Kultur-News KW 15-2019

Digitales

  • Das Luhmann-Archiv ist online! Zum Online-Bestand gehört Luhmanns berühmter Zettelkasten mit ca. 90.000 Zetteln ebenso wie Vorlesungs- und Vortragsskripte und Video- und Audioaufnahmen.

 

  • Facebook und der Hashtag #lmwmittelalter – Einblicke in das Leben und die Welt des Spätmittelalters – eine Aktion vom Landesmuseum Württemberg.

 

  • Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und das LVR Jüdische Museum im Archäologischen Quartier Köln, kurz MiQua arbeiten an einer gemeinsamen App. Sie erzählt und informiert über „Orte der Enteignung, der Machtausübung und der Verfolgung, aber auch Orte der jüdischen Kultur vor 1933 und der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nach 1945. Neben Texten und Fotografien wird auch die Technik „augmented reality“ eingesetzt, um den Besucher*innen einen Eindruck des historischen Zustands des jeweiligen Ortes, Gebäudes oder Platzes zu geben.“

 

Kölner Dom unfertig ca. 1824
Der noch unfertige Kölner Dom, gemalt von Max Hasak (1856-1934) [Public domain], via Wikimedia Commons

Museum

  • Am 10. April war der 1. Internationale Tag der Provenienzforschung – ein wichtiger Tag für Museen und vor allem ein wichtiger Tag, um einmal nachzuschauen woher denn die Exponate stammen, die sich im Museum befinden. Das Lindenau Museum hat einmal nachgeschaut und die Geschichte von „Kitsch“ gefunden.

 

  • Holographie – moderne Technik für den Faustkeil. Das LWL-Landesmuseum Herne arbeitet seit neuestem mit holografischen Vitrinen. Ein erster Prototyp der „Holo-Vitrine“ präsentiert einen Faustkeil. Besucher*innen können so „erleben“ wie so ein Faustkeil überhaupt gemacht wurde und funktionierte. Schon fast fertig ist eine weitere Vitrine mit einer Filigranscheibenfibel und als nächstes geplant eine Holo-Vitrine für eine römische Tonlampe. Susanne Jülich erklärt auf dem Blog des LWL-Museums die Idee und das Projekt.

 

  • Coolibri stellt 8 interessante und sehenswerte Museen in Köln vor, darunter das Käthe Kollwitz Museum, das Museum Schnütgen und für alle Supersüßen: das Schokoladenmuseum.

 

  • In Hanau wurde das neue Brüder-Grimm Museum eröffnet, ein Mitmach-Museum für Groß und Klein. Über die Themen des Museums und seine Konzeption informiert die Pressemappe.

 

 

Ausstellungen

  • Sehnsucht zog sie in die Ferne und Phantasie ließ sie reisen – Annette von Droste-Hülshoff. Wer schon immer ein bisschen mehr über diese außergewöhnliche Dichterin erfahren wollte, der hat nun dazu die Gelegenheit in der Wanderausstellung „»Sehnsucht in die Ferne« – Reisen mit Annette von Droste-Hülshoff“, die aktuell in Berlin zu sehen ist:
    12. April bis 7. Mai 2019
    Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
    Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
    montags-samstags 11-19 Uhr, freier Eintritt

 

  • Genau das Richtige für alle Spielkinder und die, die es geblieben sind: In Bonn gibt’s eine Playmobil-Ausstellung! Mehr als 50.000 Teile wurden verbaut. Die Ausstellung „Playmobil – Technikgeschichte(n)“ basiert auf der privaten Sammlung des Hamburger Künstlers Oliver Schaffer und ist noch bis zum 25. August zu sehen.

 

  • Die Sphinx – halb Mensch, halb Tier, irgendwie mystisch und auch mythisch und irgendwie auch angsteinflößend – auf jeden Fall aber faszinierend. Ein „Zwitter von Schrecken und Lüsten“ hat Heinrich Heine sie genannt. Ihr ist eine Ausstellung im Lindenau-Museum gewidmet, die noch bis zum 22. April läuft.

 

  • Fans von Uhren, speziell von Schwarzwalduhren und dem berühmten „kuckuck-Ruf“ sollten sich jetzt auf den Weg nach Furtwangen machen, denn das Deutsche Uhrenmuseum zeigt eine Ausstellung über diese speziellen und so berühmten Uhren. Unter dem Titel „Tick Tack Tick Tack Trick. Schwarzwalduhren mit Figuren“ ist die Ausstellung vom 13. April bis 3. November täglich von 9 – 18 Uhr geöffnet.

 

  • Ostern naht und was bitte wäre Ostern ohne Eier? Genau: Unvorstellbar und irgendwie nicht Ostern. Doch warum bitte Eier? Das Kreismuseum Zons zeigt noch bis zum 28. April die Ausstellung „EI-nfach schön!“. Zu sehen sind wundervolle und teilweise schon beinah unglaubliche „Ostereier“ aus der Sammlung Georgine und Pavel Hovorak.

 

 

Bibliotheken/Archive

  • „Weimar – Wege zur Demokratie“, das Quellenportal des Bundesarchivs hat nun eine neue virtuelle Galerie online gestellt: Thema ist die Räterepublik in München.

 

 

Geschichte

  • Frauen in Männerberufen, das ist inzwischen eigentlich recht normal geworden. Frauen in der Armee, auch daran hat sich die Welt langsam gewöhnt oder tut es noch. Im 17. und 18. Jahrhundert aber sind Frauen in Männerdomänen eher selten und als Kriegsunternehmerinnen – da sind sie ziemliche Kuriositäten – außer in der Eidgenossenschaft. Nathalie Büsser berichtet auf dem Blog des Schweizer Nationalmuseums über „Frauen im Soldgeschäft“.

 

  • Eine Kaiserin, ein Kardinal-Infant und eine Flucht in Zeiten des Krieges. Katrin Keller über die Flucht der Kaiserin Maria Anna, die am 11. April 1645 begann.

 

  • Wenn ein Hofgärtner auf Reisen geht, dann hat er ganz gewiss eine Menge zu erzählen: Julia Geiger berichtet auf dem Blog des Research Center Sanssouci über das Tagebuch des Heinrich Fintelmann, das er in den Jahren 1849-1850 auf einer Studienreise führte.

 

 

Archäologie

  • Kennen Sie den „Homo Luzoniensis“?  Wahrscheinlich eher nicht, denn dabei handelt es sich um eine neuentdeckte Menschenart, die Forscher auf den Philippinen fanden, wie „Der Standard“ berichtet.

 

 

Lesenswert

  • Wie wir verlernen kritisch zu denken und „Twitter-Gehirne“ bekommen. Die Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf bei NZZ Folio über die Frage warum zu viele Informationen das Denken verkümmern lassen und letztlich eine Gefahr für die Demokratie darstellen.

 

  • Marion Biesalski gewährt auf dem Schlösserblog weitere Einblicke in die Restaurierung der „Gelben Treppe“ in der Residenz München und wir können nachverfolgen wie eine große Frau entsteht.

 

 

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