Kultur-News KW 17-2021

Digitalisierung

  • Auf der Suche nach historischer Musik inzwischen absolut unverzichtbar ist das „Great 78 Project“ des Internet Archive. Mehr als 250.000 Schallplatten sind hier bereits erfasst und täglich werden es mehr. i-Rights berichtet über das Projekt.
  • Google Scholar auf der Suche nach Open Access. I-Rights hat sich einmal genauer angeschaut was das neue Feature so kann.
  • Eine an der FHWS entwickelte VR-Anwendung lässt die alte Würzburger Domstraße vor ihrer Zerstörung wiedererstehen. via idw.

Museen

  • Das Vermissen der „physischen Konfrontation“ und das Nicht-verzichten-Möchten auf die digitalen Möglichkeiten. Ann Kristin Kreisel und ihre Auseinandersetzung auf dem Marta-Blog mit der augenblicklichen Situation von (Nicht-)Besucher*innen und musealer Kunst.
  • Erstmals werden ca. 3.000 Glasurziegel aus dem antiken Assur erforscht. Bereits seit 1926 befinden sie sich im Pergamonmuseum Berlin. Mehr über die Arbeit gibt es auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.
  • Die Neue Nationalgalerie ist wieder Museum und die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen. Der Blog der Staatlichen Museen Berlin zeigt erste Einblicke in das neue alte Haus.

Ausstellungen

  • „In der Ausstellung „Report from Exile – Fotografien von Fred Stein“ sind 40 Portraits ausgestellt, die der Fotograf zwischen 1934 und 1939 in Paris aufnahm. Kuratorin Ulrike Kuschel beschreibt, in welchen Kreisen Fred Stein verkehrte und welche schon damals renommierten Persönlichkeiten er fotografierte.“ Mehr dazu auf dem Blog des Deutschen Historischen Museums.
  • Kulturtussi Anke von Heyl berichtet auf ihrem Blog über ihren Besuch in der Ausstellung „2x KIPPENBERGER – The Happy End of Franz Kafka’s ‘Amerika’ und Vergessene Einrichtungsprobleme in der Villa Hügel“.
  • Das Kunstgewerbemuseum Schloss Köpenick zeigt bis zum 3. Oktober die Ausstellung „Flora, Fauna, Fabelwesen. Malerei auf Keramik. Grita Götze, Heidi Manthey, Songard Marcks. Mehr zur Ausstellung findet sich auf dem Blog der Staatlichen Museen Berlin.

Bibliotheken / Archive

  • 1521-2021 = 500 Ferdinand Magellan. Die Notizen aus dem Gothaer Bibliotheksturm folgen den Spuren des berühmten Seefahrers.
  • „Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt lädt alle Interessierten sehr herzlich zur Online-Vorstellung des neuen Ausstellungsportals ein, mit dem die Bibliothek ihr Spektrum an Digitalangeboten nochmals erweitert. Die Veranstaltung findet am 5. Mai 2021, 18.15 Uhr, statt und wird gemeinsam von Dr. Hendrikje Carius (Forschungsbibliothek Gotha) und Carsten Resch (Justorange – Agentur für Informationsästhetik, Jena) durchgeführt.“ Mehr dazu auf dem Blog der Forschungsbibliothek Gotha.

Geschichte

  • Wenn eine kurfürstliche Familie aus dem Exil zurückkehrt, dann ist was geboten. Zumindest war es das in München 1715, als der Kurfürst Max Emanuel mit seiner Familie zurückkehrte. Die ganze Geschichte und die Hintergründe gibt es auf dem Schlösserblog Bayern nachzulesen.
  • Weiter ging es in dieser Woche auch mit #femaleHeritage auf dem Schlösserblog Bayern. Florian Schröter stellte Anna Bon vor „ein Wunderkind aus Italien“.
  • Und gleich noch eine interessante Frauengeschichte findet sich auf dem Schlösserblog: Es geht um die letzte Markgräfin Friederike Caroline.
  • Wir schreiben die 1830er Jahre und eine Verbrechenswelle erschüttert Augsburg. Es geht um Zopfabschneider und Mädchenschänder. Susanne Wosnitzka hat sich auf ihrem Blog mit den Geschichten dahinter und denen, die daraus entstanden, beschäftigt.
  • Einen weiteren Beitrag aus der Ringvorlesung “Jüdische Geschichte und Kultur im mittelalterlichen Köln. Interdisziplinäre Zugänge” gibt es diese Woche bei L.I.S.A. Habbo Knoch beschäftigt sich mit dem Thema „Jüdische Geschichte ausstellen in Deutschland nach 1945 – mittelalterliche Kulturgeschichte und/oder der Holocaust“

Archäologie

  • In Kom el-Khelgan, im Norden Ägyptens, haben Archäologen 110 Gräber gefunden. Sie stammen aus der Zeit zwischen 4.000 und 1.600 v. Chr. Mehr zu diesem Fund erfährt man auf dem Blog Selket.
  • Der Rollpodest-Blog hat ein neues Erklärvideo produziert. Diesmal geht es um „Beauty-Trends aus dem alten Rom“.
  • Glas, auf den ersten Blick alt, leicht beschädigt, fleckig und dennoch ausgesprochen schön – das ist der „Fund des Monats April“ auf dem Blog des LVR-Landesmuseums Bonn.
  • Ja, ja, die alten Römer wieder: „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie aus der Türkei und Kanada haben die Marmorverkleidung einer römischen Villa aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr. analysiert. Wie die Forscher in der Online-Ausgabe der Zeitschrift „Journal of Archaeological Science: Reports“ berichten, benutzten sie dabei eine spezielle Software zur 3D-Modellierung von geologischen Strukturen. Dadurch stellten sie unter anderem fest, dass der Materialverlust bei der Produktion von Marmorplatten damals womöglich niedriger war als er es heute ist.“ via idw.

Lesenswert

  • Was für ein Schicksal!: „Als Elfenbeinplatte hatte man es im Mittelalter nicht leicht. Je nachdem, wem sie in die Hände fiel, wurde sie beschnitten, gebohrt, geschraubt. Und gerne mehrmals wiederverwendet.“ Verena Handke über „Karolingische Kleinplastik: Des Kaisers meisterhafte Elfenbeinplatte“ auf dem Hypotheses-Blog „the article“.
  • Kunst und Krimi – ein Nürnberger Kunstkrimi und seine Auflösung nach 84 Jahren – darüber berichtet der Museenblog Nürnberg.
  • Das Landesmuseum Stuttgart wirft auf seinem Blog einen Blick auf Ostern und Osterbräuche, warum sie das ausgerechnet jetzt – im Mai – tun? Dafür gibt es eine einfache Antwort …
  • „Nicht ohne meine Kippa! Mein Alltag in Deutschland zwischen Klischees und Antisemitismus“. Ein Gespräch mit Levi Israel Ufferfilge bei L.I.S.A.
  • Jiddisch – eine Sprache mit der wohl die meisten von uns nicht viel verbinden, auch wenn wir Worte aus dem Jiddischen durchaus gar nicht so selten im Alltag verwenden (hier mal eine kleine Liste bei Wikipedia). Auf dem Blog des Jüdischen Museums München gibt es ein interessantes Interview mit Evita Wiecki. Sie ist Lektorin für Jiddisch an der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der LMU München.
  • „Einem Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist es gelungen, mithilfe der Analyse alter DNA (aDNA) Einblick in die Entwicklung und Geschichte von Epidemien im historischen Lübeck zu gewinnen.“ via idw.

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