Kultur-News KW 10-2021

März = #WomenHistoryMonth

Gerade in diesem Jahr wird der #WomenHistoryMonth digital begangen mit vielen Aktionen und vielen Beiträgen über bekannte und unbekannte Frauen, die aber eigentlich bekannt sein sollten.

Passend dazu hat die Münchener Stadtbibliothek eine Nachlese ihrer Blogparade #femaleHeritage bereitgestellt und liefert gleichzeitig auch einen Ausblick.

Digitalisierung

  • Wie die Digitalisierung dazu beitragen kann fast Vergessenes wieder bekannt zu machen: „Augsburger Türmchenuhren, Nürnberger Eier, Schweizer Chronometer, Pariser Pendulen, Schwarzwälder Uhren oder Präzisionszeitmesser aus dem sächsischen Glashütte – solche Begriffe mit einem eindeutig lokalen Bezug sind Uhreninteressierten geläufig. Dass sich aber auch Berlin seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis in das 19. Jahrhundert hinein als eine Hochburg der Uhrenproduktion etabliert hatte, war bislang nur Sammlern oder Spezialisten bekannt.“ Der Blog des Deutschen Uhrenmuseums Furtwangen über das Themenportal „Berliner Uhren“ bei museum.digital.
  • „Ob Einheimische oder Besucher*innen – an Balthasar Neumann kommt in Würzburg niemand vorbei. An wie vielen profanen und sakralen Gebäuden des berühmten Barockbaumeisters man bei einem Stadtrundgang tatsächlich „vorbei“ kommt, zeigt nun eine innovative Kartenanwendung: Die Smartphone-taugliche App ist an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt entstanden und lädt nicht nur junge Menschen zum Entdecken ein. „Auf den Spuren von Balthasar Neumann in Würzburg“ nennt sich die Web-Applikation.“ via idw.

Museen

  • Der Schlösserblog Bayern stellt die Lieblingsräume die Mitarbeiter*innen vor. In dieser Woche geht es nach Ansbach und nach Ellingen.
  • In der vergangenen Woche wurden die Gewinner des Deutschen Preises für Kulturelle Bildung „KULTURLICHTER“ 2020 bekanntgegeben. Den Preis des Bundes erhielt die „Lernplattform für Jewish Places“ des Jüdischen Museums Berlin. Mehr über die Preisträger gibt es auf der Website des Deutschen Museumsbundes.
  • Der Kunstsammler Andrew Hall hat ambitionierte Pläne: Eines der bedeutendsten internationalen Museen will er errichten und das im Landkreis Hildesheim, genauer gesagt im Schloss Derneburg. Umgesetzt werden sollen die Pläne in den nächsten drei bis fünf Jahren. via Zeit.
  • „Der Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern macht sich angesichts der Corona-Krise Sorgen über die zukünftige Finanzierung der Häuser im Land.“ Und wahrscheinlich ist er nicht der einzige. via Zeit.

Ausstellungen

  • Es ist geschafft und das MiQua schickt seine erste Wanderausstellung auf die Reise: „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ heißt die und macht Station in der Alten Synagoge in Essen (3. März bis 27. April 2021), im LWL-Landeshaus in Münster (6. Mai bis 25. Juni 2021), im LVR-Landeshaus in Köln (2. Juli bis 12. August 2021), im LVR-Niederrheinmuseum in Wesel (18. August bis 15. Oktober 2021) und zu guter Letzt im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund (24. Oktober bis 12. Dezember 2021).
  • Martin Kippenberger war Maler, Installationskünstler, Performancekünstler, Bildhauer und Fotograf. In Essen sind nun gleich zwei Ausstellungen zu sehen, die sich mit diesem Tausendsassa beschäftigen: „The Happy End of Franz Kafka’s ,Amerika‘” im Museum Folkwang und „Vergessene Einrichtungsprobleme in der Villa Hügel“. Plakate und Künstlerbücher von Martin Kippenberger. Mehr über die Ausstellungen gibt es bei den Revierpassagen.
  • Zurück in Kindertage: „Mit der Ausstellung „Alice: Curiouser and Curiouser“ und der begleitenden Publikation begibt sich das Londoner Victoria & Albert Museum auf die Spuren von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“.“ Mehr über die Ausstellung gibt es bei mus.er.me.ku.
  • Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März gibt es auf dem Ausstellungsblog „Eliza2020“ ein Interview mit der Kuratorin Katharina Bechler über Landgräfin Eliza und Wünsche für Frauen.

Geschichte

  • Frauen an Hochschulen oder Akademien? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahezu unvorstellbar. Der Blog Museumsperlen erinnert an die ersten Künstlerinnen, die in München an der Kunstakademie studierten.
  • Sebastian Ristow erzählt auf dem Blog des MiQua die Geschichte des Edikts von Köln vom 11. Dezember des Jahres 321.
  • Frauen – Mode und was das alles mit Gleichstellung zu tun hat, dazu gibt es ein Interview auf dem Blog des Landesmuseums Stuttgart anlässlich der Ausstellung „Fashion?! Was Mode zu Mode macht.“.

Archäologie

  • Wie erklärt man eine antike Vase? Studierende der Uni Heidelberg haben im Wintersemester dazu einiges gelernt und das Ergebnis kann man auf dem Blog Rollpodest auch gleich bewundern.

Lesenswert

  • Viele Regionen im Norden Europas werden von diesem Baumaterial beherrscht: Backstein. Damian Kaufmann hat sich einmal genauer mit der Kulturgeschichte der Backsteine beschäftigt und erklärt ihre Formen und ihre Herstellungsweisen.
  • „Wenn eine koreanische Boygroup weltweit von Millionen Fans gehört wird, wenn also Filme und Musik digital rund um den Erdball kreisen: was bedeutet dies für die Produktion für Kultur? Und welche Folgen hat das für die Wahrnehmung der regionalen Räume, in denen Kultur entsteht? Diesen Fragen geht ein interdisziplinäres Forschungsteam von Wirtschaftswissenschaften, Afrikanistik, Koreastudien, Sinologie, Ethnologie und Filmwissenschaft nach. Das Projekt des Rhein-Main-Forschungverbunds von Goethe-Universität und Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre mit 2,1 Millionen Euro gefördert.“ via idw.

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