Kultur-News KW 14-2019

Digitales

  • Es tut mir schon fast leid, dass ich das Thema schon wieder aufgreifen muss, aber es hilft ja nix: Wolfgang Tischer hat in einem Artikel auf „literaturcafe.de“ die Folgen der EU-Urheberrechtsreform für Autor*innen zusammengefasst und die sind nicht schön und eher das Gegenteil von dem, was man angeblich ursprünglich erreichen wollte.
  • Und noch einmal „Murmeltier“: IRights fasst die Reaktionen auf die EU-Urheberrechtsreform zusammen.

 

  • Auch positive Nachrichten aus dem Bereich Digitalisierung sind zu vermelden so hat etwa das Land Nordrhein-Westfalen ein auf zehn Jahre angelegtes Verbundprojekt zur Zeitungsdigitalisierung gefördert, das seit Anfang 2017 läuft. Beteiligt am Projekt sind die ULB Münster, das Archiv- und Fortbildungszentrum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR-AFZ) sowie das hbz unter Leitung der ULB Bonn. Insgesamt nehmen mehr als 100 nordrhein-westfälische Gedächtniseinrichtungen am Projekt teil. Startschuss für das Online-Portal „zeit.punktNRW“ (https://zeitpunkt.nrw) war im Juni 2018. Seit Ende März diesen Jahres sind etwa 3.900.000 Seiten online verfügbar.

  • Auch die Landesbibliothek Oldenburg hat ein Digitalisierungsprojekt gestartet. Digitalisiert werden hier historische Regionalzeitungen. Zu erreichen sind erste Digitalisate unter https://digital.lb-oldenburg.de.

 

  • Inzwischen gibt es auch eine umfangreiche bibliographische Datenbank zum Thema Wein. Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz hat die Literaturdokumentation der Gesellschaft für Geschichte des Weins in eine Online-Datenbak überführt. Erreichbar ist diese unter https://wein.lbz-rlp.de.

 

 

Museum

  • Wenn ein Museum 20 wird, dann gibt es Grund zu feiern: So in diesem Fall beim Museum Küppersmühle in Duisburg. In diesem Fall wird mit vielen Sonderaktionen und Goodies für die Besucher*innen gefeiert. Von April bis September ist so ziemlich alles dabei von freiem Eintritt bis zu Kaffee und Kuchen.

 

Plakat zur Ausstellung "Gott, die Welt und Bayern"
Plakat zur Ausstellung “Gott, die Welt und Bayern”

Ausstellungen

  • Wo wir gerade schon beim Museum Küppersmühle in Duisburg waren: Ab Oktober gibt es hier eine neue Ausstellung „Till Brönner – Melting Pott“. Auf der Internetseite des Museums heißt es zu dieser Ausstellung: „Till Brönner, berühmt als Deutschlands Jazz-Musiker Nr.1, ist auf ungewöhnlicher Mission im Ruhrgebiet: Der Künstler, der auch als Fotograf aktiv ist, durchmisst die Region mit der Kamera und realisiert ein ungewöhnliches Portrait der Metropole Ruhr. Vor allem die Gesichter des „Melting Pott“, die Industrie-Architektur und das Nebeneinander verschiedener Nationen und Kulturen in Deutschlands größtem Ballungsraum interessieren den Kosmopoliten Brönner.“  – Man darf wohl gespannt sein.

 

  • Kaufrausch – Konsum – Luxus oder vielleicht auch schlicht Verschwendung. Alles keine neuen Erfindungen und Erscheinungen und spätestens seit den Zeiten der alten Römer oftmals beklagt. „Die neue Ausstellung „Must-have. Geschichte, Gegenwart, Zukunft des Konsums“ stellt ab dem 7. April im LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels in Engelskirchen mit über 450 Exponaten die Entwicklung des Konsums von der vorindustriellen Zeit bis in die unmittelbare Gegenwart vor und wirft Fragen an die Zukunft auf.“ Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung.

 

 

  • Von „Krieg und Frieden, Freud und Leid“ erzählt der dritte Teil der Ausstellung „Gott, die Welt und Bayern“, der ab 15. April in den Schatzkammern der Bayerischen Staatsbibliothek zu sehen ist. Die Exponate stammen aus den Sammlungen der zehn regionalen Staatlichen Bibliotheken Bayerns, darunter ein filigraner Silbereinband eines Augsburger Goldschmieds, eine Karikatur E.T.A. Hofmanns aus seiner Bamberger Zeit, ein handgeschriebener Brief Bertolt Brechts an seine Jugendliebe sowie ein Regensburger Kriegskochbüchlein von 1915.“

 

  • „Die Kabbala (auch Kabbalah), übersetzt „das Überlieferte“, ist eine mystische Tradition des Judentums und bezeichnet sowohl bestimmte („kabbalistische“) überlieferte Lehren als auch bestimmte überlieferte Schriften.“ so zu lesen bei Wikipedia. Eben dieser Kabbalah widmet sich nun eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien und des Joods Historisch Museum Amsterdam. Angelika Schoder bespricht die Ausstellung und den Begleitband auf „musermeku“ unter dem Titel: „Die Kabbalah in der Pop-Kultur: Von Madonna bis Anselm Kiefer“.

 

  • „Aufbruch im Westen“: Schau über die Essener Gartenstadt und die Künstlerkolonie Margarethenhöhe im Ruhr Museum“  – Bernd Berke stellt auf dem Blog „Revierpassagen“ die Ausstellung vor.

 

 

Geschichte

  • Er war Herzog, war Generalfeldmarschall und er war Befehlshaber der preußischen Armee bei der Kanonade von Valmy, jener Schlacht von der Goethe später sagte: „Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.“ – Jürgen Luh erzählt auf dem Blog des „Research Center Sanssouci“ von Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Lüneburg und jener Schlacht im Jahre 1792, die nicht nur ihn berühmt machte.

 

  • „Wer waren die Morloks?“ – Angelika Engel auf dem Blog des Landesmuseums Stuttgart über die Geschichte eines Hofes, eines Schatzes und einer Familie zwischen Wunderheilung und Aberglaube.

 

Goethe
Porträt Johann Wolfgang Goethe von Joseph Karl Stieler [Public domain], via Wikimedia Commons

Archäologie

  • Der Goldberg – eine archäologische Geschichte mit Höhen und vielen Tiefen oder auch: Die Archäologie im Krieg. Fabian Haack stellt die Geschichte der Ausgrabungen und das Schicksal der Goldberg-Funde auf dem Blog des Landesmuseums Stuttgart vor.

 

 

Lesenswert

  • „Für den Schutz und die Pflege von Denkmälern verwenden die öffentlichen Haushalte in Deutschland pro Jahr rd. 500 Millionen Euro. Hinzu kommen die Ausgaben von etwa 1,9 Mrd. Euro für Museen und Sammlungen. Wie Geld für den Schutz und die Präsentation von Kulturgut angelegt ist, zeigen erfolgreiche Projekte aus den Reihen der Zuse-Gemeinschaft, die Forschungsergebnisse auf historische Räume ebenso wie auf neue Bauten oder auf Erdblöcke anwenden.“ Geschichte auf Spur.

 

  • Eine Menagerie in Bildern – Christian Quaeitzsch auf dem Blog der Bayerischen Schlösserverwaltung über Tierbilder in der Residenz München: „Das ist alles tierisch symbolisch gemeint – auf den Spuren des „Physiologus“ in der Residenz“.

 

  • Suschna vom Blog „Textilegeschichten“ versorgt uns wieder einmal mit vielen Neuigkeiten zu Ausstellungen, Büchern uvm. rund um Textiles und Mode.

 

 

Beitragsbild: Europa auf dem Stier
Public Domain, via Wikimedia Commons

 

 

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