Kultur-News KW 13-2020

Digitalisierung

  • Ein Virus als „Antreiber der Evolution“. In diesem konkreten Fall COVID-19 als Antreiber der Digitalisierung des Kultursektors. Christian Holst beschäftigt sich mit dem Phänomen des Perspektivwechsels der Digitalisierung vom Marketinginstrument hin zum künstlerischen Format bedingt durch den weltweiten Shutdown.

Museen

  • Der Deutsche Museumsbund hat eine Liste von Ideen und Vorschlägen zusammengestellt, wie Museen ganz konkret in der Corona-Krise helfen können. Die Beispiele reichen von der Zurverfügungstellung von Schutzausrüstung bis hin zur Auftragsvergabe an Freiberufler*innen.
  • „Die Ernst von Siemens Kunststiftung unterstützt in der aktuellen Situation selbständige Restauratoren und Wissenschaftler an öffentlichen Museen mit einer neue Förderlinie.
  • Die Ernst von Siemens Kunststiftung fördert Restaurierungen, Ausstellungen, Bestandskataloge und Werkverzeichnisse. Hier sind in den Museen und Sammlungen häufig selbständige Wissenschaftler*innen und Restaurator*innen tätig. Öffentliche Museen und Sammlungen, die in der aktuellen Situation Schwierigkeiten in diesen Projekten haben und Freiberufler in der aktuellen Situation halten oder in Notlagen unterstützen möchten, können sich im Rahmen der Förderlinien bewerben.“ via Deutscher Museumsbund.
  • „Wie können kulturgeschichtliche Museen, die sonst ja auch die Vergangenheit und Gegenwart im Blick haben, darauf reagieren und wie können sie in dem beschränkten Rahmen agieren?“ fragt Nina Gorgus auf dem Blog des Historischen Museums Frankfurt und hat auch gleich einige schöne Beispiele im Gepäck.
  • Und auch gleich eine passende Idee für alle Frankfurter*innen: „Wie werden wir uns in Frankfurt an die Corona-Epidemie erinnern? Was ist uns in Frankfurt wichtig (gewesen) in dieser Situation? Um diese Zeit in der Frankfurter Stadtgeschichte festzuschreiben, möchten wir alle bitten, gemeinsam zu sammeln – Bilder, Texte, Audios, Videos, Fotos, Objekte, Geschichten…“
  • „Das größte einteilige Deckenfresko der Welt“ oder „Giovanni Battista Tiepolo und sein Meisterwerk in der Residenz Würzburg“. Christina Sebastian stellt dieses einmalige Meisterwerk und den Würzburger Hof als „Hort der Künste“ auf dem Schlösserblog-Bayern vor.

Ausstellungen

  • Heute um 10:00 Uhr hat die digitale Ausstellung #Schlössersafari von Burg Posterstein:
  • Die Vernetzungsaktion #ErikaMann ist ein wirklich erfolgreiches und interessantes Projekt der Münchener Bibliothek „Monacensia“ in Zusammenarbeit mit Tanja Praske. Zum Projekt heißt es auf der Website:
    „Ihr könnt bei der Vernetzungsaktion mitlesen und Euch mit den Teilnehmenden vernetzen und austauschen, gerne auch mitdiskutieren. Die Aktion dokumentieren wir mehrfach:
  • „“Bereit für Tag X”: Pop on Paper im Kupferstichkabinett. Am 2. April sollte eine große Schau zur Pop Art im Kupferstichkabinett beginnen – doch dann kam alles anders. Kurator Andreas Schalhorn im Gespräch über eine verhinderte Ausstellung und das Museumsleben im Corona-Lockdown.“ Ein Interview von Sven Stienen auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.
  • „Wie müsste Malerei in Zeiten des Corona-Virus aussehen? In jedem Fall weite Landschaften, menschenleer, sowie Szenen einer Stadt, in der Personen nur vereinzelt auftauchen oder zueinander Abstand halten.“ – Angelika Schoder und die Rezension eines Ausstellungskatalogs, der unerwartet aktuell geworden ist: „Edward Hopper: Malerei in Zeiten von Einsamkeit und Isolation“ auf musermeku.

Geschichte

  • Die Kranenburg ist – zumindest für Niederrheiner*innen – eine der bekanntesten Burgen überhaupt und ein ausgesprochen geschichtsträchtiger Ort. Unter der Überschrift „750 Jahre Kranenburg. Zur Ersterwähnung der Burg Kranenburg am 24. März 1270“ hat sich Manuel Hagemann auf dem Blog Histrhen.Landesgeschichte mit der Kranenburg und den Menschen, die auf ihr lebte beschäftigt.
  • Nonnen – starke Frauen und keine zurückgezogenen Heimchen. Das Blog des Schweizer Nationalmuseums beschäftigt sich mit diesen straken Frauen über die man viel zu wenig weiß.

Archäologie

  • Klopapier ist ja seit dem Beginn der Corona-Krise ein ganz heißes Thema. Da lohnt es durchaus – bei Mangel an Klopapier im heimischen Haushalt – mal in die Vergangenheit zu schauen und sich zu fragen, wie zum Beispiel die Menschen in Steinzeit das Problem gelöst haben. Damals eben, als es noch gar kein Klopapier gab. Die MitarbeiterInnen vom Neanderthal-Museum sind dieser Frage einmal nachgegangen.
  • Mittels 3D-Technik und VR-Brille eine längst verschwundene Burg erleben. Das wird es wohl bald in Österreich geben. Wieder sichtbar werden soll die Burg Konradsheim in Waidhofen an der Ybbs (Niederösterreich). via NÖN.at.
  • In Riekofen in der Oberpfalz haben auf der Suche nach etwas ganz anderem eher zufällig einen fast vollständig erhaltenen Stoßzahn eines Mammuts gefunden. via Süddeutsche.
  • Eine Frage, die sich im Bereich der Archäologie immer wieder stellt ist die nach der Genauigkeit der Radiokarbonmethode. Laut Wissenschaft.de ist sie anscheinend unsicherer als bisher angenommen.

Lesenswert

  • In einem Interview unter dem Titel „Tafelkultur in Krisenzeiten: Wir müssen dieses kulturelle Erbe jetzt schützen“ interviewte Ingolf Kern für das Blog der Staatlichen Museen Berlin die Porzellankuratorin Claudia Kanowski vom Kunstgewerbemuseum „über 230 Jahre „Kurländer Muster“, die ewige Sehnsucht nach dem weißen Gold und darüber, was uns der Genuss von Kultur gerade jetzt bedeuten sollte.“
  • Das Kunsthaus Graz zwischen ungewohnter Stille, wo eigentlich Klang sein sollte und einem Ausnahmezustand, der vielleicht auch Genuss in sich birgt. via Museum-Joanneum.
  • „Liebe Alle! Kultur in Zeiten von Corona – das ist für uns alle in diesen schweren Zeiten eine große Herausforderung! Mir wird bisweilen schon ein bisschen Angst und Bange. Umso mehr weiß ich Entdeckungen wie diese zu schätzen, die mir wunderbare Kulturmomente bescheren. Und das möchte ich natürlich unbedingt mit euch teilen.“  Kulturtussi Anke von Heyl im Interview mit Alexandra Helena Becht und Berkant Özdemir.
  • Kaffee! Um ehrlich zu sein bin ich ja in dieser Hinsicht so etwas wie eine Zweitausgabe von Loreley Gilmore (die Älteren werden sich erinnern 😉). Wer Kaffee mag oder schon immer mehr darüber wissen wollte, dem sei dieser Podcast samt ein wenig Text auf dem Blog des Deutschen Museums empfohlen:

In eigener Sache

Die Sammlung digitaler und virtueller Angebote unter Hashtags wie #Closedbutopen oder #MuseumFromHome und #DigAMus wächst stetig weiter.

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