Kultur-News KW 45-2021

Kulturvermittlung digital
Kulturvermittlung digital

Digitalisierung

  • Wo bleibt die digitale Moderne? – Diese Frage stellt der Kulturstiftungs-Chef Markus Hilgert und sagt “Die Kultureinrichtungen in Deutschland haben die Digitalisierung weitgehend verschlafen, meint der Kulturmanager Markus Hilgert. Auch kleine Museen, Theater und andere Kulturstätten bräuchten Online-Kompetenz, wenn sie relevant bleiben wollten.” – Podcast und Informationen bei Deutschlandfunk Kultur.
  • Geschichte und Sammlungsgegenstände spielerisch und digital vermitteln – Arbeitstitel „Vergangene Zukunft“ digital.
    Museum4punkt0 berichtet mehr über dieses Projekt des Deutschen Historischen Museums.
  • “Im Bereich der offenen Wissenschaft sind Creative-Commons-Lizenzen essentiell, um Forschungsergebnisse rechtssicher zu verbreiten und nachnutzen zu können. Die Arbeitsstelle Open Science der Bibliothek Hamburg zeigt in einem übersichtlichen Factsheet die Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten von CC.” via i-Rights.
  • Microsoft rekonstruiert ein Weltwunder – den Zeus von Olympia. Via Welt.
  • Das neue, interdisziplinäre Feld der Digitalisierungsforschung – das Spektrum reicht von der Rechtswissenschaft über sozialwissenschaftliche Fächer wie Soziologie, Politik- und Kommunikationswissenschaft sowie Psychologie bis hin zur Informatik und Designforschung – hat eine neue Fachzeitschrift: Das Weizenbaum Journal of the Digital Society (WJDS). Herausgegeben vom Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft bietet das Open-Access-Journal nationalen wie auch internationalen Wissenschaftler:innen ein Forum für Beiträge zur interdisziplinären Forschung über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft. Die erste Ausgabe mit insgesamt vier Beiträgen ist am 11. November 2021 online gegangen.” via idw.
  • Das Portal „Copernico. Geschichte und kulturelles Erbe im östlichen Europa“ macht Forschung sichtbar und Geschichte anschaulich. Das neue Portal ist online und wird am 12. November 2021 mit einer digitalen Tagung unter dem Titel “Digitaler Wandel in der Wissenschaftskommunikation. Herausforderungen für die Erforschung und Präsentation der Geschichte des östlichen Europa” eröffnet.” via idw.

Museen

  • “Die Corona-Zahlen explodieren und in einigen Bundesländern dürfen nur noch Geimpfte und Genesene die Museen und andere Kulturinstitutionen betreten. Der Schritt ist richtig.” stellt Elke Buhr beim Monopol Magazin fest.
  • Der MAK-Blog beschäftigte sich auch in dieser Woche wieder mit dem Gebäude in dem das Museum nun seit 150 Jahren untergebracht ist. In der Blogserie ging es um das Arabische Zimmer, das Kaminzimmer und um die Kunst-Industrie, die schon in den Anfängen eine wichtige Rolle im Museum spielte.
  • “Das Neanderthal-Museum in der Nähe von Mettmann bekommt einen 22 Meter hohen Aussichtsturm an der Stelle, an der 1856 die berühmten Urmenschen-Knochen gefunden worden sind.” Im Turm wird es dann auch VR-Anwendungen geben. via Zeit online.
  • “Im Rahmen ihres Staatsbesuchs in Deutschland hat die dänische Königin Margrethe II. das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin besucht. Anlass war die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags zwischen der deutschen Einrichtung und den Museen Varde in Dänemark.” via Bundesregierung.
  • Hybride Führungen wird es ab sofort regelmäßig an Sonntagen beim LWL-Archäologiemuseum in Herne geben. via Hallo Herne.
  • “Die medizinhistorischen Museen drohen im Cyberspace zu verschwinden. Dabei hätten sie als reale Diskussionsforen gerade in der Pandemie eine wichtige Rolle zu spielen” – Überlegungen von Leander Diener in der NZZ.
Museum
Gedenken an die Duisburger Synagoge
Gedenken an die Duisburger Synagoge
Foto: A. Kircher-Kannemann, CC-by SA 4.0

Ausstellungen

  • “Marie Čermínová, besser bekannt als Toyen, zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen des Surrealismus. Die Hamburger Kunsthalle widmet ihr jetzt eine Sonderausstellung.” und Mus.er.me.ku. berichtet darüber.
  • Augias.net berichtet über die Ausstellung „Mehr als Steine. Synagogen in Unterfranken“ in der Würzburger Residenz.
  • “Als Stenotypistin wurde Marta Mierendorff 1944 in die Steinbildhauerwerkstätten des „gottbegnadeten“ Künstlers Arno Breker in Wriezen/Oder dienstverpflichtet”. Der Blog des Deutschen Historischen Museums erzählt im Rahmen der Ausstellung „Die Liste der ‚Gottbegnadeten‘. Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik“ über ihren Kampf für eine Aufarbeitung.
  • Die Ausstellung „Ein Strom, der uns verbindet. / Een rivier die ons verbindt“ zeigt die Geschichte von von Niederrheinern und Niederländern am trennenden und zugleich verbindenden Rhein in der Zeit zwischen ungefähr 1800 und 2000.
    Eröffnet wird die Ausstellung im LVR-Niederrheinmuseum Wesel am heutigen Sonntag, den 14. 11. 2021. Zu sehen sein wird sie bis 2023.

Bibliotheken / Archive

Theodor Gottlieb von Hippel d. Ä.
“Ich bin sehr für geliehene Bücher. Hat man selbst das Buch, glaubt man: ein andermal!” – Theodor Gottlieb von Hippel d. Ä.
Synagoge Bad Nauheim
Synagoge Bad Nauheim
Foto: A. Kircher-Kannemann, CC-by SA 4.0

Geschichte

  • “Es war am Abend gegen 21,30 Uhr, als ich von der Straße her lautes Geschrei, Johlen und Grölen hörte …” Erinnerungen an die Ohel-Jakob-Synagoge in München auf dem Blog der Münchener Archive.
  • Der Blog Zeitenblicke beschäftigt sich mit der Frage wie man Geschichte im Video darstellen kann und soll “Historisch authentisch oder künstlerisch frei?”.
  • Als ehemalige Schülerin eines Mädchengymnasiums musste ich bei dem Beitrag tatsächlich mehrfach lächeln: “Kappnaht oder Knallgasprobe?” Über den Schulalltag am Mädchengymnasium in den 1950er und 1960er Jahren. via Siwiarchiv.
  • Bei L.I.S.A. gibt es die Podiumsdiskussion Hildegard Kronawitter (Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e.V., München) und Isabella Schmid (Leiterin Abteilung Medienkompetenzprojekte des Bayerischen Rundfunks) zur Frage “Wie erinnern an die Weiße Rose?”

Archäologie

  • In Pompeji wurde ein gut erhaltenes Sklavenzimmer entdeckt in dem wohl mindestens drei Sklaven untergebracht waren. via Der Standard.
  • Der Standard präsentiert die Rekonstruktion von 1500 Jahre alter Kleidung einer Langobardenprinzessin.
  • Der zweibeinige Dinosaurier Issi saaneq lebte vor etwa 214 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Grönlands. Er war ein mittelgroßer, langhalsiger Pflanzenfresser und gehörte zu den Vorläufern der Sauropoden, den größten Landtieren aller Zeiten. Herausgefunden hat das ein internationales Forscherteam aus Portugal, Dänemark und Deutschland, an dem auch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) beteiligt war. Der Name des neuen Dinosauriers ist eine Hommage an die grönländische Inuit-Sprache und bedeutet übersetzt “Kalter Knochen”. Über die Entdeckung berichtet das Team im Fachmagazin “Diversity”.” via idw.
Ausgrabungen Pompeji 19. Jahrhundert
Ausgrabungen in Pompeji im 19. Jahrhundert Bild: gemeinfrei via Wikimedia Commons
Goethe Büste - Jerusalemhaus Wetzlar
Goethe grüßt am Eingang des Jerusalemhauses in Wetzlar –
Foto: A. Kircher-Kannemann, CC-by SA 4.0

Lesenswerte Kultur-News KW 45-2021

  • Blaue Sonnenblumen, nachgewebte Stoffe und ein rekonstruiertes Arbeitszimmer, darum geht es im neuesten Beitrag auf dem Schlösserblog Bayern.
  • In den vergangenen Jahren ist es zu einem Wandel im Umgang mit Mumien und anderen menschlichen Überresten im wissenschaftlichen wie edukativen Kontext gekommen: Vermehrt treten ethische und juristische Aspekte in den Vordergrund, aber auch Fragen nach Präsentation, Repatriierung und Reburial. Die Hanns-Seidel-Stiftung und die Professur für Museologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg haben in der internationalen Tagung „Mumien und andere menschliche Überreste: Ethische Herausforderungen für Forschung und Ausstellung“ die Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit Human Remains beleuchtet.” via idw.

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