitäten, die unter anderem hochwertige Keramik und fortschrittliche Metallurgie hervorbrachten.“ – Neue Genanalysen geben Aufschluss über den Austausch dieser Kulturen mit den Bewohnern des Umlandes und die Verbreitung der Pest. via IDW.
  • Passend zu Ostern mal eine kleine archäologische Geschichte über Straußeneier. via Spektrum.
  • „Schädelfund schreibt Entwicklungsgeschichte des Menschen neu – Der Homo erectus lebte 200.000 Jahre früher als gedacht und damit zeitgleich mit zwei anderen Vormenschenarten“. via Der Standard.

Lesenswert

  • Alexander Brock und seine Gedanken zu Kultur und Digitalisierung vor, während und nach Corona auf dem Blog Kulturapsekte.
  • Wer lieber zuhört als liest, der sollte sich auf die Seite des Schweizer Rundfunks gehen, denn hier gibt es über 250 Hörspiele für quasi jeden Geschmack.
  • „Kunst wirkt sich positiv auf Körper, Seele und Geist aus. Das stellte die Weltgesundheitsorganisation WHO fest, die heute vor 72 Jahren gegründet wurde und von der wir momentan täglich hören. Weltweit wertete sie ca. 900 Studien zum Thema Gesundheit und Kreativität aus – mit dem selben Ergebnis: wer zum Pinsel, Stift, Ton oder zur Kamera greift, lebt gesünder. Wenn wir kreativ werden, gestalten wir unsere Wirklichkeit – zumindest für einen Moment. Die Gedanken werden ruhiger.“ Mehr über die positive Kraft der Kunst gibt es auf dem Blog Museumsperlen zu lesen.

In eigener Sache

Karfreitag gab es wieder eine Aktualisierung der Kultur-News Extra zu ClosedButOpen #DigAMus #MuseumFromHome.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle Museen und interessierte Personen, die mich mit Links und Hinweisen versehen!

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