Kultur-News KW 23-2019

Seracher Dichterkreis

Digitales

  • Kulturflatrate statt Uploadfilter? Seyavash Amini und Andreas Huß  haben sich auf „t3n“ Gedanken über eine mögliche Umsetzung der Urheberrechtsreform der EU gemacht.
  • YouTube ist mehr als Musikvideos gucken, denn Jugendliche nutzen YouTube heute als „Bildungs- und Kulturort“. Verschenken Kulturinstitutionen hier etwa Potential? – Pressemittelung des idw.
  • Ein bisschen Göttlichkeit geht doch immer, oder? Die Columbia University hat wahrscheinlich so gedacht und „Digitaldante“ ins Netz gestellt und das ist mehr als nur die „göttliche Komödie“.
  • I-Rights erklärt, wie CC-Search funktioniert und wie man mittels dieser seit April mit neuer Version am Start befindlichen Suchmaschine möglichst lizenzfreie Bilder finden kann.
  • Bloggen in der Wissenschaft – das heißt: selten bloggen, wenig kommentieren aber viel lesen und darüber sprechen. Die Ergebnisse einer Online-Umfrage auf dem Redaktionsblog von Hypotheses.

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Von Laren, Servietten und feinen Weinen – die Tischzucht des François Le Goullon

Francois Le Goullon "Der neue Apicius"

Es schließt sich ein Kreis und viele Fäden laufen zusammen in der letzten Tischzucht von François Le Goullon.

Lassen Sie mich raten, wenn Sie nicht gerade aus Weimar kommen, dann haben Sie den Namen François Le Goullon noch nie gehört. – Keine Sorge, das ging mir bis vor Kurzem ganz ähnlich und deswegen war ich umso erstaunter, als ich begann mich mit diesem Mann und seinen Werken zu beschäftigen, denn irgendwie hätte ich wohl schon vor Jahren eigentlich über ihn stolpern müssen oder sollen. Bin ich aber nicht.

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Kultur-News KW 19-2019

Augmented Reality im Goethe-Museum Düsseldorf

Digitales

  • Wie die Badische Zeitung berichtet, wollen Freiburgs Museen ihr Bestände in den nächsten 10 Jahren digitalisieren, denn die Ausstellungen zeigen nur einen Bruchteil der tatsächlich vorhandenen Exponate. Unklar sind dabei allerdings die Kosten.

 

  • Es ist 2019 und wir schreiben das Fontane-Jahr. 200 Jahre wäre der Schriftsteller in diesem Jahr geworden. Passend dazu gibt es eine App zu seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg. WDR 2 hat in den Sonntagsfragen dazu einen Beitrag.

 

  • KI – Künstliche Intelligenz und Kunst und Kultur – passt das zusammen? Macht das Sinn und vor allem: wird das überhaupt genutzt? Dieser Frage geht Indra Heinrich auf dem Blog der Staatsbibliothek Berlin nach. „Künstliche Intelligenz in Kunst und Kultur“ heißt ihr Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2019.

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Über Wirte, Gäste und den Knigge – die Tischzucht des Adolph Freiherr von Knigge

Adolph Freiherr Knigge (1752-1796)

Wir sind angekommen bei der, zumindest für Deutsche, bekanntesten Tischzucht überhaupt: dem Knigge, benannt nach Adolph Freiherr von Knigge. Dabei ist „der Knigge“ als solcher viel mehr als eine Tischzucht, er ist eine Benimmregel, die im Grunde alle Bereiche des Lebens umfasst und dazu gehört eben auch das Benehmen bei Tisch.

 

Adolph Freiherr von Knigge – adeliger Spross mit trauriger Kindheit

Der Mann, der hinter dieser umfangreichen Benimmregel steckt war „ein Spross der uradligen niedersächsischen, allerdings verarmten Adelsfamilie Knigge“, wie es bei Wikipedia heißt. Trotz der eher armen Verhältnisse wuchs der a. 16. Oktober 1752 geborene „Spross“ natürlich standesgemäß auf und wurde auch so erzogen, wie es sich für adelige Verhältnisse im 18. Jahrhundert gehörte, zumindest bis zu seinem 14. Lebensjahr. Danach allerdings gestaltete sich sein Leben doch eher kompliziert. Seine Mutter war gestorben, als er 11 Jahre alt war und mit 14 verlor er seinen Vater. Da war das „normale“ Leben eines adeligen Knaben erst einmal vorbei, denn anstelle von Geld und Gut erbte er nur Schulden. Das Anwesen der Familie in Bredenbeck fiel an die Gläubiger und Adolph blieb einzig eine eher magere jährliche Rente von 500 Reichstalern. „Über Wirte, Gäste und den Knigge – die Tischzucht des Adolph Freiherr von Knigge“ weiterlesen