Kultur-News KW 18-2019

Digitales

  • Am 30. April startete eine neue Blogparade: #DHMDemokratie. Veranstaltet wird auch diese Blogparade wieder vom Deutschen Historischen Museum. Anlass ist die Ausstellung „Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie“, die noch bis zum 22. September 2019 läuft. Die Blogparade läuft noch bis zum 28. Mai, also Tastaturen entstaubt und Bleistifte gespitzt, denn Demokratie geht uns alle an.

 

  • Ein Grund zum Jubeln! „CC Search soll die Suche nach frei verwendbaren Bildern unkomplizierter machen. Über 300 Millionen Bilder aus verschiedenen Datenbanken sind durchsuchbar.“ berichtete jetzt t3n. Die Suchmaschine selbst ist hier zu erreichen: https://search.creativecommons.org/

 

  • Ein Grund zu feiern! Aktuell befinden sich in der Digitalen Sammlung der SLUB Dresden über 100.000 Titel und mehr als 1,8 Millionen grafische Medien.

 

  • Auch die UB Heidelberg digitalisiert kräftig weiter und stellte nun 100 griechische Handschriften aus der Bibliotheca Palatina online.

 

  • Wenn Mensch mit Kameras durch ein altehrwürdiges Opernhaus laufen, dann ist wohl wieder einmal ein Instawalk. #Opernhauswalk hieß es im Opernhaus in Bayreuth. Das Ergebnis findet sich natürlich auf Instagram und auch auf dem Blog der Bayerischen Schlösserverwaltung.

 

  • Ein beeindruckendes Projekt auf Instagram: „Eva -Based on a true story. In memory of the 6 million Jews murdered in the Holocaust.“ Der Instagram-Account basiert auf der Lebensgeschichte von Éva Heyman, geboren am 13. Februar 1931 in Rumänien, gestorben am 17. Oktober 1944 in Auschwitz-Birkenau. Es stellt sich die Frage: Was wäre gewesen, wenn es Instagram und Co. damals wirklich schon gegeben hätte?

 

 

 

Museum

  • Was ist eigentlich Kommunikation, wie kann man über Kommunikation kommunizieren und vor allem: wie kann man sie darstellen? Lisa Begeisterung hat die Museen für Kommunikation in Frankfurt und Berlin besucht.

 

  • Das Online-Migrationsmuseum feiert Geburtstag: Es wird bereits 10 Jahre alt! Aus diesem Grund widmete heise.de dem Museum einen Beitrag.

 

  • Ein kleiner Moselort, der Geschichte schrieb und ein Europäisches Museum. Die Saarbrücker Zeitung über Schengen und das Einkaufen von Backwaren. Übrigens Schengen, da war auch was mit Goethe.

 

  • Rin inne Kartoffel … raus ausse Kartoffel, wie man so schön bei uns sagt oder man könnte es auch eine Geschichte aus Schilda nennen: Das Bistum Würzburg schließt das Museum für christliche Frühzeit in Karlburg, das erst im April 2017 eröffnet wurde.

 

 

Ausstellungen

  • „Eine Stadt isst …“ aber was eigentlich und vor allem: Ist essen nur Nahrungsaufnahme oder doch vielleicht vielmehr? Andrea Hahn hat die Ausstellung „Eine Stadt isst“ in Ludwigsburg besucht und stellt fest, dass Essen viel mehr ist: vor allem ganz viel Kultur und Geschichte drumherum.

 

 

  • Das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg zeigt vom 2. Mai bis 30. Juni eine Ausstellung unter dem Titel: „Wenn ich wieder zurückkomme…“. Die Ausstellung ist ein sehr persönlicher Blick auf den 1. Weltkrieg und reiht sich um das Skizzenbuch des Aschaffenburger Künstlers Wendelin Großmann (1894 bis 1969).

 

 

 

Bibliotheken/Archive

  • Wenn jemand zum Bundesfreiwilligendienst in ein Archiv geht, dann hat er eine Menge zu erzählen und auch eine Menge zu erklären. Was so alles, das erzählt Charlotte Heß auf dem Blog des Stadt- und Stiftsarchivs Aschaffenburg.

 

 

 

Geschichte

  • Der 1. Mai fiel in diesem Jahr unglücklich auf einen Mittwoch, also kein Brückentag und langes Wochenende für alle mit 5-Tage Woche. Doch was feiern wir eigentlich am 1. Mai? Wie entstand dieser Feiertag und wie sah er früher aus? Diesen Fragen ging das Blog der Staatlichen Museen Berlin einmal nach.

 

  • War Hatschepsut nicht alleine? – Gemeinhin gilt Hatschepsut als einzige Frau, die Ägypten als Pharaonin regiert hat, aber vielleicht war sie eben doch nicht die einzige. Das zumindest legen einige neue Thesen von Ägyptolog*innen und Historiker*innen nahe, wie jetzt der Standard.at berichtet.

 

 

Archäologie

  • Ein Friedhof aus dem Alten Reich wurde südöstlich des Gizeh-Plateaus entdeckt. Das älteste Grab stammt aus der 5. Dynastie, etwa 2500 Jahre v. Chr.

 

 

Lesenswert

  • Der „Nicht-Newsletter“ von musermeku ist diesmal viral – es geht um Instagram, Museen und eine Kamera im Spiegel.

 

  • Fitness-Tracker sind im Trend aber keinesfalls eine neue Erfindung. Was so modern klingt gab es, wenn auch in einfacherer Form, bereits im 19. Jahrhundert. Damals hieß die Erfindung: Pedometer. Auf dem Blog des Deutschen Uhrenmuseums gibt es die Geschichte dieser Erfindung.

 

  • Viele Menschen waren traurig, entsetzt und emotional betroffen, als Notre Dame in Paris brannte. Viele andere Menschen konnten das überhaupt nicht verstehen und sagten, man solle sich doch lieber um wichtigere Themen kümmern. Doch warum haben Baudenkmäler für viele Menschen einen so hohen Stellenwert? Warum wird ihr Verlust betrauert wie der Verlust eines Menschen? Der Architekturhistoriker Werner Oechslin unternimmt in der NZZ einen Erklärungsversuch.

 

Der Umgang der Herberge im Archäologischen Park Xanten – ein Platz zum Verweilen
Foto: A. Kircher-Kannemann

 

In eigener Sache

Ich blicke zurück auf meine 1. #Kulturwoche. Die Idee zur Kulturwoche wurde abends auf der Couch geboren bei einem Glas Rotwein … mein Mann hatte eine Woche Urlaub, wegfahren ging gerade nicht und ich wollte doch noch unbedingt ins APX und ins Goethe-Museum … warum also nicht all das verbinden und eine Woche sozusagen „Kultur-Urlaub“ vor der Haustüre machen?

Hier die Stationen:

In dieser Kulturwoche habe ich so viele interessante und spannende Gespräche geführt, habe so viel erlebt, gesehen und gelernt, so viel Input erhalten, dass dies garantiert nicht die letzte Kulturwoche gewesen sein wird, denn Kultur – dass habe ich spätestens jetzt wieder erfahren – ist so vielfältig, dass man sich ihr beinahe aus unendlich vielen Blickwinkeln nähern kann und immer neues entdeckt.

Schon jetzt habe ich so viele neue Ideen gesammelt, dass die Kulturwoche wahrscheinlich zu einer mehr oder minder regelmäßigen Veranstaltung auf diesem Blog wird und wer weiß, vielleicht möchte mir ja auch einmal jemand Gesellschaft leisten?!

 

Beitragsbild: Augmented Reality im Goethe-Museum Düsseldorf
Foto: A. Kircher-Kannemann

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