Kultur-News KW 18-2021

Digitalisierung

  • Blogparade 2.0 für Museen unter dem Hashtag #KulturAlltagCorona2 vom 13. Mai bis 25. Juni bei Kultur hoch N: „Liebe Kolleg:innen und Bekannte aus dem Kulturbereich, liebe Kulturgenießer und -macher!
  • Mit diesem Aufruf möchten wir Euch erneut dazu einladen, mit uns eine Blogparade durchzuführen. Wir möchten den Faden vom vergangenen Jahr nochmals aufgreifen und weiter spinnen: Angekommen im Corona-Kulturalltag (#KulturAlltagCorona2). Natürlich sind wir uns dabei bewusst, dass einige der neuen Beiträge deutlich desillusionierter und wütender ausfallen könnten als im vergangenen Jahr.“
  • „Der Meme-Generator „Medial Memes“ bietet eine Vielzahl mittelalterlicher Motive, die sich für Memes nutzen lassen.“ Mus.er.me.ku hat sich den Meme-Generator einmal genauer angeschaut.

Museen

  • „Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat ein drittes Förderprogramm „Kultur macht stark“ angekündigt. In diesem Sommer beginnt die Ausschreibungsphase für die Programmpartner für die Förderphase 2023 bis 2027. Der Deutsche Museumsbund ist seit der 1. Förderphase, die 2013 startete mit „Museum macht stark“ Partner des Programms.“ Mehr zum Programm „Museum macht stark“ auf der Website des Museumsbundes.
  • Neues Digitalisierungsprojekt beim Landesmuseum Stuttgart: „Eine sehr gute Nachricht in diesen schwierigen (Corona-)Zeiten: Für die digitale Erfassung und Publikation von Objekten aus dem ehemaligen Landesgewerbemuseum (LGM) konnte das Landesmuseum umfangreiche Projektmittel einwerben.“

Ausstellungen

  • Sie mögen gerne Playmobil? – dann sollten Sie jetzt dringend einen Blick ins Neanderthal-Museum werfen, denn dort gibt es gerade ganz viel Playmobil.
  • Im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg geht es gerade musikalisch zu: Vom 1. Juni bis 16. Juli ist dort die Ausstellung „Ausklang von Kurmainz in Mainz und Aschaffenburg. Das Musikleben unter Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal (1719-1802)“ zu sehen.
  • „Mit seiner immersiven Installation „Life“ in der Fondation Beyeler lässt Olafur Eliasson menschliche und nicht-menschliche Perspektiven aufeinandertreffen. Kann so eine Koexistenz zwischen Kultur und Natur aussehen?“ Mus.er.me.ku hat einmal genauer hingeschaut.
  • „Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt lädt alle Interessierten sehr herzlich zur Online-Vorstellung der digitalen Ausstellung „Hilaria Evangelica“ am 12. Mai 2021, 18:15 Uhr, ein. Die Präsentation wird gemeinsam von Dr. Daniel Gehrt (Forschungsbibliothek Gotha) und Dr. Thomas A. Seidel (Evangelische Kirche Mitteldeutschland) durchgeführt.“ Mehr dazu auf dem Blog der Forschungsbibliothek.

Bibliotheken / Archive

  • Der Brand in der Anna Amalia Bibliothek im Jahr 2004 war eine Katastrophe und noch lange sind nicht alle Verluste, die damals entstanden auch nur annähernd ersetzt und bei manchen wird es wohl auch nie möglich sein. Den Verlust des „Naturfreundes“ aber konnte die Bibliothek nun ersetzen. Mehr dazu auf dem Blog der Klassik-Stiftung.

Geschichte

  • Heute, am 9. Mai 2021, wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Zusammen mit dem Lehrstuhl Deutsch-Didaktik der LMU, der Weiße Rose Stiftung e.V. und der Landesstelle für nichtstaatliche Museen wurde zu diesem Anlass eine App entwickelt. “Die App bietet Nutzer*innen ca. 20-minütige Rundgänge zu verschiedenen Themen rund um die Weiße Rose, die individuell im Lichthof der LMU und damit anknüpfend an die örtliche Situation verfolgt werden können, aber auch ortsunabhängig nachvollziehbar sind.”
  • Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft. Passend dazu gibt es gleich drei virtuelle Ausstellungen der Deutschen Digitalen Bibliothek:
    Die erste ist den Monuments Men gewidmet.
    Die zweite zeigt den Frühling 1945 in Greven.
    Und die dritte beschäftigt sich allgemein mit den Ereignissen bei Kriegsende.
  • Die Geschichte einer starken Frau in Bayern gibt es auch in dieser Woche wieder auf dem Schlösserblog Bayern. Diesmal ist es „Maria Antonia Walpurgis – bayerische Prinzessin, sächsische Kurfürstin, Künstlerin mit vielen Talenten“.
  • Prunkvolle Tafeln und vor allem Tafelsilber begeistern viele Menschen immer wieder und sie werden auch gerade in Schlössern immer wieder gerne gezeigt. Doch wie bewahrte man eigentlich in früheren Zeiten das Tafelsilber auf? – Aufschluss darüber gibt nun ein neuer Beitrag auf dem Ausstellungsblog „Princess Eliza“ des Schlosses Bad Homburg.
  • Ein neuer Beitrag aus der Ringvorlesung “Jüdische Geschichte und Kultur im mittelalterlichen Köln. Interdisziplinäre Zugänge” ist bei L.I.S.A. online. Diesmal beschäftigt sich Thomas Otten mit dem Thema: „MiQua: Archäologie und museale Präsentation“.
  • Geschichte im doppelten Sinn: „Als der Historiker 1902 den Literaturnobelpreis bekam, war er schon einmal durchs Feuer gegangen. Bei nächtlichen Recherchen in seiner Hausbibliothek hatte er stets mit Kerzen hantiert. Eines Tages stand plötzlich alles in Flammen.“ Die ganze Geschichte bei Welt.de.

Archäologie

  • „Wie haben die Menschen in der Bronzezeit Bezahlungen geregelt, bevor sich Münzgeld durchsetzte? Forscher der Universitäten Göttingen und Rom haben herausgefunden, dass fragmentierte Bronzebruchstücke ehemaliger Objekte („Bronzeschrott“), welche in Hortfunden in Europa gefunden wurden, als Währung verwendet wurden. Diese Bruchstücke, die etwa von Schwertern, Äxten und Schmuck stammen, wurden in der späten Bronzezeit (1350 bis 800 vor Christus) als Bargeld genutzt.“ via idw.
  • „Einem multidisziplinären Team von Forschenden des Inrap, des CNRS, der Universitäten von Ottawa, Rennes 2 und Toulouse III Paul Sabatier und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist es gelungen, die Skelettüberreste von Soldaten zu identifizieren, die an den letzten Kämpfen im Rahmen der Belagerung von Rennes im Jahr 1491 beteiligt waren. Sie sind die einzigen Zeugen dessen, was sich vor Ort zugetragen hat, als die Armeen der Herzogin Anne de Bretagne und des Königs von Frankreich aufeinandertrafen.“ via idw.
  • Griechische Salbölgefäße sind in dieser Woche Thema des Erklärvideos beim Rollpodest-Blog.
  • Angkor – eine Megacity des Mittelalters. Im 13. Jahrhundert hatte die Stadt im heutigen Kambodscha offenbar bis zu 900.000 Einwohner. via Wissenschaft.de.

Lesenswert

  • Damian Kaufmann beschäftigt sich auf seinem Blog Zeilenabstand mit der Rekonstruktion von Alt-Magdeburg und der Frage, ob es „Kulissenarchitektur“ wird oder aber eine sinnvolle Rekonstruktion.
  • „Dann also nochmal anders anfangen. Die Schöpfungsmythen, Ursprungstheorien und Anfangsgründe mit all ihren Unzulänglichkeiten sein lassen. Wenn ganz groß nicht geht, dann vielleicht ganz klein. Keinen Anfang festsetzen, sondern einen Beginn versuchen.“ Achim Landwehr auf seinem neuen Blog „Von Welt“ über Kiesel & Kaffee.

In eigener Sache

Zwei Neuigkeiten gibt es in dieser Woche von Kultur-Geschichte(n)-Digital zu verkünden:

Zum Ersten: Es gibt einen neuen Beitrag auf dem Projekt-Blog „Bad Nauheim“. Er beschäftigt sich mit der Lebensgeschichte des Architekten dieser einmaligen Anlage: Wilhelm Jost.

Zum Zweiten: Ab sofort gibt es eine zweite Autorin bei Kultur-Geschichte(n)-Digital. Ihr Name: Susanne Scheer. Sie hat Kunstgeschichte, Geschichte und Romanistik studiert und wird sich primär kunsthistorischen Themen zuwenden.
Wir freuen uns beide sehr auf die Zusammenarbeit und auf die Themen, die wir nun aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten können.
Einen ersten Beitrag von Susanne gibt es auch schon, er ist ebenfalls auf dem Projekt-Blog „Bad Nauheim“ zu finden und hat den „Hessischen Löwen“ im Sprudelhof einmal genauer unter die Lupe genommen.

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