Kultur-News KW 25-2019

Digitales

  • Neben den Social Media Aktivitäten zum #ArchaeoSwap gibt es natürlich auch wieder eine Reihe von Blogbeiträgen:
    Auf dem Blog des Neanderthal-Museums gibt es eine kleine sächsische Klimageschichte von der Steinaxt bis zur Katastrophe.
  • Bilder suchen und auch in Bildern suchen mit Hilfe eines digitalen Werkzeugkastens, das geht jetzt bei arthistoricum.net. Wie, das erklärt ein Blogbeitrag.

Museum

  • Stellt den Menschen ins Zentrum! – ein Appell an Museen und andere Kultureinrichtungen von Martin Tröndle. „Theater, Konzerthäuser, Opern und Museen könnten die Zahl ihrer Besucherinnen und Besucher um rund 75 Prozent steigern, wenn sie sich stärker an den Erwartungen und Bedürfnissen ihres Publikums orientierten. Das sagt der Kulturwissenschaftler Professor Dr. Martin Tröndle, Inhaber des WÜRTH Chair of Cultural Production an der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen. „Enormes Potential liegt insbesondere im Kreis der bisherigen Selten- und Nichtbesucher, die immerhin mehr als die Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung stellen“, erklärt Tröndle.“ – idw-Pressemitteilung
  • 23,6 Prozent der Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. In Frankfurt am Main sind es sogar 51,2 Prozent. Museen und ihre Mitarbeiter*Innen aber sind „mehrheitlich weiß, deutsch und bildungsbürgerlich geprägt“. Im Grunde ein Dilemma. Ismahan Wayah fragt auf dem Blog des Historischen Museums Frankfurt „Wie kommt die Vielfalt ins Museum?“
  • Ein Fünf-Jahres-Plan in Sachen Museen und Kultur, den gibt es nun beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und eigentlich ist es ein Zehn-Jahres-Plan, denn nach fünf Jahren soll es erst einmal ein Zwischenfazit geben. Dabei geht es um viel Bereiche der Kultur, vor allem aber auch um Museen und die Frage, wie man junges Publikum in diese Kultur-Tempel locken kann, wie die Revierpassagen berichten.

Ausstellungen

  • Ein Video über das Leben Goethes passend zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle:

Bibliotheken/Archive

  • Die British Library geht in Sachen Digitalisierung mal wieder mit gutem Beispiel voran und stellt über 2.500 Manuskripte online. Via Archivalia.

Geschichte

  • Von Senfsauce, Meerrettichsauce und Palmin. Nikita Fialkov stellt auf dem Blog des Jüdischen Museums München das „Kochbuch für die einfache und feine jüdische Küche“ aus dem Jahr 1905 vor.
  • Von einer Brücke, vielen Sagen und Legenden und Studierenden der Kunstgeschichte, die auf Safari gehen. Marlène Heinzinger erzählt auf dem Blog „the-article“ von einer „Mär vom Kaiser und dem Teufelspakt“.
  • „Teutonia Clock Manufactory“ oder wie es Schwarzwalduhren in die USA verschlägt. Das Blog des Uhrenmuseums Furtwangen erzählt von einer bisher unbekannten Geschichte der Schwarzwalduhren.

Archäologie

  • Sondengänger und private Sammler – Liebhaber – von archäologischen Überresten sind nicht unumstritten. Vielfach werden sie kritisiert, als Raubgräber bezeichnet und gelegentlich sind sie das auch. Aber es gibt auch gegenteilige Beispiele. Es gibt Sammler, die der Wissenschaft helfen und wertvolle Beiträge leisten. Daniel Schyle zeigt solche Beispiele auf dem Blog des Neanderthal-Museums.
  • „Neue Einblicke in den Speiseplan der Kelten: Einem internationalen Team von Forschern angeführt von der LMU und der Universität Tübingen ist es gelungen, die Ess- und Trinkgewohnheiten der Kelten aufzudecken, die im ersten Jahrtausend vor Christus Mitteleuropa besiedelten.“ Und ob man es glaubt oder nicht: die Kelten liebten griechisches und römisches Trinkgeschirr. – idw-Pressemitteilung.

Lesenswert

  • Wenn eine deutsche Museumsmitarbeiterin plötzlich nach Colmar kommt und dort in einem Museum arbeiten darf, dann hat sie eine Menge zu erzählen. – Katharina Wilke zog es vom Landesmuseum Stuttgart nach Colmar ins Musée Unterlinden. Was sie dort erlebt hat und noch erlebt, das schildert sie in einem Beitrag auf dem Blog des Landesmuseums Stuttgart.
  • Sommerzeit ist Ausflugszeit und Urlaubszeit. Das Schlösserblog-Bayern nimmt uns mit auf einen sommerlichen Streifzug durch die Schlösser und Gärten Bayerns.
  • Wo wir gerade bei Ausflugs- und Reisetipps sind: Reise-Tipps gibt es auch auf „musermeku“ und zwar für den Südosten Englands – Schlösser, Burgen und Museen garniert mit Street-Art und „Sandwich“.
  • Andrea Hahn ist wieder einmal auf Recherche-Reisen gegangen und hat für uns den Schwarzwald erkundet. Sie erzählt von zwei Amerikanern, einigen Eseleien, einem Tausendsassa, leeren Särgen und dem Kloster Allerheiligen.
  • Lust auf eine kleine Challenge? Das Blog des Landesmuseums Stuttgart hat eine Feiertags-Challenge zum Johannistag zusammengestellt mit vielen Fragen rund um diesen Geburtstag, doch wessen Geburtstag war das doch gleich?
  • Was bewegt eine Mathematikerin sich mit griechischer Webkunst zu beschäftigen? Und was ist eigentlich das Forschungsprojekt PENELOPE? Ralph Würschinger geht auf dem Blog des Deutschen Museums diesen Fragen nach.

In eigener Sache

Die vergangene Woche war für mich der Nachlese der #Kulturwoche gewidmet. Es waren in dieser Woche so viele Eindrücke und Erlebnisse, dass es eine Weile gebraucht hat das alles zu sortieren und der Nachklang wird wohl noch eine ganze Weile anhalten.

Jetzt gibt es aber zunächst einmal gleich drei Museums-Tipps zu eigentlich einem Überraschungsei-Museum. Gemeint ist das Museum Burg Linn, dass mit seinen drei Hauptgebäuden und seinen drei so verschiedenen Bereichen, von der Ur- und Frühgeschichte, über das römische Kastell Gelduba bis hin zur mittelalterlichen Burg und einem frühneuzeitlichen Jagdschloss, so vielfältig ist, dass nur ein Artikel dieser Vielfalt nicht gerecht geworden wäre.

Deshalb gibt es den #MusTipp Burg Linn also gleich in dreifacher Ausfertigung:

1. Das Museumszentrum Burg Linn – Das archäologische Museum

2. Die Burg Linn

3. Das Jagdschloss in Linn

Jagdschloss Burg Linn Marianne Rhodius-Zimmer
Das Marianne-Rhodius-Zimmer im Jagdschloss von Linn

Beitragsbild:
Jagdschloss und Burg Linn in Krefeld – Foto: A. Kircher-Kannemann

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