Kultur-News KW 47-2020

Digitalisierung

  • Ein Problem, dass auch Kulturbloggende betrifft: Was muss man denn nun als Werbung kennzeichnen und was nicht?
  • Seit Jahren wird um diese Frage gestritten. Eine Klärung scheint nun endlich in greifbare Nähe zu rücken, wie Onlinemarketing berichtet.
  • „Sie veröffentlichen selbstgemachte Let’s Play-Videos und Foto-Stories auf Youtube, Twitch, Instagram oder TikTok – für mehrere Millionen Follower. Mit ihrer Stellungnahme zum Referenten-Entwurf des Bundesjustizministeriums melden sich erstmals „Prosumer“ in großer Zahl gemeinsam zu Wort. Sie kritisieren die geplanten Uploadfilter und machen Vorschläge zum Flagging.“ Mehr auf  I-Rights.

Museen

  • In Bad Nauheim wird es ab Frühjahr nächsten Jahres ein „Jugendstilforum“ geben. Untergebracht sein wird es im Badehaus 3, das annähernd originalgetreu erhalten ist und einen guten Einblick in die Bäderkultur zur Zeit des Jugendstils bietet. Darüber hinaus wird das „Konvolut von außerordentlichen Jugendstil-Exponaten des Kölner Sammlers Manfred Geisler […] öffentlich gezeigt werden und kann in Form einer musealen Dauerausstellung hier ihren Platz finden.“ Ergänzt wird das museale Angebot durch regelmäßige Wechselausstellungen.
    Eine Webseite für das neue Jugendstilforum ist im Aufbau und ein erster Twitter-Account besteht bereits. Weitere Social-Media-Aktivitäten sollen folgen.
  • Wie steht’s in Sachen Digitalisierung in den Museen in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Der MDR liefert die Ergebnisse einer Umfrage und stellt das neue E-Culture-Projekt vor.
  • Das Museum Joanneum stellt die Frage: „Harter Lockdown – und was kommt danach?“ und schreibt: „Es müssen vor allem in den Zeiten, in denen die Ansteckungszahlen sich wieder auf einem niedrigen Niveau einpendeln, Richtlinien entwickelt werden, die nachvollziehbar machen, wann für wen Maßnahmen gelockert oder verschärft werden. Basierend auf einer Analyse, die aufzeigt, wo die Ansteckungen tatsächlich stattfinden.“
  • Der Blog der Staatlichen Museen Berlin hat wieder 10 Objekte zusammengestellt für alle, denen gerade das Wandeln durch Museen fehlt: diesmal sind es zehn Bilder, die sich auf die ein oder andere Weise mit dem Fliegen beschäftigen.
  • „Live dabei“ heißt es im Museum für Kommunikation in Frankfurt und zwar bei der Entstehung der neuen Ausstellung „Back to Future – Technikvisionen zwischen Fiktion und Realität“. In dieser Ausstellung geht es darum „was sich Generationen vor uns für unsere Zukunft ausgemalt haben… und was daraus geworden ist.“
  • OpenGLAM: pünktlich zum 75. Jahrestag des Beginns der Nürnberger Prozesse hat das Holocaust-Gedenkmuseum in Washington die Tonaufnahmen der Nürnberger Prozesse online zugänglich gemacht. Via Monopol-Magazin.
  • Und noch eine Baustelle, die länger dauert als geplant: Die Neue Nationalgalerie in Berlin wird erst im Sommer nächsten Jahres eröffnet (voraussichtlich). via Monopol-Magazin.

Ausstellungen

  • „Einer einzigen Frau ist die derzeitige Wechselausstellung im Jüdischen Museum München gewidmet: „Von der Isar nach Jerusalem“ zeigt Zeichnungen von Gabriella Rosenthal (1913-1975). Doch Gabriella Rosenthal lebte und arbeitete nicht isoliert, sondern war mit anderen Personen vernetzt. Daher nutzen wir die Blogparade „Frauen und Erinnerungskultur – #femaleheritage“ um nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Freundin Marie Luise Kohn (1904-1941) vorzustellen.“ Die ganze Geschichte gibt es auf dem Blog des Jüdischen Museums München.

Bibliotheken / Archive

  • Ein ausgesprochen interessanter Beitrag zur Blogparade #femaleHeritage kommt von den Münchener Archiven. Hier ging man der Frage nach ob und wenn ja, wie Frauen siegelten.
  • Und gleich noch einen Beitrag zur Blogparade steuern die Archive München bei und zwar über „Eine barocke Seherin: Maria Anna Lindmayr (1657-1726)“.

Geschichte

  • Mehr als ein Handbuch für Pferdefreunde stellt der Schlösserblog Bayern in dieser Woche vor, denn darin enthalten ist auch ein jiddisch-deutsches Wörterbuch für eine besser Kommunikation mit den jüdischen Pferdehändlern.
  • „Von Musen, Erinnerungen und einem Spargel – über die Schriftstellerin Emilie von Binzer“ heißt der Beitrag von Burg Posterstein zur Blogparade #femaleHeritage der Monacensia über eine Frau, die unter dem Pseudonym „Ernst Ritter“ schrieb.
  • Ein Jubiläum und die Frage warum über dem Geschichtswissenschaftlichen Institut in Bonn die Aufschrift „Glück auf“ prangt. Ein Beitrag auf Histrhen.Landesgeschichte.
  • „Was ist eigentlich ein Pomeranzenkübel?“ diese Frage stellt der Museenblog Nürnberg und geht der Geschichte der luxuriösen Zitrusfrüchte in Europa nach.
  • Geburtstage in Zeiten des Krieges sind ein hartes Los, egal ob daheim oder an der Front. Der Europeana-Blog zeigt Geburtstagsgrüße aus dem 1. Weltkrieg.
  • Auch beim “SchlossGenuss” hat man sich mit #femaleHeritage beschäftigt und stellt eine württembergische Königin vor, die aus Russland kam und einen Tempel der Liebe hoch oben auf dem Württemberg.

Archäologie

  • Über Werkzeuge, Mammuts, Affen oder Menschen und die ersten Schwenninger – ein interessanter und weitgefächerter Blogbeitrag bei Stadthochzwei.
  • Welche Erfindungen sind eigentlich die wichtigsten, die die Menschheit je gemacht hat? – Wenn Sie jetzt im Geist eine Liste zusammenstellen, dann gehe ich jede Wette ein, dass der Reibstein nicht dazugehört. Über diese aber doch unglaublich wichtige Erfindung gibt es mehr Informationen bei L.I.S.A.
  • Was man nicht so alles in der Kanalisation finden kann – zumindest in Athen: Ein Hermeskopf, der vor 2.300 Jahren mal ein Wegweiser war. via Der Standard.
  • Es bleibt dabei: In Ägypten reißen die antiken Funde nicht ab. Nun wurden in Sakkara mehr als 100 Sarkophage gefunden. Ihr alter wird auf ca. 2.500 Jahre geschätzt. via Focus-Online.

Lesenswert

  • Wie transportiert man ein Mammut? – Wenn Sie das schon immer einmal wissen wollten, dann gibt das Sauerland-Museum Ihnen jetzt eine Antwort.
  • Der Blog der Staatlichen Museen Berlin stellt immer wieder Lieblingsstücke der Mitarbeiter*innen vor. In dieser Woche gibt es Isis mit dem Jesuskind!? – Wenn Sie jetzt genauso verwirrt sind wie ich beim Lesen der Überschrift, dann lesen Sie einfach den Blogbeitrag – es gibt eine einfache Erklärung.
  • Für alle Technik-Fans gibt es beim Deutschen Museum einen interessanten Beitrag über Radikale, Nanotechnik und molekulare Transistoren. Mir ist – offen gestanden ein wenig der Faden gerissen – aber ich bin auch definitiv in dieser Hinsicht kein Maßstab.
  • Ausflugs- und Besichtigungs-Tipps: Bei musermeku hat man sich auf die Reise in die alte Hansestadt Wismar gemacht und auf die Suche nach der Backsteingotik.
  • Eigentlich Off-Topic, aber ein sehr spannendes Projekt durch das Fremde zu Freunden werden: „Start with a friend“. Mehr dazu bei „so geht digital“.
  • Der Europeana-Blog stellt Schriftsteller im Exil vor. Konkret geht es um ungarische Autoren in Berlin und Paris im 20. Jahrhundert.

In eigener Sache

Fast wie versprochen habe auch ich in dieser Woche endlich meinen Beitrag zur Blogparade #femaleHeritage beigesteuert. Aber er ist anders, als in der vergangenen Woche versprochen. Manchmal entwickeln sich Texte beim Schreiben eben in eine Richtung, die man im Vorfeld nicht ganz absehen konnte und so gibt es in dieser Woche nicht die beiden versprochenen Frauen, aber trotzdem zwei Frauen oder eigentlich drei und zwar unter dem Titel: „Kurtisane“, Freundin, Fernsehstar – Charlotte Sophie von Bentinck.

In der nächsten Woche wird es dann einen zweiten Beitrag zu #femaleHeritage geben und dann wird eine „Revolutionärin“ im Mittelpunkt stehen.

Charlotte Sophie Bentinck

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