Kultur-News KW 42-2020

Digitalisierung

  • „Ab dem 1. Januar 2021 wird das Projekt »Text-Bild-Gefüge. Digital Humanities und der Diskurs der Moderne« an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar für zwei Jahre mit insgesamt fast 400.000 Euro durch das Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) gefördert. In diesem interdisziplinären angelegten Vorhaben arbeiten Forscherinnen und Forscher an den Professuren Theorie medialer Welten, Computer Vision in Engineering und Web Technology and Information Systems zusammen.“ Via IDW.
  • Was passiert, wenn eine Stiftung digital wird? Welche Strategie braucht es und was gibt es alles zu bedenken? Friedemann Schnur und Insa Heinemann berichten bei “so geht digital” über den Weg der Braunschweigischen Stiftung.
  • Bei “so geht digital” berichtet Anja Höfner über den digitalen ökologischen Fußabdruck und neue Wege in Sachen Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Museen

  • Nicht nur im Ausland stehen Museen wegen Corona vor dem Aus, auch hier in Deutschland werden Häuser wegen der Pandemie wohl schließen müssen. Eines davon scheint das Sankt Pauli-Museum in Hamburg zu sein, wie das Monopol-Magazin berichtet.
  • „Die Corona-Pandemie hat die Kunst ins Digitale getrieben – Kurator Peter Weibel war längst schon da.“ Im Interview mit dem Monopol-Magazin „erklärt der ZKM-Direktor, warum virtuelle Ereignisse die Realität dominieren – und Nähe im Museum eine Fiktion ist, die nun zuende geht“.
  • Es ist soweit: Das neue Jüdische Museum in Frankfurt wird eröffnet. Mehr über die Herausforderungen in Zeiten von Corona und eine Geschichte des Hauses gibt es in der Zeit.
  • Die Museen in Baden-Württemberg richten sich darauf ein, dass der Museumsbetrieb noch bis 2022 eingeschränkt sein wird. Ihre Antwort darauf sind viele neue Ideen, wie die Badischen Neuesten Nachrichten berichten.
  • Nichts ist unmöglich, das gilt offenbar auch für das eigentlich unmöglich erscheinende Unterfangen eine Höhenburg barrierefrei zu machen. Um das möglich zu machen, soll an die Leuchtenburg in Seitenroda nun ein Schrägaufzug angebaut werden. Allerdings gibt es aktuell noch einige Widerstände gegen das Projekt, wie die Zeit berichtet.
  • Auch die österreichischen Museen leiden unter Corona: im ersten Halbjahr 2020 hatten sie einen Besucherrückgang von ca. 80 Prozent zu verzeichnen, wie der ORF berichtet.
  • Und noch einmal Corona: Die Rostocker Museen rechnen mit einem Besucherrückgang von 30 Prozent für 2020, wie die Süddeutsche berichtet.
  • Das Forchheimer Pfalzmuseum wird digital. Eine App, ein virtueller Rundgang, Filme und Audios sollen die Besucher des Hauses begeistern, wie Nordbayern berichtet.
  • Museums-Tipp via Europeana: Irische Archäologie und Internationale Objekte – das Hunt-Museum im irischen Limerick.
  • Vor gut einem Jahr war ich im LVR-Landesmuseum in Bonn und ließ bereits anklingen, dass es dort einige Veränderungen geben wird. Am 1. Oktober war es endlich so weit: das völlig neu strukturierte Museum öffnete endlich seine Pforten für die Öffentlichkeit und es gibt viel Neues zu entdecken. Der Blog des Landesmuseums berichtet über die wichtigsten Neuerungen, auch im digitalen Bereich.
  • „Die Staatlichen Museen zu Berlin sind ein Universalmuseum: Ihre Sammlungen kommen aus der ganzen Welt und umspannen die gesamte Menschheitsgeschichte. Die Geschichte der Museen ist eng mit den Wirren und Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verwoben. Eine Reise von der Museumsinsel über das Kulturforum bis nach Dahlem, Köpenick und Charlottenburg.“ Erleben kann man die Reise auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.

Ausstellungen

  • Uferhallen-Manifest – eine Ausstellung zu Raumnot und Bedrängnis der Kultur in Berlin. via Monopol-Magazin.
  • Eine einmalige und teilweise mysteriöse Geschichte um beinahe 2.000 Jahre alte Orden und ein neues Highlight in der Dauerausstellung des Museums Burg Linn in Krefeld: Replika des Silberschatzes vom Lauerforter Schloss sind ab sofort im Museumszentrum Burg Linn zu sehen. Die Originale befinden sich auf der Berliner Museumsinsel bzw. im LVR-Landesmuseum in Bonn. Bei dem Schatzfund aus dem Jahr 1859 handelt sich um den einzigen vollständigen Satz an römischen Militärorden, der je ausgegraben wurde. Via RP-Online.

Bibliotheken / Archive

  • Was können Bibliotheken aus Wikimedia lernen? Wie wird Wikimedia im Jahr 2030 aussehen? Wie geht man gegen Falschinformationen vor? Diese und andere Fragen beantworten Nicole Ebber und Holger Plickert bei zbw.mediatalk

Geschichte

  • Ein Blick in die Geschichte: Es gab ein Ibiza vor dem Tourismus und das war wild romantisch, wie man im Blogbeitrag bei Europeana sehen kann.
  • “Zwar ist sein Enkel, der Märchenkönig Ludwig II., heutzutage berühmter, doch kein anderer Herrscher hat Bayern seinen Stempel aufgedrückt wie König Ludwig I. (1786-1868). Ihm haben wir die Schreibweise „Bayern“ mit griechischem Ypsilon genauso zu verdanken wie die Ludwig-Maximilian-Universität, das Oktoberfest und die vielen Kunstschätze, Bauwerke und Museen, die Bayern und ganz besonders München zur schon damals zum Paradies für Künstler und Kunstliebhaber aus aller Welt machten.” Der Blog Museumsperlen über den König, der beinahe keiner geworden wäre.
  • Die neuste Ausgabe des „VHD-Journal“ beschäftigt sich mit der Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter und natürlich auch mit der digitalen Lehre. Das Journal gibt es als Download auf der Seite des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands.
  • Frauen in der Musik und Musikgeschichte, das ist noch immer ein Thema, das nicht wirklich im Vordergrund steht. Susanne Wosnitzka stellt auf ihrem Blog Netzwerke vor, die sich genau mit diesen Themen beschäftigen.
  • Das Zeppelin-Museum gratuliert zum zweiten und dritten Aufstieg des ersten Zeppelin-Luftschiffs vor 120 Jahren.
  • Wenn einfach mal 10 Tage aus der Geschichte getilgt werden – zumindest für manche Menschen … der Blog des Uhrenmuseums Furtwangen beschäftigt sich mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders. Das passt doch sehr gut, wo sich das Jahr dem Ende zuneigt und erinnert mich daran, dass ich mich 2017 auch rund um den Jahreswechsel mit dem Thema “Kalender” beschäftigt habe.

Archäologie

  • „Die Rote Halle in Pergamon zählt zu den monumentalsten Bauwerken, die die römischen Kaiser außerhalb Roms in Auftrag gaben. Nachdem Archäologen dieses antike Heiligtum bis 2005 erforscht haben, ist nun auch die Konservierung der Roten Halle abgeschlossen.“ Via Wissenschaft.de.
  • Der Fluch von Pompeji oder warum immer wieder Menschen gestohlene Steine zurückgeben. Via Der Standard.
  • „Speziell für Studierende wie auch im Beruf Tätige (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) haben sich der DGUF-Arbeitskreis “Beruf Archäologie” und CIfA Deutschland zusammengetan und eine knappe Bündelseite eingerichtet, auf der aktuelle Ergebnisse zum Thema “Beruf Archäologie” bequem zusammengestellt sind.“ heißt es im neusten Newsletter des Verbandes.
  • Zwischen Belzoni und Indiana Jones – Europeana taucht ab in die fein gezeichnete Welt der frühen Ägyptologen.

Lesenswert

  • Kultur und Tourismus – zwei Bereiche, die von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen wurden. Da passt es, dass die diesjährige LVR-Kulturkonferenz (24.-25.11.2020) sich dem Thema „Kulturtourismus“ annimmt. Aus gegebenem Anlass findet die Konferenz in digitaler Form als Webinar statt.
  • „Das baukulturelle Erbe historischer Klein- und Mittelstädte trägt maßgeblich zu ihrer Attraktivität und Lebensqualität bei. Voraussetzung ist, dass die Städte dieses Potenzial auch in geeigneter Weise aktivieren und nutzen. Dies sind Ergebnisse des Projektes REVIVAL! – Revitalisierung historischer Städte in Niederschlesien und Sachsen. Am 9. Oktober leitete die digitale Abschlusskonferenz mit dem Titel „Kulturerbe als Baustein städtischer Lebensqualität“ die letzte Forschungsphase des Projektes ein. Dabei wurden einem Fachpublikum auch erste Projektergebnisse präsentiert.“ Via IDW.
  • Mikroorganismen in der Kunstgeschichte oder Naturwissenschaft meets Kunstgeschichte: „Stefan Simon, Direktor des Rathgen-Forschungslabors, über unsichtbare Lebensgemeinschaften in den Berliner Museen, Bakterien in der New Yorker U-Bahn und ein faszinierendes, interdisziplinäres Projekt.“ Via Newsroom Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
  • „Der Bayerischen Schlösserverwaltung gelang es im Frühling 2020 eine barocke Sandsteinvase für die Eremitage anzukaufen. Die ca. 195 cm hohe und rund 1 Tonne schwere Gartenvase ist Teil eines Ensembles, das vor 270 Jahren für die Eremitage in Auftrag gegeben wurde. Frisch restauriert reiht sich die Neuanschaffung seit dieser Woche in die Reihe der 5 erhaltenen Originalvasen ein.“ Mehr zu dieser ganz besonderen Vase gibt es auf dem Schlösserblog Bayern.
  • Sie mögen Krimis? Dann sollten Sie unbedingt diesen Beitrag auf dem Schlösserblog Bayern lesen, in dem es um Sex and Crime ebenso geht wie um Mosaiksteinchen und mysteriöse Schönheiten.
  • “Was bedeutet Erfolg in der Kunst?” – Gilt nur ökonomischer Erfolg oder gibt es auch noch andere Kriterien, die vielleicht sogar wichtiger sind? Damit befasst sich das Marta-Blog in dieser Woche.
  • Vor acht Jahren „begann die größte Instandsetzungsmaßnahme an der Neuen Residenz Bamberg seit den Zeiten des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn, die neben einer vollständigen Dach- und Fassadensanierung auch die grundlegende Restaurierung des größten Prunkappartements, des sog. Fürstbischöflichen Appartements, umfasste.“ Nun ist das Appartement wieder zu sehen und Sebastian Karnatz berichtet auf dem Schlösserblog Bayern.

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