Kultur-News KW 07-2021

Digitalisierung

  • „Ein Team aus Hacker*innen hat auf Basis von Daten der HAB eine Virtuelle Realität (VR) für die Büchersammlung Herzog Augusts entwickelt. Die Software ermöglicht es Nutzer*innen, sich virtuell in der Augusteerhalle zu bewegen und dort in Handschriften und alten Drucken zu blättern. Als besonderes Feature kann das Bücherrad mit dem von Herzog August persönlich angelegten Katalog gedreht werden. Eine einmalige Gelegenheit, denn das Bücherrad darf in Wirklichkeit noch nicht einmal berührt werden.“ via idw.
  • Wo informieren sich Mensch unterschiedlichen Alters über Kultur und kulturelle Aktivitäten? Marlene Hofmann hat hierzu eine kurze Umfrage ins Netz gestellt, die schon im Vorfeld interessante Einblicke brachte.
  • Viele wissen es wohl längst: Ich bin bekennender RSS-Fan. In diesem Zusammenhang gilt mein Dank Viola Voß, die bei Prezi viele Informationen rund um RSS-Feeds und ihre Nutzung zusammengetragen hat.
  • Die Blogparade #museumforfuture läuft noch bis Ende Februar und auch in dieser Woche kamen wieder einige Beiträge hinzu. So etwa der von Udo Gößwald, Leiter des Museums Neukölln über „Das globalisierte Museum als gesellschaftliche Instanz“, nachzulesen auf dem Blog :beramus von Jörn Brunotte.
  • Mit der Postpandemischen Kundenbindung und dem Appell „lernt vom Onlineriesen und werdet persönlicher und verlässlicher!“ wandte sich im Rahmen der Blogparade Michael Grisko, Kultur- und Stiftungsmanager in Erfurt, an die Leser*innen.
  • Und hier schon eine erste kurze Bilanz der Blogparade #museumforfuture und der Aufruf noch mitzumachen und Ideen und Gedanken beizusteuern!

Museen

  • Die hessischen Museen stehen vor Nachwuchsproblemen. In den kommenden Jahren werde es schwierig werden alle Stellen neu zu besetzen heißt es. via Hessenschau.
  • Mehr dazu auch bei Zeit.de.
  • Museum4punkt0 bietet einen Einblick wie digitale Vermittlungskonzepte es ermöglichen nicht nur Zugang zu immateriellem Kulturerbe zu erlangen, sondern auch noch daran mitzuwirken.
  • Noch mehr Informationen zum Thema bietet ein zweiter Beitrag.
  • Eine Burg digital entdecken – das geht jetzt bei Burg Posterstein: „Das Museum Burg Posterstein stellt ein neues digitales Angebot für Familien mit Kindern vor: In der Zeit des Lockdowns kann die Burg und ihre Geschichte im Kinderblog des Museums digital erkundet werden.“ Mehr dazu gibt es auf dem Blog Geschichte und Geschichten von Burg Posterstein.
  • Multimedial geht es weiter bei Burg Posterstein, denn nun bietet das Museum auch eine eigene Podcast-Reihe an. Die Historikerin Franziska Engemann stellt historische Persönlichkeiten vor. Der erste Teil der Podcast-Reihe ist jetzt auf dem Blog von Burg Posterstein verfügbar, es geht um Anna Dorothea von Kurland.
  • Mode bringt man heute eher mit Berlin oder Düsseldorf in Verbindung, historisch betrachtet aber war sie vor allem in Augsburg daheim. Der Blog Museumsperlen stellt „modische“ Museen in Augsburg vor und den „ersten Modeblogger“ der Weltgeschichte.

Ausstellungen

  • Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe hat in diesem Jahr viel vor. Soweit Corona es zulässt, plant man eine Neupräsentation des Thron-Ensembles, der Kron-Insignien und der Fürstengalerie und im Dezember eine Ausstellung zu Frauendarstellungen aus der Jugendstil-Epoche unter dem Titel „Göttinnen des Jugendstils“. via Zeit.
  • „In der Ausstellung „Why Should I Hesitate: Putting Drawings to Work“ zeigen die Deichtorhallen in Hamburg die Werke von William Kentridge aus über 40 Jahren seines künstlerischen Schaffens.“ Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es bei mus.er.me.ku.
  • Zumindest digital konnte Europa schon einmal auf Kur gehen, real wird es wohl noch eine Weile dauern bis wir die Ausstellung „Europa auf Kur – Ernst Ludwig Kirchner, Thomas Mann und der Mythos Davos“ tatsächlich anschauen können. Bis dahin aber gibt es bereits einiges zu sehen, denn das Germanische Nationalmuseum hat viele digitale Angebote zur Ausstellung zusammengetragen.
    Kuren und Bäderreisen scheinen augenblicklich ein beliebtes Thema. Auch ich habe hierzu aktuell eine Projektseite in Arbeit.
  • Am Dienstag, den 23. Februar geht es los mit der ersten rein virtuellen Ausstellung für das Institut für Klassische Archäologie der Universität Erlangen-Nürnberg. Zehn ausgewählte Objekte und ihre Geschichte werden rekonstruiert. via Merkur-Online.

Geschichte

  • Noch mehr Frauengeschichte auf dem Schlösserblog Bayern! Diesmal geht es um „Maria Anna Christine – ein Leben zwischen München und Versailles“.
  • Noch mehr Frauengeschichte gibt es auf dem Blog der Klassik-Stiftung. Hauptakteurinnen hier sind zwei Bauhaus-Frauen: Magda Langenstraß-Uhlig und Ella Bergmann-Michel.
  • Weiter geht es mit Frauengeschichte: Der Blog des Historischen Museums Frankfurt stellt Meisterwitwen vor. Starke Frauen, die mit viel Durchsetzungsvermögen und Cleverness ihren Weg in einer Männerdomäne gingen.
  • „Timbukto situated 18°4´N.L., 1°45´W.L. GR.“ – der Blog der Forschungsbibliothek Gotha über die Lokalisierung eines Mythos und den Forschungsreisenden Heinrich Barth.
  • Was hat Weinheim an der Bergstraße mit einer Postkutsche und dem berühmten Komponisten Gioachino Rossini zu tun und vor allem: welche Geschichte gibt es da zu erzählen? Susanne Wosnitzka hat sich auf Spurensuche begeben.
  • Am vergangenen Sonntag war Valentinstag und bekanntlich macht man da Geschenke an besondere Menschen. Der Blog zur Ausstellung „Eliza 2020“ hat sich auf die Suche nach Geschenken der Hessischen Landgräfin begeben.

Archäologie

  • Die alten Ägypter liebten Bier. Wie sehr sie es liebten zeigt die erste bekannte „Hochleistungsbrauerei“ der Weltgeschichte, die Archäologen im Süden Ägyptens ausgegraben haben. Sie ist ca. 5.000 Jahre alt. via Spiegel.
  • Wir sind eben doch nicht so einzigartig: „Neue Analysen eines versteinerten Zahns und von Steinwerkzeugen aus der Shukbah-Höhle zeigen, dass auch Neandertaler eine Technologie nutzte, die ausschließlich H. sapiens zugeordnet wurde.“ Mehr dazu bei Archaeologie-online.

Lesenswert

  • „Die COVID-19-Pandemie bedeutet Stillstand und große finanzielle Verluste für den Kultur-und Kreativbereich, wobei Großstädte aufgrund ihrer konzentrierten kulturellen Infrastruktur besonders betroffen sind. Eine neue Studie von Helmut Anheier, Katrin Winkler (beide Hertie School) und Janet Merkel (TU Berlin) untersucht, wie fünf Kulturmetropolen – Berlin, London, Paris, Toronto und New York City – ihre Künstler, Kreativen und Kulturorganisationen in der Krise unterstützt haben.“ via idw.
  • Kulturtussi aka Anke von Heyl hat sich im Rahmen des #ComMuWity Events des Museum Wiesbaden auf die Spuren von August Macke und dem Paradies begeben.
  • „Die anhaltende Corona-Pandemie könnte für die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft einer Studie zufolge in diesem Jahr über 30 Milliarden Euro an Umsatzverlust bedeuten“ via Monopol-Magazin.
  • „Die Hochschule Coburg analysiert, wie es in der Europäischen Metropolregion Nürnberg um die kulturelle Bildung steht. Coburg ist dabei Modellstandort: Hier zeigt sich, wie Corona den Kulturbetrieb lahmlegt. Das könnte auch eine Chance sein.“ via idw.

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