Kultur-News KW 20-2019

Digitales

  • 37.000 neue Datensätze über die Herrschafts- und Adelsgeschichte, die bislang nur über handschriftliche Findmittel zu recherchieren waren, sind nun online zugänglich über das Archivportal für den Südwesten und bald auch über das Archivportal-D.

 

  • Die Universität Heidelberg hat ein Digitalisierungsprojekt zur eigenen Universitätsgeschichte gestartet. „Gründungsdokumente der Universität Heidelberg sowie weitere bedeutsame Schriftstücke aus dem Bestand des Universitätsarchivs zu erschließen und zu digitalisieren ist Ziel eines Kooperationsprojektes, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert wird. An dem Verbundvorhaben sind auch die Archive der Universitäten Freiburg, Hohenheim, Stuttgart und Tübingen beteiligt. Gemeinsam wollen sie einheitliche Standards entwickeln, um Dokumente zur Universitätsgeschichte online zugänglich zu machen. Die Arbeiten in Heidelberg werden mit rund 120.000 Euro gefördert.“

  • „Mitglieder eines Projekts haben heute an der Universität Trier den ersten digitalen Atlas zur Geschichte der modernen Geschichtswissenschaft von 1800 bis 2005 in Europa präsentiert und ins Netz gestellt.“ wie jetzt via Pressemitteilung des IDW bekanntgegeben wurde. Der neue digitale und interaktive Atlas wird als „Schatztruhe für die Forschung zur Geschichtswissenschaft“ bezeichnet.

 

  • Was ist eigentlich aus der DSGVO geworden? Nun – sie lebt. Allerdings ist sowohl die Anzahl der Klagen als auch die Höhe der Bußgelder – zumindest in Deutschland – nicht so hoch, wie von vielen befürchtet, wie t3n basierend auf einem Artikel der Welt berichtet.

 

  • Warnung: Bitte twittern Sie die Buchstaben „a“, „f“ und „d“ nicht und schon gar nicht hintereinander. Damian Kaufmann über die Account-Sperren auf Twitter und die Auswirkungen des Overblocking.

 

 

Museum

  • Es war wieder einmal #MuseumWeek und das Blog von Burg Posterstein hat jedem Hashtag der Woche einen passenden Blogbeitrag gewidmet.
    Los ging es mit #WomenInCultureMW und einem Beitrag über den Salon der Herzogin von Kurland in Paris.

Am Dienstag dann #SecretsMW mit der Illusion eines staubfreien Moments.

In die Kinderburg ging am Mittwoch mit einem Angelspiel passend zu #PlayMW.

#DHMDemokratie meets #rainbowMW war das Motto am Donnerstag mit Gedanken über kleine Einheiten und direkte Demokratie.

Einem Maler, Zeichner und Vogelkundler widmete sich das Blog am Freitag zum Hashtag #ExploreMW.

#PhotoMW am Samstag brachte eine Zusammenfassung und einen Ausblick zu den Ausstellungen und digitalen Events #SalonEuropa und #Schlössersafari.

Der letzte Hashtag #FriendsMW ist den Freunden gewidmet, den Freunden des Museums und dem Netzwerk, das sich vor allem via Social Media aufbauen lässt. Als Beispiel dient das „Wesen des Staubes“.

 

  • Was macht eigentlich ein technischer Mitarbeiter im Archäologischen Zentrum? – Ein Interview mit Sebastian Kriesch vom Projekt „Eisenzeit im Baltikum“ am Archäologischen Zentrum auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.

 

 

  • Digitalisierung, Kundenzentrierung, Veränderungen der Arbeitswelt und die Frage wer das alles machen soll. Anita Brunner-Irujo berichtet auf dem Blog des Universalmuseums Joanneum über einen Workshop zu digitalen Strategien.

 

  • Lassen Sie doch einfach mal eine Vase kreiseln … Die Anna Amalia Bibliothek stellt anlässlich der Langen Nacht der Museen eine Vase mit außergewöhnlicher Panoramamalerei mittels Virtual Reality vor. Im Internet lässt sich das gute Stück übrigens auch bewundern und man kann es kreiseln lassen.

 

  • „Weißt du was: Ich glaube ich mag Museums!“ – Stefanie Karg auf „Kultur hoch N“ über Kulturvermittlung im Museum und wie wichtig vermittlungspädagogische Angebote sind.

 

Modell von Burg Linn
Foto: A. Kircher-Kannemann

Ausstellungen

  • Die „vollendete Vision einer Burg“, die nie vollendet wurde. Die Rede ist von Burg Falkenstein, die -anders als Neuschwanstein – nie in die Realität umgesetzt wurde. Falkenstein sollte für König Ludwig II. das Ideal einer Burg werden mit Visionen aus dem Kaiserpalast von Byzanz und der Markuskirche in Venedig. Uwe Gerd Schatz berichtet auf dem Bayerischen Schlösserblog über die Pläne und Visionen zu Burg Falkenstein. Die Entwürfe und Pläne sind noch bis Ende August in einer Ausstellung im Museum auf Herrenchiemsee zu sehen.

 

 

  • „Hollywood Icons“ oder die goldene Zeit des Hollywood-Kinos. Revierpassagen berichten über eine Ausstellung mit Fotografien aus der John Kobal Foundation in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen.

 

 

 

Bibliotheken/Archive

  • Das Fotoarchiv der Schlösserverwaltung Bayerns in den Zeiten des digitalen Wandels. Daniela Güthner berichtet auf dem Schlösserblog Bayern über das Fotoarchiv und ihre Arbeit.

 

 

Geschichte

  • Ein Jesuit und das Idealbild einer Kaiserin. Katrin Keller stellt auf ihrem Blog „Kaiserin und Reich“  Franz Wagner (1675-1748) vor, den Mann, der zum Biographen der Kaiserin Eleonore Magdalena wurde.

 

  • Wenn der Tod eines Prinzen die Welt mehr bewegt als sein Leben – Jürgen Luh auf dem Blog des Research Center Sanssouci über „Die verlorene Ehre des Prinzen von Preußen“. Gemeint ist August Wilhelm, der Bruder des „großen“ Friedrich, der am 12. Juni 1758 starb.

 

  • Uhren sind mehr als Zeitmessgeräte. Uhren sind auch eine Verkörperung des Zeitgeistes und 100 Jahre alte Uhrenwerbung kann heute durchaus verstörend wirken. Ein Beitrag auf dem Blog des Uhrenmuseums Furtwangen beschäftigt sich mit der Uhrenwerbung der Kaiserzeit und dem Kolonialismus.

 

Lesenswert

  • „Wahrscheinlich sieht er so aus, dass Technik, Design und Werbung uns immer stärker und weiter zu Konsum und Komfort verführen. Möglich wäre aber auch, dass Technik, Design und Werbung uns dabei helfen, „freie“ und bewusste Entscheidungen unter Einbeziehung aller Aspekten der Broad Welfare Economy zu treffen.“ Der Urbanist Ton Matton im Interview mit Nele Mai auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.

 

  • Der Brand von Notre Dame, eine Reliquie, ein Ritterorden und was das alles mit Religion zu tun hat. Martin Radermacher auf dem Blog „Marginalie“ zu den Geschichten und „Heldentaten“ rund um den Brand von Notre Dame.

 

In eigener Sache

Ich bin den Dichtern der Romantik treu geblieben und vor allem den Dichtern, die das Dichten mit der Naturwissenschaft verbunden haben. Gemeint ist in diesem Fall Adelbert von Chamisso, jener Franzose, der auf Deutsch dichtete und auf einem russischen Schiff die Welt umsegelte. In Kunersdorf hat vor einiger Zeit das erste Chamisso-Museum eröffnet, ein geeigneter Anlass sich mit dem Menschen und dem Museum zu beschäftigen.

 

Beitragsbild: 

Adelbert von Chamisso
Bild aus “Leben und Briefe des Adelbert von Chamisso”, hg. v. Julius Eduard Hitzig, Leipzig 1839

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.