Kultur-News KW 33-2020

Digitalisierung

  • „Wie können Museen, Theater oder Gedenkstätten ihr Publikum während der Pandemie digital erreichen? Der Bund will entsprechende Projekte mit fünf Millionen Euro unterstützen. Gefördert werden sollen zum Beispiel Apps, Virtual-Reality-Anwendungen und andere Plattformen.“ via Monopol-Magazin
  • Kultur Hoch N blickt zurück auf die Blogparade #KulturAlltagCorona und wirft noch einmal einen Blick auf die Beiträge.

Museen

  • Während viele Museen auf der Welt über Personalabbau oder gar Schließung nachdenken profitieren die Schlösser in Mittelsachsen vom neuen Individual- und Inlandstourismus in Corona-Zeiten, wie die Freie Presse berichtet.
  • Deutlich eingebrochen ist die Zahl der Besucher*innen auch in den Luthergedenkstätten in Wittenberg. Gerade einmal 7.000 Besucher*innen wurden gezählt, sonst sind es 30.000, wie die Süddeutsche berichtet.
  • Ganz ähnlich sieht es laut ORF auch bei den Wiener Museen aus.
  • Von Corona zwar betroffen und verlangsamt will das Momem in Frankfurt a. M. – das weltweit erste Museum für elektronische Musik und Technokultur – nicht den Kopf in den Sand stecken und strebt eine Eröffnung noch in diesem Jahr an, wie die Frankfurter Rundschau berichtet.
  • Mit experimentellen, zeitgemäßen und digitalen Methoden ein neues Zielpublikum erschließen – das war das Ziel eines Projekts der Kunsthalle Karlsruhe. Entstanden ist das digitale Angebot “Art of” das nun online unter moodfor.art zugänglich ist. Über das Projekt berichtet Angelika Schoder bei mus.er.me.ku.
  • Transparenz und Partizipation bei der Sammlungsarbeit im Musée d’Angoulême  – ein Interview zur französischen Perspektive zur dekolonisierten Sammlungsarbeit auf der Website des Deutschen Museumsbundes.
  • Wenn der Weg zum Museum die einzige Sehenswürdigkeit ist … dann ist man vermutlich in Berlin gelandet, denn trotz groß angelegter Tourismus-Kampagne öffnen viele Museen dort nicht. Der Grund ist einfach: es rechnet sich nicht unter Corona-Bedingungen. via Tagesspiegel
  • 4000 historische Dokumente – teilweise einmalig – Atlanten und Handschriften aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Das gibt es in Krefeld, in dem eher kleinen Museum Burg Linn. Um diese einmaligen Stücke zu erhalten erhält das Museum nun 25.000 Euro. via RP online
  • Ein wenig Provenienzgeschichte der besonderen Art: Ein Diorama im Deutschen Museum und seine koloniale Vergangenheit. Ein Beitrag von Bernhard Wörrle auf dem Blog des Deutschen Museums.
  • Zwischen Online-Tickets und Masken – ein Bericht über eine Museums-Reise in die Niederlande von Birgt Baumann bei Kultur Hoch N.

Ausstellungen

  • Eine Stadt – fünf Museen – eine Ausstellung: „Get dressed!“ heißt es in Paderborn und die Ausstellungsteile reichen von Moderner Kunst über Alte Meister bis hin zum „Tierischen Kleid“. IN den fünf Paderborner Museen sind folgende Ausstellungen ab Sonntag zu sehen:
  • Kunstmuseum, Galerie in der Reithalle: „anziehend, Tour en l’air, Digitales Textildesign“ bis 18.11
  • Stadtmuseum: „Herlinde Koelbl“ bis 31.1.2021
  • Residenzmuseum: „Standesgemäß“ bis 2.5.2021
  • Naturkundemuseum: „Kleid der Tiere“ bis 3.1.2021
  • Kleidung und Mode scheinen übrigens gerade ein gern genommene Themen für Sonderausstellungen zu sein, denn am 24. Oktober startet im Landesmuseum Stuttgart die Ausstellung „Fashion?! Was Mode zu Mode macht“. Auf dem Blog des Museums gibt dazu im Vorfeld nun die Geschichte eines ganz besonderen Kleidungsstücks für Kinder.

Bibliotheken / Archive

  • „Zukunft braucht Vergangenheit: Das Archiv als Bewahrer des kulturellen Gedächtnisses einer Gesellschaft“ – Sophie Goeser auf „unibloggt“ – dem Blog der Universität Bayreuth über ein vermeintlich langweiliges Thema.

Geschichte

  • Münchner Bilderbogen und altbekannte Sprüche – Franziska Fritzsche informiert auf dem Blog arthistoricum.net über Kunst für Jedermann im 19. Jahrhundert.
  • Der 12. August des Jahres 1687 war ein besonderer Tag für König Pedro II. von Portugal und Maria Sophia von Pfalz-Neuburg – es war der Tag ihrer Hochzeit, gefeiert mit großem Pomp, mit Feuerwerken und Illuminationen. Was es so alles gab an diesem Tag, das lässt sich auf dem Europeana Blog nachlesen.
  • Auf Kavalierstour ins 17. Jahrhundert nimmt uns der Beitrag „‘ein sehr übler und lamiger weeg‘ – Die Bildungs- und Kavaliersreise der Prinzen von Eggenberg 1660–1663“ auf dem Blog des Museums Joanneum mit.
  • Briefe erzählen Geschichte(n) – Auf dem Blog von Europeana geht es um Korrespondenzen, Briefe, die Geschichte und Geschichten erzählen von Petrarca über Madame du Deffand bis zu Voltaire und Rousseau.

Archäologie

  • In Schottland gelang einem Sondengänger ein spektakulärer Fund: ein 3.000 Jahre altes komplettes Pferdegeschirr mit Schnallen, Ringen und Ornamenten. Dazu noch ein Schwert, das in der Scheide steckte. Auf den Fund folgte eine 22-tägige Ausgrabung. Via Der Standard.
  • In der Nähe von Kerpen im Bereich des rheinischen Braunkohletagebaus haben Archäologen des LVR einen ca. 15 Meter tiefen Brunnen aus römischer Zeit entdeckt und in ihm eine fünf Meter hohe Jupitersäule mit drei weiblichen Gottheiten. via Süddeutsche.
  • Italiens archäologische Stätten tasten sich langsam an eine neue Normalität in Corona-Zeiten heran. via Greenpeace-Magazin.

Die Taten des Herkules, Aufführung mit Feuerwerk auf dem Rhein vor Düsseldorf anlässlich der Hochzeit Johann Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg mit Jakobe von Baden-Baden im Jahr 1585, Kupferstich von Frans Hogenberg, gemeinfrei via Wikimedia Commons
Die Taten des Herkules, Aufführung mit Feuerwerk auf dem Rhein vor Düsseldorf anlässlich der Hochzeit Johann Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg mit Jakobe von Baden-Baden im Jahr 1585, Kupferstich von Frans Hogenberg, gemeinfrei via Wikimedia Commons

Lesenswert

  • Von einer „Tour de Main“ über einen Besuch im fränkischen Nizza zum Pompejanum. Eine Touristikerin erkundet auf dem Schlösserblog Bayern das Frankenland rund um Aschaffenburg.
  • Wir bleiben in Bayern und wenden uns einer verlorenen Kapelle der Wittelsbacher und ihrer Geschichte zu. Ebenfalls auf dem Schlösserblog Bayern widmet sich Christian Quaeitzsch der Geschichte der Caecilien-Kapelle in der Münchner Residenz.
  • Was wenn von bunter Mikro-Architektur einfach nur noch Farblosigkeit bleibt? – Carina Koch auf dem Blog „thearticle“ über den verlorenen Glanz des Großen Turmreliquiars aus dem Hessischen Landesmuseum.
  • Ein wenig Off-Topic, aber trotzdem interessant: Warum Schönbrunn-Gelb nicht Schönbrunn-Gelb ist und warum überhaupt Österreich so gelb ist, darum hat sich Der Standard mal gekümmert.

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