Kultur-News KW 05-2021

Digitalisierung

  • Happy Birthday Burg Posterstein und dem Blog „Geschichte und Geschichten“! – 10 Jahre, das ist eine ganz schön lange Zeit. Im Geburtstagsartikel berichtet Marlene Hofmann über Vergangenheit und Zukunft des Posterstein-Blogs. Und zu den aktuellen Plänen wünsche ich viel Erfolg, sie klingen hervorragend!
  • Auch beim Schreiben von Wikipedia-Artikeln gilt der gleiche Grundsatz wie beim Schreiben „echter“ Lexikon-Artikel: objektive Darstellung und keine Verfälschung von Tatsachen. Ein Wikipedia-Autor, der sich offenbar nicht an diese Grundsätze hielt, muss nun 8.000 Euro Schadenersatz zahlen. via t3n.
  • „Die Europäische Union fördert innovative Konzepte für nachhaltigen und digitalen Tourismus in Thüringen. Das Projekt wird von einem wissenschaftlichen Verein an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gesteuert.“ Ein Projekt, dass vielleicht auch andernorts umgesetzt werden sollte. via idw.
  • Wenn die Antwort auf eine rechtliche Frag „Jein“ und „mutmaßlich“ lautet, dann ist klar, dass Probleme vorprogrammiert sind. t3n über die Urheberrechtsreform und ihre „mutmaßlichen“ Auswirkungen.
  • Mehr zum Thema gibt es auch bei i-Rights.
  • Michael Wenzel und Martin de la Iglesia stellen auf dem arthistoricum-Blog das Editionsprojekt zu „Philipp Hainhofer: Reiseberichte & Sammlungsbeschreibungen 1594–1636 – Edition und Datensammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts“ vor.
  • „… der Weg hin zu einer attraktiven, gut auffindbaren und nutzbaren digitalen Kulturlandschaft noch weit ist“ so das Fazit von Sabine Haas über digitale Konzerte, Museen und Theater zu lesen auf dem Kultur-Blog.
  • Präsentiert die Schätze und begeistert! – Kathrin Hilger ruft Museen dazu auf ihre Internetauftritte zu überdenken und mit Werbefachleuten zusammenzuarbeiten, um mehr Breitenwirkung zu erzielen.

Museen

  • „Seit November sind Kultureinrichtungen und damit auch Museen erneut geschlossen. Eine Strategie zur Wiedereröffnung der Kultureinrichtungen und damit eine dringend notwendige Perspektive fehlen bis heute. Der Deutsche Museumsbund fordert von den politischen Entscheidungsträgern, die Museen schnell wieder zu öffnen und eine verbindliche Öffnungsstrategie vorzulegen.“ Mehr dazu auf der Seite des Deutschen Museumsbundes.
  • Außerdem hat der Deutsche Museumsbund in dieser Woche seinen Online Ratgeber zum Thema Diebstahlschutz vorgestellt.
  • Weniger Tourismus und mehr Verankerung in der Stadtgesellschaft – Der neue Weg der Museen? – Stefan Weppelmann im Gespräch mit Sigrid Brinkmann über die Frage, ob Corona auch das Ende der Blockbuster-Ausstellungen bedeutet. via Deutschlandfunkkultur.
  • Nach scharfer Kritik darüber, dass das Militärgeschichtliche Museum in Wien das Militär verkläre und unkritisch darstelle, fordert nun eine Kommission die völlige Neuausrichtung und Neukonzeption des Museums und seiner Ausstellungen. via Monopol-Magazin.
  • Auf die Forderung einiger Kunstmuseen nach einer schnellen Wiederöffnung der Museen entgegnet  der Präsident des Museumsverbandes Thüringen, Thomas T. Müller: «Museen gehören ohne Frage zur kulturellen Grundversorgung», «Dennoch steht im Augenblick die unbedingte Eindämmung der Pandemie im alleinigen Fokus.» via Zeit.
  • Alte und zum Teil verkrustete Strukturen und ein neues Denken über Museen – keine wirklich gute Kombination. Wohin geht die Reise der Stiftung Preußischer Kulturbesitz? dpa-Meldung via Monopol-Magazin.
  • Sammeln, bewahren, forschen – die drei Kernaufgaben des Museums. Wie dies alltäglich vonstattengehen kann, zeigt das Lindenau-Museum anhand von etwa 300 Zeichnungen von Friedrich Ludwig Theodor Doell (1789–1863).

Ausstellungen

  • Student*innen des Masterstudiengangs „Public History“ an der Ruhr-Universität Bochum haben eine Online-Ausstellung plus 70-seitigem Katalog als PDF ins Netz gestellt. Thema: „Die „Spanische Grippe“ – Ein ignoriertes Virus – Millionen Tote – Wenig Quellen.“
  • Der Blog des Jüdischen Museums München hat seine Reihe über Gabriella Rosenthal im Rahmen der  Ausstellung „Von der Isar nach Jerusalem – Gabriella Rosenthal (1913-1975) – Zeichnungen“ fortgesetzt: diesmal geht es um die drusische Kultur und einen Esel.
  • „Die Metaphysische Malerei von Giorgio de Chirico steht im Zentrum der Ausstellung „Magische Wirklichkeit“ in der Hamburger Kunsthalle.“ Angelika Schoder hat sich für mus.er.me.ku. den Katalog zur Ausstellung einmal genauer angeschaut.
  • „Vergessene Bauhaus-Frauen“ ist der Titel der ab 1. Oktober im Bauhaus-Museum Weimar laufenden Ausstellung. Anke Blümm stellt einige dieser vergessenen Frauen im Vorfeld dieser Ausstellung auf dem Blog des Hannah-Arendt-Instituts vor und berichtet über ihre Schicksale in den 1930er und 1940er Jahren.
  • Bildungslücke beseitigt! – Jetzt weiß ich endlich von wem eines meiner liebsten Modefotos ist! Der Blog des Landesmuseums Stuttgart stellt im Rahmen der aktuellen Landesausstellung „Fashion?! Was Mode zu Mode macht“ die Modefotografin Walde Huth vor.
  • „Seit Mitte Dezember 2020 wartet die Wanderausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zur Provenienzforschung in nordrhein-westfälischen Museen („Die Geschichte der Dinge“) im Jüdischen Museum Westfalen aufgrund von Corona vergeblich auf Besucher*innen. An dieser Stelle geben Mitarbeiter*innen des Jüdischen Museums in sechs Blogposts einen Einblick in verschiedene Aspekte dieses breiten Themas.“ In dieser Woche gab es den sechsten und letzten Blogpost auf dem Blog des Jüdischen Museums Westfalen.

Geschichte

  • Happy Birthday Friedrich Ebert! – Der erste Reichspräsident wäre in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Das Bundesarchiv gedenkt seines Ehrentages mir einer virtuellen Galerie und einem Quellenportal. Mehr dazu auf dem BlogWeimar.
  • Wenn Bäume Weltgeschichte schreiben – „VOM MAUERBAU BIS ZUR WIEDERVEREINIGUNG: DIE SPSG SUCHT NACH ERINNERUNGEN UND ZEITZEUGNISSEN“, um Einritzungen in den Bäumen und deren Geschichte auf die Spur zu kommen. Mehr dazu auf dem Blog der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten.

Archäologie

  • „Das Römisch-Germanische Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM) und die Römisch-Germanische Kommission (RGK) des Deutschen Archäologischen Instituts gehören zu den ältesten archäologischen Forschungseinrichtungen in Deutschland. Von Beginn an erforschen sie die Vor- und Frühgeschichte Europas von der Steinzeit bis ins Mittelalter. Sie unterhalten neben den beiden größten europäischen Spezialbibliotheken umfangreiche Archive mit Verwaltungsakten, Korrespondenzen von Wissenschaftler*innen, Dokumenten zu Forschungstätigkeiten sowie Gelehrtennachlässe. Darin finden sich Dokumente zu Schlüsselfiguren der Archäologie von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute.“ via idw.
  • Wenn Liebesgötter Obst pflücken, dann muss man sie einfach ans Licht holen und vorstellen. Das macht der Blog Rollpodest auch in dieser Woche.

Lesenswert

  • „Professur für Deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit der TU Chemnitz macht Lust auf eine Reise in das Vogtland der Vormoderne – Mehrsprachiger Kulturführer verknüpft touristische Angebote und erläutert historische Hintergründe“ via idw.
  • Damian Kaufmann hat sich auf seinem Blog „Zeilenabstand.net“ sehr differenziert und ausführlich mit der aktuellen Rassismus-Diskussion auseinandergesetzt und kommt zu dem Schluss, dass man bei aller Notwendigkeit sich mit dem leider immer noch existierenden Rassismus in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen, doch versuchen sollte nicht über das Ziel hinauszuschießen.

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