Gedanken zur „Grenzenlosigkeit“ von Kultur – 3. #Kulturwoche: Sonntag

Richard von Weizsäcker über Grenzen

Die 3. Kulturwoche stand erstmals unter einem Motto: „Grenzenlosigkeit“ hieß es. Der Gedanke der Grenzenlosigkeit war aufgekommen, weil ich an vielen Orten, die ich zur Vorbereitung auf diese Kulturwoche besucht habe, Grenzüberschreitungen erlebt und erfahren habe. Spannend aber war, dass sich auch immer rote Fäden gefunden haben, die die Orte, Menschen und Themen miteinander verbunden haben. Grenzen scheinen also vielfach etwas Relatives zu sein.

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Grenzenloser Landfriede – ein Besuch im Reichskammergericht – 3. #Kulturwoche: Samstag

Wappenschild Reichskammergericht

Fehden waren im 15. Jahrhundert im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation etwas vollkommen Normales. Sie waren quasi an der Tagesordnung. Zwar gab es irgendwie ein übergeordnetes Recht, aber es wurde nicht durchgesetzt und wahrscheinlich wussten viele nicht einmal davon und wenn, dann interessierte es nicht wirklich.

Die Situation konnte und sollte so nicht bleiben, so der Wille des Kaisers. Er wollte, dass Frieden herrschte in seinem Reich – sozusagen ein grenzenloser Landfriede. Es sollte eine Instanz geben, die diesem Frieden zum Recht verhalf und auch zur Durchsetzung.

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Schloss Weilburg – Grenzenlose Adelswelten – 3. #Kulturwoche: Freitag

Schloss Weilburg

Grenzen waren in der Welt des Adels schon immer etwas eher Relatives. Selbst zwischen Ländern, die dazu neigten sich zu bekriegen waren die Grenzen für den Adel fast immer durchlässig. Letztlich führte das zu dem Ergebnis, dass manche Kriege die Anmutung einer extrem brutal ausgetragenen Familienzwistigkeit hatten. Denken wir in dem Zusammenhang nur an den 1. Weltkrieg, in dem sich lauter Cousins gegenüberstanden.

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Gelduba oder die Römer zwischen gestern und morgen – 3. #Kulturwoche: Donnerstag

Kastell Gelduba - Krefeld Gellep

Um Christi Geburt war es – wobei, das wusste damals noch niemand – da siedelten sich ein paar wenige Menschen aus dem Römischen Reich an dessen äußerster Grenze an.
Einen kleinen „vicus“ haben sie gebaut an einem ziemlich großen Fluss, der die Grenze des Reiches war – Limes nannte man die.
„Siser“ [1] wuchs hier gut und das war gut, denn „siser“ war in Rom ausgesprochen beliebt, vor allem bei den Reichen, vor allem beim Kaiser. So beliebt war ihr „siser“, dass sogar dieser weit entfernt lebende berühmte Literat und Naturwissenschaftler namens Plinius über sie schrieb.[2] Das war doch was. Woanders hätte man soviel Ruhm und Aufmerksamkeit wohl nicht bekommen. Man hatte sich also offenbar den richtigen Platz zum Siedeln ausgesucht und hatte ein gutes Leben vor sich.

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