Kultur-News KW 06-2021

Digitalisierung

  • Wie argumentiert man eigentlich richtig? – Ist Argumentieren eine Kunst? – Wie argumentierte man im Mittelalter? Das zeigt die Website „Art of reasoning“, die das Ergebnis eines Forschungsprojekts ist. Auf der Seite heißt es dazu: „This website presents research of the project “The Art of Reasoning. Techniques of Scientific Argumentation in the Medieval Latin West (400-1400)”, based at Huygens ING-KNAW (Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences). The project was financed by NWO, the Dutch Research Council. from June 2016 – June 2020.“
  • „Die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) stellt mit dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR der Deutschen Digitalen Bibliothek für das Projekt „Nutzerorientierte Neustrukturierung der Deutschen Digitalen Bibliothek“ Fördermittel in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stehen mehr als 2 Millionen Euro für Digitalisierungsprojekte von Kultur- und Wissenseinrichtungen aus Deutschland in Form von Zuwendungen bereit.“ Mehr dazu bei der Deutschen Digitalen Bibliothek.
  • „Ein wesentlicher, für die Öffentlichkeit nicht sichtbarer Teil der Museumsarbeit findet hinter verschlossenen Türen statt: so sind wissenschaftliche Mitarbeiter des Potsdam Museums – Forum für Kunst und Geschichte mit Digitalisierungsprojekten sowie mit der Sammlungspflege und -erweiterung betraut, um vergangene sowie aktuelle Entwicklungen in der Potsdamer Kultur und Gesellschaft aufzubereiten.“ Der Blog „Museum digital“ berichtet über die Digitalisierung des Nachlasses des Stadtarchitekten Reinhold Mohr.
  • „Im Zuge der Neukonzeption seiner Dauerausstellung befasst sich nun auch das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände mit dem Thema: „Behind the Scenes – Nuremberg ’34“ heißt ein Serious Game, das derzeit in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern und gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ entsteht.“ Mehr dazu auf dem Museenblog Nürnberg.

Museen

  • Die Blogparade von Jörn Brunotte #museumforfuture läuft weiter. In dieser Woche gab hat das Museum für Kommunikation in Nürnberg seine Mitarbeiter*innen zu Wort kommen lassen. Auf dem Blog lebenx0 gibt es dazu den Beitrag „#MuseumForFuture – Die Zukunft gehört dem Museum? Gedanken dazu aus dem Museum für Kommunikation Nürnberg“.
  • Wie können Museen während des Lockdowns zu digitalen Lernorten für Schüler*innen werden? Museum4punkt0 liefert Tipps und Anregungen.
  • Ein konkretes Beispiel bietet das Deutsche Auswandererhaus: „ In der aktuellen Projektphase von „museum4punkt0“ möchte das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven mithilfe einer digitalen Medienstation bei jungen BesucherInnen die Lust an der Auseinandersetzung mit alltagsgeschichtlichen Quellen wecken und deren Bedeutung für das Verständnis gesellschaftlicher Entwicklungen anschaulich begreifbar machen.“ Mehr dazu bei museum4punkt0.
  • Und noch ein Projekt zum digitalen Lernen bei museum4punkt0: „VIMUKI ist eine didaktische Spielwiese für Schülerinnen und Schüler. Herzstück ist die Kombination einer Onlinelernplattform mit einem Videokonferenztool.“
  • Um die Wartezeit bis zur Wiederöffnung zu verkürzen und auch zu versüßen, stellt der Schlösserblog Bayern Lieblingsräume vor. In dieser Woche auf der Burg Trausnitz in Landshut.
  • „Die Kulturministerinnen und Kulturminister der Länder haben einen Vorschlag zur Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen erarbeitet. Der Deutsche Museumsbund begrüßt den Dreistufenplan, nach dem Kultureinrichtungen schrittweise wieder zugänglich gemacht werden sollen. Er fordert jedoch, Bildungseinrichtungen wie Museen zeitgleich mit Kindertagesstätten und Schulen wieder zu öffnen.“ via Deutscher Museumsbund.
  • Das Jugendstilforum Bad Nauheim, das – so Corona es zulässt – im Mai eröffnen wird, bietet schon jetzt regelmäßig Themenwochen via Social Media an. Alle Themenwochen drehen sich um den Jugendstil und immer werden einzelne Bereiche herausgegriffen, wie etwa Türen, Fenster oder auch einzelne Künstler. Die letzte Themenwoche war den Jugendstilfenstern im Sprudelhof von Bad Nauheim gewidmet und fand nun ihren Weg von Facebook und Twitter zurück auf den Blog des Jugendstilforums, garniert mit einem Goodie zum Ausmalen.

Ausstellungen

  • Lust auf Mode? – Wann ja, dann hat das Hessische Landesarchiv genau das richtige parat. Eine virtuelle Ausstellung zu 600 Jahren hessischer Mode. Von der spätmittelalterlichen Kleiderordnung bis zur Extravaganz der 1960er Jahre.
  • Das Jüdische Museum München wirft einen letzten Blick auf die Ausstellung „Von der Isar nach Jerusalem – Gabriella Rosenthal (1913-1975) – Zeichnungen“.
  • Der Blog „Rollpodest“ berichtet über die manchmal schwierigen und staubigen Arbeiten im Vorfeld einer neuen Ausstellung. Es geht in die Tiefen der Heidelberger Keller.

Bibliotheken / Archive

  • „FIZ Karlsruhe und Landesarchiv Baden-Württemberg starten Projekt zur digitalen Informationsversorgung – Webbasiertes System EEZU soll die Serviceangebote kleiner und mittlerer Archive besser erschließen und nutzbar machen.“ via idw.
  • „Im September 2019 fand im LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler die dreitägige wissenschaftliche Tagung mit internationalem Fachpublikum zum Thema Kulturgutschutz in Europa und im Rheinland statt. Nun ist der Tagungsband erschienen.“ – Pressemitteilung Archive im Rheinland.

Geschichte

  • #femaleHistory der besonderen Art: Europeana hat Frauen zusammengestellt, die in den unterschiedlichsten Bereichen Nobelpreise gewonnen haben. Eine lange Liste, aber definitiv noch nicht lang genug.
  • Der Bayerische Schlösserblog macht weiter mit seiner Reihe über beinahe vergessene Frauen der bayerischen Geschichte. Vorgestellt wird diesmal Barbara von Brandenburg.
  • Und gleich noch eine Frau der bayerischen Geschichte auf dem Schlösserblog: Henriette Adelaide.
  • Goethe als Eisläufer? – Zugegeben, das ist nicht zwingend ein Bild, dass einem sofort in den Sinn kommt, wenn es um den Dichterfürsten geht. Aber offenbar fand der Herr diese Betätigung durchaus angenehm und amüsant. Mehr zur Eislaufbegeisterung Goethes gibt es auf dem Blog der Klassik-Stiftung.
  • „Jüdische Liturgie und Buchkunst am Rhein: Der Amsterdamer Mahzor und sein Kontext“ ein Beitrag von Katrin Kogman-Appel zur Ringvorlesung “Jüdische Geschichte und Kultur im mittelalterlichen Köln. Interdisziplinäre Zugänge”. Das 49 Minuten lange Video ist bei L.I.S.A. abrufbar.
  • Für mich als Schormann-Schülerin natürlich ein „Muss“: das Interview mit Erika Münster-Schröer zu Hexen- und Werwolfprozessen der Frühen Neuzeit bei L.I.S.A.
  • „Mario Reinhardt spricht über die NS-Verfolgung seiner Duisburger Sinti-Familie“. Der Blog des Stadtmuseums Duisburg hat hierzu drei Videos online gestellt.

Archäologie

  • Immer mehr verkohlte Wörter kommen zum Vorschein – mit Hilfe von moderner Technik kann immer mehr verkohlten Schriftrollen aus Herculaneum ihr Inhalt entlockt werden. via FAZ.
  • „Die Büste der Nofretete ist eines der berühmtesten Objekte auf der Berliner Museumsinsel – regelmäßig erreichen die Fachleute des Ägyptischen Museums Nachfragen zu der Gemahlin des Pharaos Echnaton. Die Ägyptologin Oliva Zorn beantwortet im Gespräch einige davon.“ Alle Fragen und Antworten gibt es auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.

Lesenswert

  • LGBTQ+ – ein wichtiges Thema zu dem wohl viele von uns nicht genügend Fakten und Hintergründe kennen. Europeana hat „queer stories, narratives and cultural heritage from all around Europe“ zusammengestellt.
  • Damian Kaufmann stellt ein interessantes Rekonstruktionsprojekt in der mecklenburgischen Provinz vor: In Neustrelitz soll das alte Schloss wiedererstehen.
  • „Meme-Fans können sich jetzt austoben mit dem „Bayeux Historic Tale Construction Kit“, dem mittelalterlichen Meme-Generator.“ Angelika Schoder stellt das Toll auf mus.er.me.ku vor.
  • „Auf ein akademisches Viertel mit Hermann Parzinger“ – den Podcast gibt es bei L.I.S.A.

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