Kultur-News KW 24-2018

Ein tolles Projekt: #KulturWM! Wie man mitmachen kann, das verraten die Herbergsmütter:
https://herbergsmuetter.de/wir-muessen-jetzt-die-koepfe-hochkrempeln-es-ist-kulturwm/

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  • Und das nächste Opfer von DSGVO und EuGH ist zu beklagen: Die Museen in Sachsen-Anhalt schalten ihre Social-Media- Kanäle ab. Erhalten bleibt nur Twitter, das macht dann jetzt ein Ehrenamtler quasi als Liebhaber-Account. Hier ein Auszug aus der Begründung, die sinnvollerweise auf Facebook veröffentlicht wurde:
    Die Empfehlung des Landesdatenschutzbeauftragten des Landes Sachsen-Anhalt an den MV Anfang Mai enthält folgende Hinweise:
    Bei der Nutzung sozialer Medien/Internet müssen aus
    datenschutzrechtlicher Sicht zwei Aspekte berücksichtigt werden:
    1. Verarbeitung von Nutzerdaten, also Daten der Besucher unserer
    Facebook-Seite/Webseite
    2. Veröffentlichung personenbezogener Daten (Namen, Kontaktdaten, Fotos
    etc.) auf unserer Facebook-Seite/Webseite
    zu 1.
    Die Verarbeitung von Nutzerdaten kann z. B. erfolgen, wenn wir
    Kontaktformulare oder Ähnliches bereithalten, mit denen die
    Webseitenbesucher u. U. auch personenbezogene Daten an uns übermitteln können. Des Weiteren können Nutzerdaten durch die Verwendung von Cookies oder den Einsatz von Webanalyse-Tools verarbeitet werden. Dabei ist zu beachten, dass die IP-Adresse des Nutzers ein personenbezogenes Datum darstellt,
    […].
    In Artikel 12 ff. DSGVO finden sich umfangreiche Informationspflichten,
    die bei der Verarbeitung von Nutzerdaten zu beachten sind. Allerdings
    möchte ich darauf hinweisen, dass zeitgleich mit der DSGVO die
    E-Privacy-Verordnung in Kraft treten sollte, die spezielle Regelungen
    für Webseitenbetreiber enthalten wird.
    […] Aus diesem Grund empfiehlt der Landesdatenschutzbeauftragte, auf die Verwendung von Cookies und Webanalyse-Tools vorerst zu verzichten, bis die Rechtslage auch für diese Fälle klar geregelt ist. Andernfalls sind die Verwendung von Cookies, die zur Erbringung des Dienstes nicht erforderlich sind sowie die Analyse des
    Nutzerverhaltens nur mit Einwilligung der Betroffenen zulässig (vgl. Artikel 6 Abs. 1 lit. a DSGVO).
    Problematisch ist die Verarbeitung von Nutzerdaten in sozialen Medien
    wie Facebook. Hier können wir unseren Informationspflichten als Anbieter
    der Facebook-Seite nicht nachkommen, weil wir nicht genau wissen, welche Daten Facebook für welche Zwecke und in welcher Form verarbeitet. Aus diesem Grund und da die Einwilligung, die Facebook von seinen Nutzern bei der Registrierung einholt, nicht den datenschutzrechtlichen Vorgaben entspricht, rät der Landesbeauftragte von der Facebook-Nutzung ab.
    zu 2.
    Die Veröffentlichung personenbezogener Daten auf unserer
    Facebook-Seite/Webseite stellt eine Datenübermittlung ins Ausland dar,
    da ein weltweiter Abruf der Daten möglich ist. Dafür bedarf es einer
    Rechtsgrundlage.
    […] Das heißt, vor der Veröffentlichung der Daten müssen von den
    Betroffenen eine Einwilligung gemäß Artikel 7 DSGVO einholen. Wichtig
    ist dabei, dass wir nachweisen können, dass eine Einwilligung erteilt
    wurde.
    […]
    Die Veröffentlichung von Fotos auf der Facebook-Seite/Webseite, auf
    denen einzelne Personen abgebildet und u. U. sogar namentlich erwähnt
    werden, ist nur mit Einwilligungen der Betroffenen zulässig.

 

 

 

 

 

Schloss Johannisberg
Schloss Johannisberg – Rheingau – Foto: A. Kircher-Kannemann

Digitales

#SchlossGenuss in Schlössern, Burgen, Klöstern & Gärten – Teil 2
https://www.sgd-zu-tisch.de/de/schlossgenuss-fazit-teil-2/

 

 

  • Wird dann demnächst mein Computer Geld von mir fordern? – „Unsinn des Tages: „Wenn Maschinen eigenständig Gedichte schreiben und Bilder malen, muss man ihnen auch die üblichen Urheberrechte zubilligen“:
    https://archivalia.hypotheses.org/72698

 

 

  • Es gibt sie noch, die Kulturinstitutionen, die sich trotz DSGVO (oder vielleicht gerade wegen?) trauen neue Blogs zu eröffnen. In dieser Woche gilt eine „Herzliches Willkommen in der Blogosphäre“ dem Schloss Friedenstein!
    https://www.friedensteinblog.de/

 

  • Und es gibt die Kulturinstitutionen, die sich sogar zu WhatsApp trauen. So das Stadtarchiv Aschaffenburg, das nun über diesen Dienst erreichbar ist:
    https://archive20.hypotheses.org/5702

 

 

 

 

 

 

 

Museum

 

  • Was ist ein qualitativ hochwertiges Museum? Wie muss es aussehen, was muss es machen und beinhalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Publikation des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), der anlässlich einer Tagung im Jahr 2014 und nun online abrufbar ist:
    https://archivalia.hypotheses.org/72680

 

 

 

 

Knauf-Museum Troja
Ausstellungsplakat Knauf-Museum Iphofen “Heinrich Schliemann – Troja”

Ausstellungen

 

  • Der Wormser Dom feiert Geburtstag! Stolze 1.000 Jahre alt wird er in diesem Jahr. Ein Grund für die Stadt Worms sich in Schale zu schmeißen und ein Grund für gleich mehrere Wormser Museen sich mit der Geschichte des Doms zu beschäftigen. Die Ausstellungsreihe ist vom 13.6. bis 14.10 zu sehen:
    https://www.worms.de/de/aktuelles/stadtnachrichten/2018-06-07-15-10-48.php

 

 

 

 

Bibliotheken/Archive

  • Klaus Graf stellt die Frage warum das Stadtarchiv Aschaffenburg nicht bei Hypotheses bloggt.
    Ich hätte da eine Idee: Hypotheses ist eine Plattform, die sich in manchen Bereichen verhält wie Facebook, sprich sie machen etwas, sagen mir aber nicht was sie da machen, welche Daten sie erheben und wie, welche Plugins sie benutzen und was die denn dann wieder machen.
    Deswegen habe ich alle Blogs auf Blogspot gelöscht, deshalb überlege ich auch Hypotheses zu verlassen. In Hinsicht auf das EuGH-Urteil macht nur noch selber hosten Sinn, denn nur dann habe ich wenigstens die Hoffnung auf etwas Kontrolle und auf Einfluss:
    https://archivalia.hypotheses.org/72663

 

 

  • Und manchmal werden auch neue Archive gebaut (man glaubt es kaum). Die Fürsten zu Salm bauen im Bereich der Wasserburg Anholt nun ein neues Archivgebäude:
    https://archivamt.hypotheses.org/6520

 

  • Moderne Aktenkunde – wie sieht sie aus, wie geht man mit dem Schriftgut des 20. und 21. Jahrhunderts um; wie mit E-Mails? Informationen dazu in dem nun online abrufbaren Band „Moderne Aktenkunde“ der Archivschule Marburg:
    https://aktenkunde.hypotheses.org/853

 

 

Geschichte

 

  • „Irren ist Wissenschaft“ oder die Frage: Wo steht Philipp Scheidemann wirklich? Denn nicht jedes Bild zeigt das, was man gelernt hat. Jacqueline Berghahn und Lisa Marie Münster über ein berühmtes Foto, das nicht das zeigt was man gerne hätte:
    https://blogweimar.hypotheses.org/571

 

 

 

 

 

Archäologie

  • Am Montag, 18.06., heißt es wieder #ArchaeoSwap: Deutschlandweit tauschen 11 archäologische Museen einen Tag lang ihre Online-Kanäle. Das wird garantiert wieder sehr spannend!
    https://twitter.com/hashtag/archaeoswap

 

Lesenswert

 

 

 

 

In eigener Sache

 

 

3 Antworten auf „Kultur-News KW 24-2018“

  1. Pingback: Historisches Museum Basel setzt auf Tweed statt Tweet | Archivalia

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