Kultur-News KW 40-2020

Digitalisierung

  • Links als „urheberrechtliches Minenfeld“ und eine subjektive Rechtsprechung – mit diesen aktuellen Problemen hat sich Julia Reda auf dem Verfassungsblog ausführlich auseinandergesetzt. Eine Must-Read-Lektüre für alle, die im Internet Content zur Verfügung stellen.
  • # GIFITUP ist wieder da! Unter dem Hashtag # GIFITUP2020 gilt es loszulegen und viele neue lustige, interessante, skurrile und unterhaltsame GIFs zu basteln! Mehr zu den Teilnahmebedingungen gibt es auf dem Europeana-Blog.
  • Super gute Frage! Und vor allem eine Frage, die ich mir seit Monaten aus einem konkreten Grund auch immer wieder stelle: „Warum fremdeln Kulturorganisationen mit der Digitalisierung?“ Holger Kurtz sucht auf KulturData nach möglichen Antworten.
  • Wir bleiben beim quasi beim Thema: Louise Engel und Isabel Neuendorf vom Institut für Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg haben einen Blick geworfen auf „Digitale Kulturangebote im Kontext der Corona-Pandemie“ und die Ergebnisse aus Nutzer- und Produzentenperspektive zusammengefasst.
  • „Im deutschsprachigen Raum gibt es im internationalen Vergleich bislang nur wenige Forschungsergebnisse zur Digitalisierung in der Bildung. Zugleich thematisieren die bislang vorhandenen Studien nur selten die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften. Dabei hat das pädagogische Personal eine zentrale Stellung bei der Digitalisierung von Bildung inne. Zu diesen Befunden kommt der Sammelband „Bildung im digitalen Wandel. Die Bedeutung für das pädagogische Personal und die Aus- und Fortbildung“, der jetzt im Waxmann Verlag sowie online erschienen ist. Herausgegeben wurde er von den DIPF-Forscher*innen Dr. Annika Wilmers, Carolin Anda, Carolin Keller und Prof. Dr. Marc Rittberger.“ via IDW.

Museen

  • Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt und die Welt der Museen, das gibt es schon länger, denn viele Ausstellungskataloge gehören zum Programm der WBG. Jetzt aber bietet die Buchgesellschaft mit „Museenonline“ auch eine virtuelle Museumsplattform an. Auf der Website heißt es: „Museen bilden eine Verbindung zwischen den Wissenschaftler*innen und der Öffentlichkeit. Als Initiatoren der Plattform möchten wir in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Häuser Besuchern die vielseitige Museumslandschaft näherbringen. Sei es das Freilichtmuseum oder die Antikensammlung eines großen Museums, sowie Naturkundemuseen, Kunstmuseen, Volks- und Heimatkundemuseen und viele mehr.
    Wir bieten Ausstellungshäusern eine gemeinsame digitale Plattform, um sich zu präsentieren, ihre Arbeit vorzustellen und ihre Exponate in Szene zu setzen.“
    Einen passenden Hashtag gibt es übrigens auch gleich: #zuhauseimmuseum.
  • Biographien von Migrant*innen und emotionales Lernen – über das Biographien-Portal des Deutschen Auswanderhauses und seine individuellen Zugänge berichtet museum4punkt0.
  • Anfassen und Tasten – in Zeiten von Corona schwierig bis unmöglich. Doch gerade Anfassen und Tasten sind für Blinde und sehbehinderte Menschen dringend notwendig. Was also kann man tun? Der Deutsche Museumsbund und eine Bitte des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands. Ideen unter dem Hashtag #stärkerausderkrise.
  • „Diversität in Museen“ – mehr als ein Schlagwort, das aktuell in aller Munde ist. Das Monopol-Magazin widmet sich dem Thema in einem neuen Podcast unter dem Titel „Ein Museum ist kein Tempel“.
  • Eine zentrale Kustodie und ein „lustvolles Bild von Wissenschaft“ – die Universität Göttingen und ein „vorbildliches Konzept“ der Präsentation historischer Gegenstände. via Frankfurter Allgemeine Zeitung.
  • Nun ist es zu, das alte Papyrusmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek. Aber nicht endgültig, es wird nur grundlegend überarbeitet und vergrößert und dann voraussichtlich im März 2021 wiedereröffnet. via VÖBBlog.

Ausstellungen

  • „Das Londoner Victoria and Albert Museum bietet mit „Curious Alice“ einen Virtual Reality Blick in die Welt von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“.“ Angelika Schoder berichtet bei musermeku über dieses kurios-virtuelle Wunderland.
  • Die neue digitale Ausstellung der Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek beschäftigt sich mit dem Jahr 1918, dem letzten Jahr des 1. Weltkriegs und einem wahrhaften Entscheidungsjahr. Eine kurze Übersicht über die Ausstellung gibt es bei L.I.S.A.
  • Eine streng geheime Ausstellung und viel Spionage gibt es derzeit im Oberbergischen Kreis, genauer gesagt auf Schloss Homburg zu sehen. Material zur Einstimmung findet sich allerdings leider total unverschlüsselt.
  • Die Kinderburg auf Burg Posterstein geht weiter. „Aus dem Alltag eines Burgherrn“ heißt die neue Familienausstellung, die vom 03.10.2020 – 28.02.2021 zu sehen und zu erleben ist.

Bibliotheken / Archive

  • „… ein geradezu typisches Künstlerleben der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ – der Nachlass des Koblenzer Literaturkritikers und Schriftstellers Alexander Baldus (1900-1971) im Stadtarchiv Koblenz.

Geschichte

  • So manches Schloss hat eine ungewöhnliche, manchmal auch skurrile Geschichte. Der Schlösserblog Bayern erzählt die durchaus ungewöhnliche Geschichte von Schloss Linderhof.
  • Der Europeana Blog beschäftigt sich ja öfter mit sportlichen Themen: Diesmal geht um die Box-Legende Max Schmeling, einen Boxer zwischen Bronze und K.O.
  • Geschichte und ihre Wiederholung sind oft ein Thema, zumeist ein heiß diskutiertes und die allermeisten Menschen neigen dazu zu betonen, dass Geschichte sich eben nie wirklich wiederhole. Susanne Wosnitzka allerdings hat nun ein Beispiel gefunden, dass dieser These wohl doch widerspricht. Unter dem Titel „Corona und Cholera – wortgleich wiederholte Geschichte“ vergleicht sie Texte aus Augsburger Tageszeitungen der Jahre 1746 bis 1850 mit heutigen Social Media-Äußerungen und deckt erschreckendes auf.

Archäologie

  • Wie geht die Menschheit eigentlich mit Krisen um? Eine gute Frage in Corona-Zeiten. Das neue Magazin des Deutschen Archäologischen Instituts widmet sich in seiner aktuellen Online Ausgabe unter dem Titel „Resilienz – Vom Umgang mit Krisen“ dieser Fragestellung.

Lesenswert

  • „Wie kann kulturelles, insbesondere baukulturelles Erbe einen Beitrag zu städtischer Lebensqualität und nachhaltiger Stadtentwicklung leisten? Mit dieser Frage befasst sich in diesem Jahr die Reihe „DENKSALON Ökologischer und Revitalisierender Stadtumbau“. Am 9. Oktober 2020 sind Interessierte aus Wissenschaft und Praxis wieder eingeladen, um über aktuelle Herausforderungen des Stadtumbaus zu diskutieren. Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen findet die Veranstaltung in diesem Jahr nur an einem Tag und in digitaler Form statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.“ via IDW.

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