Kultur-News KW 01-2020

Digitales

  • Culture in Crisis“ heißt es beim Victoria und Albert Museum in London und entstehen soll die weltgrößte Datenbank in Sachen #SavingHeritage – „This free digital resource is a demonstration of the V&A’s ongoing commitment to protecting the world’s cultural heritage and supporting communities that suffer cultural loss, whether through conflict, criminal acts or natural disaster. The Culture in Crisis Programme brings together those with a shared interest in protecting cultural heritage, providing a forum for sharing information, inspiring and supporting action and raising public awareness.
    With your support the Culture in Crisis Portal will become the world’s largest and most accessible database of cultural heritage preservation projects. It enables its users to quickly and easily register their preservation projects, as well as searching for those already in existence.
    Together we can learn from each other, share experiences and work to protect the world’s cultural heritage.“
  • Laut eines EuGh-Urteils vom 19. Dezember 2019 bedarf der Verkauf „gebrauchter“ E-Books der Erlaubnis des Urhebers. via zkbw.
  • „Jean Guillaume Adolphe Fiacre Honvlez alias „Baron Adolf von Hüpsch“ (1730–1805) war ein europaweit bekannter Sammler, Arzt, Aufklärer und Universalgelehrter des 18. Jahrhunderts. Sein um das Jahr 1760 in Köln gegründetes Kunst- und Naturalienkabinett umfasste bei seinem Tod ca. 15.000 Objekte: Gemälde, Skulpturen, Fossilien, Mineralien, Elfenbeinschnitzereien, seltene illuminierte Handschriften, Inkunabeln und historische Kostüme. Die Sammlung verblieb allerdings – wie so manche andere auch – nicht in Köln, Hüpsch bestimmte den Landgrafen Ludwig X. von Hessen-Darmstadt zu seinem Erben. Sie befindet sich heute im hessischen Landesmuseum Darmstadt, der schriftliche Nachlass sowie die historischen Buchbestände aus der Sammlung Hüpsch werden in der ULB Darmstadt aufbewahrt.“ Dieser Nachlass wird nun erschlossen und digitalisiert. via Blog Zeitenblicke.
  • Die UNESCO hat kürzlich beschlossen offene Bildungsmaterialien zu fördern. Allerdings gibt es auch Kritik an Definitionen, denn es fehlt die Erlaubnis Kopien anzufertigen. Mehr dazu gibt es bei iRights.info.
  • Ein digitaler Forschungsraum, der nicht nur Fachleuten, sondern auch Laien zugänglich ist – das ist der Plan der Klassik Stiftung Weimar. Wann dieser Forschungsraum, der ein „Pionierfall“ in Deutschland werden soll, Wirklichkeit wird, das wissen wir leider noch nicht. via zkbw.
  • Eine wundervolle Nachricht zum Jahresbeginn hielt die Kulturstaatsministerin Grütters parat: das Denkmalschutz-Handbuch DEHIO wird digital!

Goethe über das Beste, das wir von der Geschichte haben
Johann Wolfgang von Goethe über Geschichte

Museum

  • Beim Stadtmuseum München heißt es „Willkommen in unseren Sammlungen“! denn die sind jetzt auch digital zu bewundern und ausgesprochen vielfältig. Auf der Seite der digitalen Sammlungen heißt es dazu: „Die Sammlung Online des Münchner Stadtmuseums präsentiert erstmals umfassend Kunstwerke aus allen Sammlungsschwerpunkten des Hauses in digitaler Form. Gewinnen Sie einen Überblick über unseren vielfältigen Bestand unterschiedlichster Objekte aus den Bereichen Angewandte Kunst, Fotografie, Graphik, Gemälde, Mode, Puppentheater und Schaustellerei, Reklamekunst und Stadtkultur.
    Durchsuchen Sie unsere Bestände nach konkreten Begriffen oder steigen Sie über die Zufallsobjekte im Inspirationsbereich in die Sammlung ein. Suchen Sie über die Filter nach bestimmten Objektarten, grenzen Sie Ihre Suche über den Zeitstrahl ein oder beschäftigen Sie sich näher mit einer bestimmten Künstlerin oder einem Künstler.
    Werke, die frei von Urheberrechten sind, können Sie über die Lupenfunktion im Detail betrachten, herunterladen, weiterbearbeiten und teilen.
    Thematisch strukturierte Alben laden zu einem vertieften Einstieg in unsere Sammlungs- und Forschungsarbeit ein.
    Aktuell finden Sie hier eine Werkauswahl, die einen Querschnitt durch unsere Bestände zeigt. Zu sehen sind sowohl aktuell ausgestellte Arbeiten als auch solche, die sich zur Zeit in den Depots befinden. Die Sammlung Online wächst beständig, es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen.“
  • 111.662.229 Besuche in insgesamt 6.741 Museen, um genau zu sein in 4.865, denn nur so viele haben ihre Besucherzahlen tatsächlich gemeldet. Damit liegt die Besuchszahl um 2,4% niedriger als im Vorjahr. Die meisten Häuser machten tatsächlich das Wetter dafür verantwortlich. via smb.museum.
  • Henning Mohr, Christoph Constantin Niemann und Katharina Knapp über „Hidden Potential“ in Museen und wie man das Innovationspotential „in den Köpfen von Museumsbeschäftigten“ nutzen kann.
  • Museumsarbeit ist hoch professionalisierte Arbeit. Wie diese aussieht, was Leitung und Organisation eines Museums ausmacht, wie wissenschaftliches Arbeiten integriert wird und die Sammlungen organisiert, wie Bestände erhalten werden und vieles mehr zeigt der Leitfaden „Professionell arbeiten im Museum“ des Deutschen Museumsbundes.
  • Sie gehen gerne ins Museum? Gut – dann haben Sie alle Chancen lange zu leben, wie Forscher nun herausgefunden haben, denn die Teilnahme an kulturellen Aktivitäten soll tatsächlich eine lebensverlängernde Wirkung haben. via Monopol-Magazin.
  • Wie kommt eigentlich das Wissen ins Museum? Stephanie Pearson beschäftigt sich mit dem Museum als „Verwahrungsort des Wissens“ und mit der Frage, wie Objekte ins Museum kommen und Wissen über sie erlangt wird. via Blog SMB.
  • Museen können süß sein! Wieso, warum und vor allem welche Museen süß sind, das findet man auf dem Blog Museumsperlen heraus.
  • Der Terroranschlag auf die Synagoge in Halle schlägt sich nun auch auf das dortige Stadtmuseum nieder. Zwar gibt es bereits eine Abteilung, die sich mit dem jüdischen Leben in der Stadt beschäftigt, diese soll nun aber erweitert und ergänzt werden. via Monopol-Magazin.
  • Nun ist es zu, das Lübecker Buddenbrookhaus und das für voraussichtlich drei Jahre in denen es umfassend renoviert wird. Auch ein neues Ausstellungskonzept ist in Arbeit. via Welt.de.
  • Zehn Jahre ist es her seit die Neue Residenz in Bamberg geschlossen wurde, um saniert zu werden. Am 17. September 2020 soll sie nun in neuem Glanz und mit neuer Dauerausstellung eröffnet werden. Die Wartezeit bis dahin soll uns allen verkürzt werden mit monatlichen Blicken hinter die Kulissen. Den Anfang macht Sebastian Karnatz auf dem Schlösserblog Bayern mit „Sechs Fürstbischöfen beim Billard“.

Ausstellungen

  • Social Media – sie haben die Kunst verändert und sind gleichzeitig selber zu einem Teil der Kunst geworden. Wie die gegenseitige Beeinflussung aussieht zeigt das Museum der bildenden Künste in Leipzig in einer Ausstellung unter dem Titel „Link in Bio. Kunst nach den sozialen Medien“. Angelika Schoder berichtet auf Musermeku über diese Ausstellung.
  • Und noch eine Ausstellung hat Angelika Schoder für Musermeku besucht: Die „endgültige Titel-Ausstellung“ zum 40-jährigen Jubiläum des Satiremagazins Titanic, die noch bis zum 2. Februar im Frankfurter Caricatura Museum zu sehen ist.

Bibliotheken/Archive

  • Das Hessische Landesarchiv läutet ein neues Zeitalter ein und veröffentlicht pünktlich zum Jahresbeginn seine Digitalstrategie für den Zeitraum 2020-2025.

Sigmund Freud über Kultur
Sigmund Freud über den Nutzen der Kultur

Geschichte

  • Eine unbekannte aber faszinierenden Frau: Maria von Linden (1869-1936), Pionierin des Frauenstudiums in Deutschland. 1895 wurde sie als erste Frau in Deutschland zum „Scientiae naturalis doctorem“ (Dr. rer. nat.) promoviert. Studiert hat sie als außerordentliche Studentin, ohne Immatrikulation, in Tübingen und ging dann später nach Bonn. via Uni Tübingen.
  • Über standesgemäße Trauerfeierlichkeiten in Zeiten des Krieges berichtet Katrin Keller auf dem „Kaiserin-Blog“. Thema ist der Tod der Kaiserin-Witwe Maria Amalia am 11. Dezember des Jahres 1756.
  • Das schwerste Lawinenunglück der deutschen Geschichte und was das alles mit einem Mittelgebirge und mit schönen Uhren zu tun hat. Die Geschichte zur Geschichte findet sich auf dem Blog des Deutschen Uhrenmuseums Furtwangen.

Lesenswert

  • Zwar ist das Weihnachtsfest schon wieder Geschichte, doch da nach dem Fest ja immer auch schon vor dem Fest ist, kann man diese Geschichte über die Liebe Ludwigs II. von Bayern zum Weihnachtsfest wohl auch jetzt noch lesen. Sie beginnt mit den Worten: „Nun nahen ja wieder die theuren (sic!) Weihnachtswochen, die ich stets mit gleicher Freude begrüße; sie gehören doch immer zu den schönsten des Jahres!“ via Schlösserblog Bayern.
  • Und noch ein kleiner Nachklapp zu Weihnachten: Geschichten rund um Krippen im Museum Burg Posterstein. via Blog-Burg Posterstein.
  • Ein Porzellanservice für Porzellanliebhaber und Ornithologen. Rotkehlchen, Drosseln und Gimpel für König Friedrich Wilhelm II. von Preußen. via Recs.hypotheses.
  • Die Mathildenhöhe in Darmstadt ist ein einzigartiges Zeugnis des Jugendstils. Einst wurde die Künstlerkolonie vom Großherzog Ernst Ludwig zu Hessen und bei Rhein initiiert und war die Heimat vieler wichtiger Jugendstilkünstler. Bereits 2011 ging man hier die Bewerbung zum Welterbe an. Mitte dieses Jahres wird sich entscheiden, ob die Aufnahme in die UNESCO-Liste Erfolg hat. via Monopol-Magazin.
  • Musermeku zieht mit dem letzten Nicht-Newsletter des Jahres Bilanz und sagt, was sie sich für das Jahr 2020 wünschen.

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