Kultur-News KW 22-2021

Digitalisierung

  • „Mit seinem Digitalisierungsteam sucht das Deutsche Schifffahrtsmuseums (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven nach Antworten auf Fragen, die sich viele Museen stellen: Wie kann das Zusammenspiel zwischen historischen Objekten und digitalen Angeboten am besten gelingen? Welche Tools braucht das Museum der Zukunft? Die Methoden, die in den kommenden Jahren am DSM entstehen, sollen zukünftig jedoch nicht nur dort zum Einsatz kommen, sondern auch anderen Museen helfen, attraktive digitale Angebote zu gestalten.“ via idw.
  • „Wer eigene oder fremde Bilder unter freien Lizenzen verwenden möchte, muss mitunter komplexe Lizenzhinweise beachten. Wikimedia Deutschland will das ändern: Mit dem neuen Projekt „Curated Commons“ soll es leichter werden, Bilder unter freier Lizenz im Internet zu finden und zu nutzen. Die Plattform wird derzeit getestet.“ via iRights.
  • „Mit einem AI Art Generator lassen sich eigene Fotos in den Stil bekannter Kunstwerke umwandeln. Möglich macht es Künstliche Intelligenz.“ Mus.er.me.ku präsentiert die besten Apps und ihre Ergebnisse.

Museen

  • Der Blog der Staatlichen Museen Berlin berichtet über den Einzug der letzten Objekte ins Humboldt Forum. Im Fokus steht ein eher problematisches Objekt: der Wappenpfahl der kanadischen First Nation der Haida.
  • Die Staatlichen Museen Berlin haben sich eine ganz besondere Werbung ausgedacht: Mit Postern werben sie in den Impfzentren der Stadt für ihre Häuser. via Berlin.de.
  • Mehr über die neue Werbekampagne der Staatlichen Museen gibt es zum Nachlesen auch auf dem Blog.
  • Wenn man den 50. wegen Corona nicht feiern kann, na dann feiert man einfach mal den 51.! So jedenfalls macht es das Staatliche Museum für Ägyptische Kunst – kurz SMÄK genannt. Mehr zur ungewöhnlichen Geburtstagsfeier gibt es auf dem Blog Museumsperlen.
  • „Am 2. September 2018 wurde das Nationalmuseum in Rio de Janeiro durch einen Großbrand weitgehend zerstört. Es war das bedeutendste Museum dieser Art in Lateinamerika, dessen Sammlung etwa 20 Millionen Objekte – darunter Artefakte längst ausgestorbener indigener Gruppen und die letzten noch existierenden Aufzeichnungen ihrer Sprachen – umfasste. Das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut unterstützen das Museum seitdem in seinem Prozess eines konzeptionellen Neustarts.‘“ Mehr zur Hilfsaktion gibt es bei L.I.S.A.

Ausstellungen

  • Eine Ausstellung entworfen von einem Architekturbüro – was dabei herauskommt, wie das aussieht und welche Ideen dahinterstecken kann man in einem Interview auf dem Blog des Museum Joanneum nachlesen.

Bibliotheken / Archive

  • Wie blickt ein Mathematiker eigentlich auf eine Rokoko-Bibliothek? – Einblicke in diese ungewöhnliche Frage erlaubt ein Video auf dem Blog der Klassik-Stiftung.

Geschichte

  • „Am Institut für Europäische Studien und Geschichtswissenschaften der TU Chemnitz startet eine erstmalige systematische Untersuchung der Kinderarbeit in dieser Branche über den Zeitraum von 1800 bis 1938. – Weltweit arbeiten heute mehr als 200 Millionen Kinder – oft unter katastrophalen Bedingungen unter anderem in Fabriken, auf Baustellen und in der Landwirtschaft. Am 12. Juni rückt der „Welttag gegen Kinderarbeit“ dieses Thema wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit.“ via idw.
  • Auch hier auf dem Blog habe ich mich vor einigen Jahren mit dem Thema Kinderarbeit in der Textilindustrie beschäftigt.
  • Wenn eine Karriere nicht etwa am seidenen Faden, sondern eher am goldenen Seil hängt, dann hängt bestimmt ein Alchemist dran. Der Schlösserblog Bayern erzählt die Geschichte eines Alchemisten am bayerischen Hof.
  • Und gleich noch eine Geschichte hat der Schlösserblog Bayern in dieser Woche parat und wieder geht es um #femaleHeritage: diesmal erzählt Alice Collavin über das Leben der Therese Kunigunde von Polen.
  • Die „Deutsche Tischgesellschaft“, gegründet 1811 und bis heute vieldiskutiert. Die Klassik Stiftung hat nun die Protokolle der Tischgesellschaft erworben und sie erlauben einen neuen Blick auf alte Fragen.
  • Bei L.I.S.A. gibt es die 4. Episode der Reihe „Jüdische Verstecke – Überleben im Zweiten Weltkrieg“.

Archäologie

  • „Forschungsteam gelingt Einblick in komplexes Spektrum an Spurenbestandteilen im ersten künstlichen Pigment der Menschheit. – Auf einem einfarbig blauen Wandmalereifragment, welches in den 1970er Jahren in der Kirche St. Peter ob Gratsch (Südtirol, Norditalien) ausgegraben wurde, wiesen die Kunsttechnologin Dr. Petra Dariz und der analytische Chemiker Dr. Thomas Schmid (School of Analytical Sciences Adlershof SALSA der Humboldt-Universität zu Berlin und Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung BAM) Ägyptisch Blau nach.“ via idw.
  • „In Israel haben Archäologen eine römische Basilika aus dem ersten Jahrhundert vor Christus freigelegt. Die Fundstelle befindet sich nahe der Hafenstadt Aschkelon. Mit 110 Metern Länge und 40 Metern Breite handele es sich um das größte bekannte Bauwerk der Römer in der Region, berichteten israelische Medien unter Berufung auf die Antikenbehörde. […] Teile der Kolonnaden mit bis zu 13 Metern hohen Säulen sollen wiedererrichtet und der Fund der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.“ via Deutschlandfunk.
  • „Der Innsbrucker Geologe Michael Meyer hat mit einer neuartigen Form von Lichtsignal-Messungen erstmals prähistorische Werkzeug-Artefakte einer Ausgrabungsstätte im südlichen Tibet direkt datiert. Die Funde sind mehr als 5.000 Jahre alt und somit die ältesten Belege für menschliche Besiedelung in diesem Teil Tibets. Die Studie wurde im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht.“ via idw.

Lesenswert

  • „Wenn es um Bilder geht, kann die Menschheit auf eine rapide Entwicklung zurückblicken. Noch vor 200 Jahren waren Gemälde und Grafiken die einzigen Möglichkeiten, die Welt abzubilden. Heute werden wir von Bildern regelrecht überflutet. Carl Albert Dauthendey (1819-1896), einer der ersten deutschen Fotoprofis und Vater des Würzburger Schriftstellers Max Dauthendey, hätte sich das wohl nie träumen lassen. Von dem Fotopionier erzählt jetzt ein opulentes neues Buch.“ via idw.
  • „Restaurierungswissenschaft der Universität Bamberg präsentiert KlimaGlas-Forschungsergebnisse bei der Woche der Umwelt. – Aus ökologischer und denkmalpflegerischer Sicht sind Fenster in denkmalgeschützten Gebäuden erhaltenswert: „Wenn wir historische Glasscheiben im Bestand halten und energetisch optimieren, leisten wir einen aktiven Beitrag zum Ressourcenschutz“, erläutert Restaurierungswissenschaftler Prof. Dr. Paul Bellendorf von der Universität Bamberg in Vertretung seines Kollegen Prof. Dr. Rainer Drewello, der das Projekt „KlimaGlas“ leitet.“ via idw.
  • In diesem Fall: Sehenswert bei L.I.S.A.: Monika Grütters im Gespräch mit Eva Kraus und Kolja Reichert über Fragen wie „versteht die Politik wirklich, wie Kultur funktioniert und was sie leistet? Reichen die bestehenden Instrumente, um die Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern zu sichern? Wie müssen Kultureinrichtungen sich verändern? Braucht es ein Bundeskulturministerium? Und was bleibt von der Kulturhoheit der Länder?“

In eigener Sache

Es war der Oktober des Jahres 2019, da gab es hier auf dem Blog die 3. und bisher letzte #Kulturwoche. Zwei weitere Kulturwochen waren in Planung und dann … dann kam Corona und dann noch ein paar weitere Probleme mit denen ich nicht wirklich gerechnet hatte. Und jetzt? Jetzt hoffe ich endlich die nächsten Kulturwochen in Angriff nehmen zu können und ab Sommer wieder in Sachen Kultur unterwegs zu sein.
Bis dahin bleibt mir nur der Blick zurück auf die erste Kulturwoche, die eher durch Zufall entstand, die zweite Kulturwoche, die sich irgendwie um Goethe dreht und die dritte, die einfach grenzenlos war.

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