Kultur-News KW 21-2020

Digitalisierung

  • 3D-Modelle historischer Architektur erfreuen sich seit vielen Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten, großer Beliebtheit. Die Untersuchung von Heike Messemer unter dem Titel „Digitale 3D-Modelle historischer Architektur: Entwicklung, Potentiale und Analyse eines neuen Bildmediums aus kunsthistorischer Perspektive, Heidelberg: arthistoricum.net, 2020 (Computing in Art and Architecture, Band 3).“ gibt es nun als Download bei der UB Heidelberg.
  • Eine Online-Sammlung aufzubauen, das versuchen viele Museen und auch Archive, doch wie macht man es richtig? Wer ist eigentlich das Zielpublikum und vor allem: Wie sucht das Zielpublikum eigentlich? „Stephanie Thom, Timo Schuhmacher und Josefine Otte berichten über ihre Nutzertests mit WissenschaftlerInnen zu Online-Recherche-Verhalten.“ Erste Ergebnisse bei Museum4punkt0.
  • Kleiner digitaler Bot-Spaß mit #DescribeMyArt: einen englischen Bildtitel eingeben und sich erklären lassen, wie sich die KI das passende Bild dazu vorstellt. via KulturData.
  • „Wie können Museen, Bibliotheken und Archive ihre Sammlungen digital öffnen und rechtssicher der Allgemeinheit zugänglich machen? Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die neue Fachzeitschrift „Recht und Zugang“.“ Mehr zur neuen Open Access-Zeitschrift findet sich bei iRights.
  • Ein Plus von 200 Prozent im AppStore konnten manch digitale Angebote von Museen im März zu Beginn der Corona-Krise verzeichnen. Ob der Zuspruch zu digitalen Kulturangeboten so hoch bleibt ist eine berechtigte Frage. Fakt aber ist, dass sich durch Corona eine Weltsicht verändert hat und immer mehr Kulturinstitutionen die Vorteile der Digitalisierung erkennen. Mehr zu VR- und 3D-Angeboten in einem Beitrag von Friederike Voigt bei Redshift.

Museen

  • Corona und die Digitalisierung der Museumswelt – ist das längst notwendig gewesen und kommt nun endlich oder ist es ein Ausdruck tiefer Verzweiflung? „Katrin Bucher (KB), Martin Grabner (MG), Katia Huemer (KH), Elisabeth Schlögl (ES), Barbara Steiner (BS), Anita Brunner (AB) äußern sich bis zur Wiedereröffnung des Kunsthauses wöchentlich über Digitalisierung im Kulturbereich, Chancen und Risiken.“ im Blog des Museum Joanneum.
  • „Digitale Beziehungen zwischen Menschen und Museen“ oder die Geschichte eines Vortrags, der plötzlich eine ungeahnte Relevanz erhält. via Blog Museum Joanneum.
  • Unter dem Titel „Museen brauchen starke Fürsprecher“ stellt das Blog der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein, kurz siwiarchiv, drei Fragen an Barbara Rüschoff-Parzinger, die Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfallen-Lippe zum neu entstehenden Museumsverband NRW.
  • „Am 21. Dezember 2018 endete in Deutschland die rund 200 Jahre zurückreichende Tradition der Steinkohleförderung. Im Sommer 2018 konnte Sammlungsleiterin Dr. Sabine Witt noch einmal bei einer Grubenfahrt die Arbeit unter Tage kennenlernen. Anlässlich der Schenkung mehrerer Objekte aus der Zeche Prosper-Haniel seitens des Betreibers, der RAG Aktiengesellschaft, berichtet sie von ihrer Grubenfahrt, den Arbeitsabläufen im Bergbau und den Objekten, die sich jetzt in der Sammlung des Deutschen Historischen Museums befinden.“ via Blog des Deutschen Historischen Museums.
  • Der Schlösserblog Bayern gibt „kurz vor der Wiedereröffnung für unsere Besucherinnen und Besucher eine kleine digitale und analoge Wasserstandsmeldung aus dem Herzen des Bamberger Welterbes.“ Dazu gehört auch die „Digitale Residenz“.
  • Für König Ludwig I. von Bayern mussten Frauen um schön zu sein jung sein, schlank und exotisch. Für die junge Gabriella Rosenthal, die 1935 nach Jerusalem floh sah das schon ganz anders aus und wie geht es uns heute? Was finden wir schön? Das Jüdische Museum München und die ganz persönlichen Schönheitsgalerien.
  • Sie sind weltberühmt und sie waren nun lange nicht zu sehen: die Mercator-Globen. Dringende Sanierungsarbeiten im Bereich der Mercator-Schatzkammer waren nötig. Was alles geschah, das kann man nun auf dem Blog des Stadtmuseums Duisburg nachlesen.

Ausstellungen

  • „Im Rahmen von Imagine the City zeigt der Künstler Gerrit Frohne-Brinkmann eine Installation mit dem Titel “Backdrop” in der Hamburger HafenCity.“ Angelika Schoder berichtet darüber bei musermeku.
  • „Architektur dient nicht nur einer Funktion, sondern verdeutlicht auch die Werte und Ideale einer Gesellschaft. Die Auseinandersetzung mit Architektur und ihren Formen, Funktionen und Wirkungen hat sich zu einem bedeutenden Thema in der bildenden Kunst entwickelt.“ Gedanken im Zusammenhang mit der Ausstellung „Glas und Beton“ zu „Tristesse in Beton“ und „Utopie in Glas“ von Anna Schloen auf dem Marta-Blog.

Geschichte

  • Eine Reise um die Welt im 19. Jahrhundert – die seltsame Geschichte des serbischen Journalisten und Schriftstellers Milorad Rajčević auf dem Europeana-Blog.
  • Das Ende des einen Forschungsprojekts ist in diesem Fall erfreulicherweise auch gleich der Anfang eines neuen Forschungsprojekts: Katrin Keller über „Kaiserin und Reich“ und die Briefe von Kaiserin Eleonore Magdalena von Pfalz-Neuburg. Mehr zu beiden Projekten auf dem Blog „Kaiserin.hypotheses“.

Archäologie

  • Am 20. Mai 1895 war das „Wetter klar und gut“, es war windstill und 87 Arbeiter traten zum Dienst an. Diese Informationen notierte der Archäologe Otto Benndorf in sein Grabungstagebuch. Der Ort an dem er sich befand ist inzwischen seit 2015 UNSECO Welterbestätte und sorgt seit 125 regelmäßig für neue teils spektakuläre Funde – die Rede ist von Ephesos. Mehr zur Geschichte der österreichischen Grabungen an diesem Ort gibt es beim ORF.
  • Mit der „Mumienmacher-Industrie im Alten Ägypten“ beschäftigt sich ein Beitrag von National Geographic.
  • „Sie zählen zu den wichtigsten archäologischen Funden des 20. Jahrhunderts. Die Qumran-Rollen enthalten 2000 Jahre alte jüdische Texte. Mit Hilfe einer Multispektralaufnahme sind jetzt weitere Buchstaben lesbar gemacht worden.“ Mehr Informationen dazu bei Domradio.
  • Nahe der Klagemauer in Jerusalem sind Archäologen auf unterirdische Räume gestoßen, die wohl aus der Zeit vor der Zerstörung des zweiten jüdischen Tempels durch die Römer im Jahre 70 stammen. via DerStandard.
  • Er ist nicht die erste Entdeckung, die dem Klimawandel und dem zurückgehenden Gletschereis zu „verdanken“ ist: der Bergpass der Wikinger in Norwegen. Mehr dazu bei Wissenschaft.de.

Lesenswert

  • Es gibt einen neuen Museums-Tipp von Andrea Hahn: Wieder einmal war sie in Sachen Dichtung unterwegs und führt uns diesmal an einen ruhigen Ort in Bamberg: Wir besuchen mit ihr das ehemalige Wohnhaus von E. T. A. Hoffmann.
  • „Die griechische Kulturministerin Lina Mendoni hat erneut die Rückgabe der Parthenon-Friesteile aus dem Britischen Museum in London an das Akropolis Museum in Athen gefordert“. via Monopol-Magazin.

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