Kultur-News KW 20-2020

Digitalisierung

  • Insbesondere seit #Closedbutopen und der Corona-Krise erfreuen sich Live-Streams auch bei Museen und Kultureinrichtungen großer Beliebtheit. Doch wie sieht es mit der rechtlichen Lage bei solchen Live-Streams aus? iRights hat sich ausführlich mit der Frage beschäftigt.
  • Weitere Informationen zu Live-Übertragungen in Instagram Storys gibt Damián Morán Dauchez bei musermeku.

Museen

  • In Nordrhein-Westfalen tut sich was in Sachen Museen: Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe sowie das Kultusministerium des Landes finanzieren ab Herbst einen neuen Museumsverband, dem insgesamt 260 Museen angehören werden. via WDR.
  • „Um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Museen abzubilden, hat das Netzwerk Europäischer Museumsorganisationen – NEMO eine Umfrage durchgeführt. Vom 24. März bis 30. April 2020 haben knapp 1.000 Museen in 48 Ländern an der NEMO-Umfrage teilgenommen, die meisten davon aus Europa. Die Ergebnisse liegen nun vor, und zeigen einen Sektor, der trotz finanzieller Rückschläge agil ist und sich an die neue (digitale) Normalität angepasst hat.“ via Museumsbund.
  • Wenn eine Museumsmitarbeiterin einen Schaufensterbummel durch das München der 1920er Jahre macht, dann sitzt sie a) im Homeoffice wegen Corona und b) hat sie eine Menge zu erzählen auf dem Blog des Jüdischen Museums München.
  • Außerdem geht das Jüdische Museum München im Rahmen von #danachdenken einer interessanten Frage nach: „Im Rahmen von #danachdenken stellen wir uns diese Woche der Frage, ob und wie sich das veränderte Verhältnis von Nähe und Distanz auf die Ausstellungsgestaltung auswirkt. Lassen sich unsere Ausstellungen zu jüdischer Geschichte und Kultur immer noch – im wahrsten Sinne des Wortes – greifbar machen?“
  • Museen im Ausnahmezustand, Museen, die geschlossen sind und keine Besucher*innen haben und Museumsmitarbeiter, die im Homeoffice sitzen. Das alles gab es in den letzten Wochen weltweit. So langsam ändert sich die Lage wieder und Museen bereiten sich auf die Wiedereröffnungen vor oder haben sogar schon wieder geöffnet. Doch was ging eigentlich so alles hinter den Kulissen vor sich? Darüber berichtet das Blog des Deutschen Uhrenmuseums Furtwangen.
  • Wie wird man ein Museum für alle? – Das Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz und die Suche nach den Barrieren. Mehr zum Projekt gibt es auf dem Blog des SMAC.
  • Dirk von Gehlen über Joseph Mallord William Turner und eine besondere Museumsaktion:

Ausstellungen

  • „Anna Catharina-Gebbers und Charlotte Knaup betreuen im Hamburger Bahnhof die Ausstellung “Magical Soup”. Hier werfen sie einen Blick auf die Geschichte der Medienkunst und erklären, was sie leisten kann.“ mehr dazu auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.
  • Das Ende der Corona-Schließungen lässt nun auch wieder den Besuch von Sonderausstellungen zu, wie etwa der Pop-Art Ausstellung im Berliner Kupferstichkabinett. Mehr zur Ausstellung gibt es auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.
  • „Gerade vermeldeten viele Museen noch Rekordbesucherzahlen für 2019, da wurde der Ausstellungsbetrieb komplett eingefroren. Auch nach dem Corona-Lockdown hat die Blockbuster-Schau als Maß aller Dinge vorerst ausgedient. Was kommt stattdessen?“ Daniel Völzke im Monopol Magazin über die Zukunft der Museen.
  • „Mit MODEBILDER hat die Draiflessen Collection erstmalig ein rein digitales Format entwickelt, das ab dem 13. Mai 2020, 17 Uhr auf der Homepage zu erleben ist. Diese Präsentation vermittelt interaktiv die Mode der 1920er-Jahre, macht die in dieser Zeit innovative Kleidungsproduktion von C&A erfahrbar und wirft einen konzentrierten Blick auf die Bekleidung für Damen, Herren und Kinder aus dieser Zeit.
    Ein Dutzend Geschichten lassen in die Welt von Angebot und Werbung von C&A, aber auch grundsätzlich in die Welt der Mode der 1920er-Jahre eintauchen.“

Bibliotheken / Archive

  • Lesen Sie auch hin und wieder Horoskope oder sind sie gar ein echter Horoskope-Fan? Dann sollten Sie unbedingt den Blog-Artikel des Medieval Manuscript Blogs lesen, denn hier geht es um sehr alte Horoskope, Sterne und ein wenig Glück.

Geschichte

  • Teppiche – wir treten sie heute zumeist mit Füssen, aber dafür waren sie ursprünglich gar nicht gedacht. Eigentlich gehören sie an die Wand, vor allem dann, wenn sie auf opulente Art Geschichten erzählen, so wie die Sammlung an Bildteppichen über die Christian Quaeitzsch auf dem Schlösserblog Bayern berichtet.
  • Auch mit der Residenz Ellingen und ihrer Geschichte geht es weiter auf dem Schlösserblog Bayern. In dieser Woche widmet man sich einer Figur des Heiligen Georg.
  • Eine bewegende Geschichte: „1945 war das letzte Jahr des Zweiten Weltkrieges. Als es begann, war alles andere als ein Sieg der Alliierten bereits unmöglich – zu groß war ihre Überlegenheit, zu unterlegen waren die Reste der deutschen Streitkräfte. Und doch dauerte es noch viereinhalb Monate bis die letzten Schüsse fielen. Bis dahin forderte der Krieg zahllose weitere Opfer. Thomas Jander, Sammlungsleiter und Kurator der Intervention „Deportiert nach Auschwitz“ schreibt über den langen Weg zum Schweigen der Waffen in Europa mit einem Blick auf die Geschichte der Holocaust-Überlebenden Sheindi Miller-Ehrenwald.“ via Blog des Deutschen Historischen Museums.
  • Hannah Arendt – eine Denkerin zwischen Weltuntergang, Freiheit und Krise. Maike Weißpflug auf dem Blog des Deutschen Historischen Museums über die Frau, die dieser Tage so gerne zitiert wird.

Archäologie

  • 2.000 Jahre Siedlungsgeschichte in Bad Lippspringe können nun noch besser nachverfolgt werden dank einer Grabung, die vor allem zahlreiche Scherben aus römischer und vorrömischer Zeit zutage förderte. via LWL-Archaeologie-Blog.
  • Architekturplanung in der Steinzeit und der älteste Tempel der Welt – neue Erkenntnisse zu Göbekli Tepe. via Wissenschaft.de.
  • „Ein internationales Forschungsteam berichtet über neue Fossilien des Homo sapiens aus der Bacho-Kiro-Höhle in Bulgarien. Diese wurden auf ein Alter von etwa 45.000 Jahren datiert und zusammen mit Steinwerkzeugen, den Überresten gejagter Tiere, Knochenwerkzeugen und persönlichen Schmuckgegenständen gefunden. Die neuen Entdeckungen dokumentieren den frühesten bekannten Homo sapiens aus dem Jungpaläolithikum und verschieben den Beginn dieses bedeutenden kulturellen Übergangs in Europa weiter in die Vergangenheit.“ via idw.

Lesenswert

  • Otto Lilienthal, ein 125 Jahre altes Flugzeug und eine ganz besondere Herausforderung für die Restauratoren. Wie sie das Puzzle lösen kann man auf dem Blog des Deutschen Museums nachlesen.
  • „Ziel ist es, die deutsche Kulturlandschaft mit ihren speziellen Bedürfnissen und in ihrer ganzen Vielfalt zu erhalten und möglichst rasch wieder viele Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler sowie für weitere Beschäftigte im Kulturbetrieb zu schaffen“. – Kulturstaatsministerin Monika Grütters über ein Zukunftspaket für die Kulturbranche. via Monopol Magazin.
  • Drei Jahre im Leben einer studentische Volontärin im LWL-Landesmuseum für Archäologie in Herne erzählt auf dem Blog des LWL-Museums.
  • „In Berlin startet mit „Saving Antiquities“ ab Oktober 2020 ein innovatives Projekt, welches das Zusammenwirken der verschiedenen Akteure im Bereich des Kulturgutschutzes interaktiv für die breitere Öffentlichkeit erfahrbar macht. Das Projekt wird für zwölf Monate von der VolkswagenStiftung im Programm „Weltwissen. Strukturelle Förderung Kleiner Fächer“ (Förderlinie 2: Wissenschaftskommunikation) mit knapp 100.000 Euro gefördert. Zielsetzung des Projekts ist es, die Rolle und Bedeutung der Altertumswissenschaften für den Erhalt des kulturellen Erbes nachvollziehbar zu machen. Im Zentrum steht die Entwicklung eines kooperativen Gesellschaftsspiels.“ via idw.
  • Es war schierer Zufall, dass ich hineingeschaltet habe in die letzte Sendung von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf – bedrückt und nachdenklich ließ sie mich zurück. Mehr zur Sendung und zu „Männerwelten“ in einem Beitrag des Monopol Magazin.

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